Sonntag, 30. April 2017

Neues aus dem Garten!



Seit ein paar Wochen saß ich bereits auf heißen Kohlen denn es wurde langsam höchste Zeit mein Gemüse aus dem Wohnzimmer ins Beet zu verfrachten! Bei den Gurken war es jetzt auch schon höchste Eisenbahn und denn sie fingen bereits im Wohnzimmer an zu blühen…!
Aber das Wetter machte es einfach unmöglich die Pflanzen ins Freie zu setzen denn es gab nachts tatsächlich noch öfter mal richtig frostige Temperaturen…!
Heute war es dann aber soweit denn die Temperaturen gingen endlich nach oben und angeblich sollen jetzt auch die frostigen Nächte endgültig vorbei sein –man darf gespannt sein!

Mehrere Stunden verbrachte ich also heute im Gemüsebeet, denn nicht nur die in der Wohnung vorgezogenen Pflanzen durften nach draußen, sondern ich habe auch noch einiges an Gemüse direkt eingesät!

Die Tomaten und Paprikas wohnen jetzt gut geschützt in ihrem Haus


Und die drei Gurkenpflanzen wohnen neben dem Haus und haben jetzt auch eine Kletterhilfe damit sie nicht wie im letzten Jahr Nachbars Maschendrahtzaun missbrauchen müssen!




Außerdem habe ich noch jede Menge Möhren (lila und orange), Radieschen, Rosenkohl 
und Rettich vonB-lang gesät!

Über eine Pflanze muss ich jetzt aber noch lästern und zwar über den Erdbeerspinat! Da der Gute Heinrich absolut nicht schlüpfen wollte (ich denke die komplette Tüte Saatgut hat einen wech denn letztes Jahr kam ja auch schon absolut gar nichts), habe ich stattdessen Erdbeerspinat im Wohnzimmer vorgezogen! 6 Pflänzchen haben auch das Licht der Welt erblickt aber ich habe selten so eine schröchelige und empfindliche Nutzpflanze gesehen! Stengel so dünn dass man sie durch normales atmen schon umpusten kann und wachsen tun sie auch extrem langsam! Ich bezweifle dass das was wird, aber ich lass mich auch gern eines Besseren belehren, vielleicht überleben sie ja doch da draußen...! 


Ansonsten hoffe ich sehr dass ich in diesem Jahr nicht so große Probleme mit Schädlingen haben werde denn die Nacktschneckenplage im letzten Jahr war schon heftig und auch die Tauben hatten meinem Gemüse das Leben schwer gemacht! 
Aber diesmal fahre ich schwere Geschütze auf denn zusätzlich zu den Plastikkrähen, welche die Tauben fernhalten sollen, hab ich in diesem Jahr Unterstützung durch "Simone" und ich hoffe dass sie im Kampf gegen die Feinde alles geben wird!





Nachdem die Feldarbeit vorbei war, hab ich dann den Nachmittag auf meinem neuen Schätzchen verbracht und ich muss sagen dass ich mich schwer verliebt habe!!


Und wie man sehen kann findet auch Mama Engelchen es super!
Dieses tolle Teil hat mir eine Freundin meiner Eltern geschenkt weil sie es für ihren kleinen Garten doch zu groß findet -einfach klasse, ich hab mich tierisch gefreut!
Darauf werde ich in Zukunft mit Sicherheit so einiges an Zeit verbringen...!  :-)

Freitag, 21. April 2017

Kurzurlaub in Zeeland!



Relativ spontan beschlossen wir in unserem 2 wöchigen Osterurlaub doch noch für ein paar Tage wegzufahren! Nachdem das Jahr so fürchterlich anfing, brauchten wir nämlich unbedingt ein paar schöne Tage nur für uns allein…!
Da der große, eigentliche Urlaub erst im August kommt, sollte es möglichst günstig sein denn auch wenn mein innerer Schotte in den letzten Jahren geschrumpft ist, so achte ich doch noch immer ziemlich aufs Geld…!
Ich war bisher noch nie auf einem Campingplatz und hatte es in diesem Leben auch eigentlich nicht mehr unbedingt vor denn Gemeinschaftsduschen und öffentliche Toiletten waren mir schon immer ein Graus und auch auf zelten stehe ich so gar nicht…! Doch dann erzählte mir eine frühere Arbeitskollegin von dem Campingplatz „De Wijde Blick“ in Renesse und war dabei so begeistert dass mich ihre Begeisterung (und nicht zuletzt auch der Preis) ansteckte…!
Also buchten wir 4 Tage auf diesem Campingplatz und zwar in einer so genannten „Wanderhütte“! Diese Wanderhütten sind sehr kleine Holzhäusschen mit Schlafmöglichkeiten für 4 Personen, wobei ich aber sagen muss dass bei dem minimalen Platz 4 Personen eigentlich nicht geht, zumindest nicht länger als 1 oder maximal 2 Nächte! Für uns zwei war das aber völlig o.k auch wenn es in so einer Hütte natürlich null Komfort gibt! Es gibt keinen Wasseranschluss, nur eine Steckdose aber dafür 4 gasbetriebene Kochplatten! Auch eine Toilette gibt es nicht, diese befindet sich neben der Wanderhütte und man teilt sie sich mit einer anderen Wanderhütte! Wir hatten allerdings das Glück dass die andere Hütte während unseres Aufenthaltes nicht vermietet war und wir das Klohäusschen somit für uns allein hatten…!
Wir hatten eigentlich auf wärmeres Wetter gehofft da es in der Hütte nachts/abends doch schon ziemlich kalt wurde aber es gab eine kleine elektrische Heizung und so war auch dieses Problem gelöst…! Es waren schon 4 sehr „rustikale“ Tage aber da wir im Urlaub ja eh immer den ganzen Tag auf Tour sind um uns Land und Leute anzuschauen, störte uns das nicht wirklich und wir sind ja eh nicht pingelig und auch keine „Luxusleutchen“ sondern sehr genügsam!
Zum Campingplatz selber kann ich nur sagen dass wir ihn ganz toll fanden und auch begeistert waren dass er doch nicht sooo riesig war wie wir gedacht/befürchtet hatten! Man kann dort nicht nur Wanderhütten mieten, sondern auch andere Häusschen in den unterschiedlichsten Variationen, Größen, Ausstattungen und Preisklassen! Es gibt aber natürlich auch die Möglichkeit mit dem eigenen Wohnwagen anzureisen und sich einfach nur einen Stellplatz zu mieten! Auch Hunde sind willkommen und für Kinder gibt es diverse Spielplätze, einen Fuß- und Volleyballplatz, ein Schwimmbad und noch viele weitere Beschäftigungsmöglichkeiten!
Und was ich an dieser Stelle unbedingt loben muss sind die Sanitären Anlagen, denn die Dusch- und Toilettenhäuser sind wirklich ganz großes Kino, super modern und top gepflegt, da gab es absolut nicht das Geringste zu beanstanden! Ich hatte da nämlich ganz gruselige Bilder und Vorstellungen im Kopf, war aber schwer begeistert dass alles so extrem sauber und gepflegt war…!
Vom Campingplatz aus ist der Strand von Renesse 3 Km entfernt und z.b gut mit Fahrrädern erreichbar, welche man auf dem Campingplatz auch günstig mieten kann! Auch ein kleiner Lebensmittelladen ist direkt auf dem Gelände vorhanden, dort sind die Preise allerdings echt gepfeffert aber ein bisschen Wurst und Käse und die täglichen Frühstücksbrötchen kann man sich dort durchaus leisten…! Ansonsten kann man aber auch am Frühstücksbuffet teilnehmen (was wir allerdings nicht gemacht haben) oder mittags oder abends an einem Imbiss essen!
Wir waren wirklich begeistert von diesem Campingplatz und würden sogar wieder so eine Wanderhütte buchen aber nur wenn es dann wieder nur ein paar Tage sind denn für längere Zeit wäre ein bisschen mehr Komfort dann doch schon toll…!

Aber wie gesagt waren wir ja nur zum schlafen in der Hütte und ansonsten immer auf Tour, haben Zeeland erkundet und sind ordentlich rumgekommen! In Renesse selbst sind wir nur einmal für ein Stündchen gewesen denn ich wollte schauen ob ich aus Kindertagen noch irgendwas wiedererkenne aber die Antwort lautet „nein“! Das liegt aber bestimmt auch daran dass ich erst 10 Jahre alt war als ich mit meinen Eltern dort gewesen bin…! Renesse war dem Drachentöter und mir aber auch einfach zu voll (Touristenhochburg halt) und wir haben lieber wenig besuchte Strände und Ecken aufgesucht und haben „Drachentöters suchen den super Leuchtturm“ gespielt! ;-)
Außerdem haben wir eine Austernfarm besucht, haben ganz großartigen Fisch und andere Meerestierchen gegessen (und natürlich auch sonstige holländische Leckereien wie z.b Frikandel und Kibbeling genossen)! Natürlich haben wir auch wahnsinnig viel fotografiert und haben es uns einfach nur gut gehen lassen! Dabei sind wir in den 4 Tagen ganz schön rumgekommen und haben auf dem Weg zum Schwarz-weißen Leuchtturm in Breskens sogar einen 6,5 Km langen Tunnel unter der Nordsee durchfahren!
Es war durch und durch ein wunderschöner Kurzurlaub und auch mit dem Wetter hatten wir mehr als Glück denn wir hatten so gut wie durchgehend nur Sonnenschein, strahlend blauen Himmel und zeitweise war es sogar so warm dass man die Jacken ausziehen konnte! Nur ein einziges Mal gab es einen kleinen Schauer aber wir haben uns dann einfach in ein Strandrestaurant geflüchtet und nach kaum einer Stunde war der Himmel dann auch schon wieder strahlend blau und die Sonne knallte –dem Nordseewind sei Dank!
Hach das waren einfach großartige Tage die sooo gut getan haben!!

Die Fotos kann man sich hier anschauen:




Freitag, 14. April 2017

S.L. Grey - Underground

Ein tödliches Grippevirus grassiert in den USA. Während Chaos um sich greift, flieht eine Gruppe ganz unterschiedlicher Menschen in einen unterirdischen Luxusbunker – das Sanctum –, ihre eigene, sich selbst versorgende Welt. Doch schon bald befeuern Abschottung und Enge erste Spannungen unter den Bewohnern. Als der Erbauer des Bunkers tot aufgefunden wird, bricht Panik aus. Mit ihm ist der Code zum Öffnen der Türen verloren. Der Sauerstoff wird knapp. Die Wasservorräte schwinden. Der Kampf ums Überleben beginnt.

Bereits seit einiger Zeit wütet ein tödliches Virus in Asien und tausende Menschen sterben. Nun ist das Virus auch in den USA angelangt und das Massensterben beginnt…

Wie gut dass es das „Sanctum“, einen unterirdischen Luxusbunker, versteckt in den Wäldern von Maine gibt. Für 1,5 Millionen Dollar kann man sich dort ein Luxusappartement mieten um einer drohenden Katastrophe zu entfliehen. Auf 7 Etagen sind 6 Luxussuiten, ein Aufenthaltsraum, ein Fitnessraum, Swimmingpool, eine Krankenstation, eine kleine Hühnerfarm, und ein kleiner Hydrokulturgarten verteilt. So soll das Überleben für ein Jahr gesichert sein.

Aber der Platz im Sanctum ist begrenzt und nur wenige haben das Glück sich so ein Appartement sichern bzw überhaupt leisten zu können…

Fünf extrem unterschiedliche Familien treffen zu Beginn der Geschichte im Sanctum ein, klar dass Spannungen vorprogrammiert sind. Denn nicht nur die grundverschiedenen Charaktere gestalten das Leben im Bunker als schwierig, der Erbauer des Sanctum hat in seiner Hochglanzbroschüre auch mächtig übertrieben und an allen Ecken und Enden gespart…

Die Krankenstation ist nicht einmal ansatzweise fertig, so dass es keinerlei ärztliche Versorgung gibt, der Fahrstuhl zwischen den einzelnen Etagen funktioniert nicht, Essensvorräte und Wasser reichen nicht annähernd für ein Jahr und Vieles ist einfach nur billig zusammengeschustert.

Bereits nach ein paar Tagen bricht ein kleines Feuer aus, welches die Internetverbindung zur Außenwelt abschneidet und der Erbauer Greg wird tot aufgefunden. Leider hatte er kurz vor seinem Tod wohl noch den Sicherheitscode für die Einstiegsluke geändert und diese Luke ist scheinbar das Einzige woran nicht gespart wurde…

Die Geschichte beginnt damit dass erst einmal alle Familien getrennt voneinander auf dem Weg ins Sanctum sind und man einen so einen ersten Eindruck von den Bewohnern bekommt:

-Da wäre die kanadische Zahnärztin Stella, mit Ihrem koreanischen Mann und dem Teenager Sohn Jae, der am liebsten den ganzen Tag World of Warcraft spielt und chattet

-das stinkreiche, verwöhnte und ziemlich arrogante Ehepaar James und Vicky, dessen Ehe auch schon besser Tage gesehen hat

-der alleinerziehende Vater Tyson, mit seiner vier jährigen Tochter Sarita und dem südafrikanischen Aupair Mädchen Cait, die Mitte 20 ist und einfach nur wieder nach Hause möchte

-das 70 jährige Ehepaar Dannhauser und ihre 40 jährige Tochter Trudi

-der Erbauer und Besitzer Greg

-sein Bauleiter Will, der eigentlich gar nicht im Sanctum bleiben sondern zurück zu seiner schwerkranken Frau wollte

-und zu guter Letzt die Familie Guthrie. Vater Cameron und Teenagersohn Brett sind absolute „Alphamännchen“, Waffenbesessen, rassistisch und totale Machos. Mutter Bonnie hat absolut nichts zu sagen, will sie aber auch eigentlich gar nicht denn sie ist übertrieben religiös, eigentlich schon fanatisch und beschäftigt sich am liebsten mit ihrer Bibel und Gebeten. Bretts Zwillingsschwester Gina könnte man schon fast als Hausmädchen statt als Familienmitglied bezeichnen und sie hat noch viel weniger zu melden als Mutter Bonnie.

Klar dass das totale Chaos bei so einer Konstellation, unter Extrembedingungen auf engstem Raum vorprogrammiert ist…!

Die Geschichte wird Kapitelweise aus der Sicht von verschiedenen Personen erzählt, wobei aber nicht die Sicht von allen Personen geschildert wird. Interessant fand ich dass die Kapitel über drei bestimmte Personen immer aus der Ich-Erzählperspektive geschildert werden, die anderen aber nicht.

Das Buch war der totale Hammer, von Anfang an sehr spannend und ich konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen, so dass ich die knapp 400 Seiten in Windeseile durch hatte.

Absolut großartig, sehr zu empfehlen!!

S.L Grey ist das Pseudonym der beiden Bestsellerautoren Sarah Lotz und Louis Greenberg. Sie leben beide in Südafrika. Unter ihrem Pseudonym beschäftigen sie sich mit Geschichten in denen Menschen in Extremsituationen geraten.

Mittwoch, 12. April 2017

Urlaub!



Tja wenn man Hausbesitzer ist dann bedeutet Urlaub auch Arbeit! Gibt zwar Schöneres als im Urlaub zu renovieren aber dieses Mal hatten wir dazu sogar richtig Bock! Ums Haus rum gibt bzw gab es nämlich Einiges was dringend mal ne Überholung nötig hatte und schließlich wollen wir es ja auch schön haben…!
Also ging es am Samstag direkt los! Zuerst den Sockel des Hauses und die Mauer in der Einfahrt mit dem Hochdruckreiniger bearbeiten um die alte, abblätternde Farbe runter zu bekommen:





Am Sonntag, bei sommerlichen Temperaturen, griff der Drachentöter alias Konny Reimann zur Kelle und das Engelchen Zum Pinsel:





Am Montag drehte dann das Wetter und es war über 10 Grad kühler, wir waren aber nicht weniger motiviert denn wir hatten Unterstützung und haben unglaublich viel geschafft:


Am Dienstag stellte der Drachentöter seine Mauer bzw seine "Ecke des Grauens" fertig und ich strich unermütlich weiter was das Zeug hielt:



Als wir dann gesehen haben was wir tatsächlich alles geschafft haben, setzte der "Forrest Gump-Effekt" ein und wir dachten uns "Wenn wir schon so weit gekomme sind dann können wir auch noch weiter machen" und fingen an auch noch die Wand an der Kellertreppe zu verputzen, obwohl das eigentlich gar nicht mehr geplant war:



Heute wurde dann die Mauer von mir fertig gestrichen und sie hat jetzt auch eine ganz persönliche Note:



Und dann fing es leider an zu regnen! Extrem ärgerlich denn jetzt muss nur noch die Kellertreppe gestrichen werden, dann sind wir komplett fertig (die Wand haben wir vor dem Regen gerade noch geschafft)! 


 Hoffentlich ist es Morgen wieder trocken...!

Zwischendurch hatten wir übrigens eine ganz besondere "Bauaufsicht" zu Besuch:




Wir haben in den letzten 4 Tagen sooo viel geschafft, sind mächtig stolz auf uns aber langsam reicht es jetzt auch...!

Aber keine Sorge, wir haben in der nächsten Woche auch noch Urlaub und da fahren wir dann weg und lassen die Seele baumeln...!

Freitag, 7. April 2017

Susanne Giebeler - Gymnasium

Alex kämpft um seine Familie, Kampfarena ist seine neue Schule. Alex denkt, wenn er es hier schafft, werden seine Eltern aufhören, sich wegen seiner schlechten Noten gegenseitig fertigzumachen. Am Gymnasium aber ringt die akademische Mittelschicht um ihren Status, schickt ihre Kinder ins Rennen … »Hanne Christ liebte ihr Kind und Birgit liebte ihres. Alle liebten ihre Kinder und wollten sie vor dem Niedergang bewahren, vor einem Dasein als Klempner, als Krankenschwester oder kaufmännische Angestellte.« Ein Schulroman voller wunderbar böser Beobachtungen. Eine Geschichte über erschöpfte Schüler, verzweifelte Mütter und ratlose Lehrer.
 
Nach der Trennung seiner Eltern zieht der 14 jährige Alex mit seiner Mutter von Dortmund nach Bochum. Von nun an besucht er das Goethe Gymnasium und jetzt soll alles besser werden. Er will seine schlechten Noten verbessern und ein fleißiger Schüler sein denn wenn ihm dies gelingt dann vertragen sich seine Eltern vielleicht ja doch wieder…
Zu Hause ist es nämlich gar nicht so einfach für Alex denn seine Mutter hat seit der Trennung angefangen zu trinken.

Voller Motivation beginnt er das neue Schuljahr aber ihm werden direkt diverse Knüppel zwischen die Beine geworfen. Er gerät direkt mit dem beliebtesten und angesehensten Mädchen der Klasse aneinander, bekommt den Spitznamen „Ali“ verpasst und Niemand will etwas mit ihm zu tun haben. Alex Neuanfang wird zum Alptraum denn schon bald haben ihn auch die Lehrer auf dem Kieker, aus den unterschiedlichsten Gründen…

Die Geschichte wird abwechselnd aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt. Da wäre zum einen natürlich Alex´ Perspektive, aber auch die Perspektiven von Alex verzweifelter Klassenlehrerin, Alex´ Mutter, der Mutter des beliebtesten Mädchens Leonie und noch vieler weiterer Personen.
Diese verschiedenen Blickwinkel haben mir gut gefallen, allerdings hat das Ganze auch einen Haken denn bei so vielen verschiedenen Blickwinkeln, in Kombination mit einer eher geringen Seitenzahl (290), geht meiner Meinung nach doch einiges verloren bzw kommt zu kurz.

So bekommt man irgendwie keinen wirklichen Bezug zu den verschiedenen Figuren und es dauert auch recht lange bis man eine „Beziehung“ zu Alex aufgebaut hat denn irgendwie war mir doch einiges zu oberflächlich. Natürlich bekommt man einen Eindruck wie Alex und auch die anderen Figuren sich fühlen aber diese Gefühlswelten sind für meinen Geschmack nicht ausreichend dargestellt denn dazu hätte das Buch einfach länger sein müssen.

Gut gefallen haben mir die Verkettungen (und ihre Auswirkungen) die in der Geschichte auftreten. Alex´ Mutter ist z.b Krankenschwester in der Privatklinik von Leonies Vater und der neue Hausmeister ist z.b ein ehemaliger Callboy mit dem sich Alex´ Lehrerin einst getroffen hat…

Diese ganzen Verkettungen und Überschneidungen verdeutlichen sehr gut wie wichtig das Privatleben und der soziale Stand der Eltern sein können und welche Auswirkungen dies auf den Erfolg der Schüler hat bzw haben kann. Ein paar Verkettungen und Überschneidungen weniger hätten es aber auch getan denn so viele Zufälle kann es nun wirklich nicht geben und das macht das Ganze leider etwas unglaubwürdig.

Ein großes und in der heutigen Zeit wohl wichtiges und unumgängliches Thema habe ich allerdings sehr vermisst und zwar das Thema Handys und soziale Netzwerke/Medien. Dieses Thema wird absolut gar nicht aufgegriffen und es macht sogar den Anschein als ob keines der Kinder überhaupt ein Handy besitzt, obwohl die Geschichte definitiv in der Gegenwart spielt.

Das Ende war gut aber meiner Meinung nach auch recht vorhersehbar.

Ein Buch was sich schon zu lesen lohnt, was man aber nicht zwingend gelesen haben muss denn ich habe zu diesem Thema ehrlich gesagt auch schon Besseres gelesen.

Susanne Giebeler unterrichtet an einem Weiterbildungskolleg und lebt seit 1980 in Bochum. Darüber hinaus arbeitete Sie fürs Theater und erhielt bereits Drehbuchförderungen der Filmstiftung NRW. Ihr Theaterstück »Die Stalingrad-Madonna« erschien im Litag-Verlag.

Donnerstag, 6. April 2017

Hugh Howey - Exit (Silo Band 3)

Was würdest du tun, wenn du wüsstest, dass das Schicksal aller in deinen Händen liegt? Juliette Nichols, die neue Herrin in Silo 18, bricht mit den jahrhundertealten Regeln der unterirdischen Gemeinschaft – und lässt den riesigen Bohrer demontieren, um ihn für einen neuen Zweck einzusetzen. Denn Juliette weiß, dass ihr Freund Lucas und die anderen sterben werden, wenn sie nicht sofort handelt. Doch sie weiß nicht, dass ihr die größte Überraschung noch bevorsteht…
 
Der dritte und letzte Band der „Silo“ Trilogie und ich fand ihn großartig!
Die Figuren aus Band eins und zwei stehen jetzt im direkten Zusammenhang und teilweise auch in Kontakt und das Buch war super spannend.
Die Geschichte springt Kapitelweise immer zwischen den Personen aus Band eins und Band zwei hin und her und entwickelt sich rasant. Währen große Teile des zweiten Bandes ja einige Schwächen hatten (Langatmigkeit und für meinen Geschmack zu viele und zu detaillierte Hintergrundinformationen), so sind jetzt auch die Kapitel über die Figuren aus Band zwei sehr fesselnd und kurzweilig.
Über den Inhalt möchte gar nicht viel verraten weil die Klappentexte eigentlich schon zu viel preisgegeben und man diese dringend meiden sollte wenn man erst bei Band eins ist!
Ich möchte aber verraten dass in Band drei noch einmal ganz andere Aspekte hinzukommen, z.b die Angst vor Veränderung und wie sich Gruppen unter Extrembedingungen spalten können und Menschen sich Verändern wenn es ums Überleben geht…
Das Ende hat mir auch sehr gut gefallen, es ist nicht zu offen (was bei sehr vielen Endzeitgeschichten der Fall ist) und auch nicht zu sehr „alles ist schön“. Ich persönlich würde mir auch noch einen vierten Teil wünschen denn Genug Stoff dafür gäbe es allemal aber dann wäre es wohl eine unendliche Geschichte…
Eine wirklich großartige Trilogie, mit einigen Schwächen im zweiten Band aber für Endzeitfans auf jeden Fall sehr zu empfehlen!

Sonntag, 2. April 2017

Neues aus dem Garten!



Jetzt geht’s ab an der Gartenfront! Wir haben nämlich nicht nur Frühling sondern Freitag hatten wir schon richtig Sommer! Unfassbare 25 Grad zeigte das Thermometer an –sooo großartig!!
 
Also ab in den Garten und wir haben wirklich viel geschafft! Am Abend taten mir zwar ordentlich die Knochen weh denn ich bin 2 ½ Stunden auf Knien und Hintern durch den Vorgarten gerobbt und habe Unkraut gezupft! Der Drachentöter widmete sich währenddessen der Hecke im Garten und hat auch das wildwuchernde, hüfthohe Unkraut hinterm alten Hühnerstall beseitigt (sieht zwar keiner aber musste dringend auch mal weg denn dort hätte man mittlerweile prima eine Staffel Dschungelcamp drehen können)!
Aber selbstverständlich haben wir bei dem tollen Wetter nicht nur geackert sondern ich hab auch einige Stunden im Liegestuhl in der Sonne verbracht und gegen Abend wurde natürlich auch noch der Grill angeschmissen…!

Im Bereich Obst und Gemüse geht auch ordentlich die Post ab! Meine Tomaten, Paprikas und Gurken dürfen zwar noch nicht ins Freie denn dafür sind die Nächte einfach noch zu kühl aber tagsüber dürfen sie jetzt auch in der Sonne flätzen…!


 Und die Gurken gehen sowas von ab, dass ich schon fast Angst bekomme! Hier mal zum Vergleich: 

 

Rechts eine Paprikapflanze die ich in der ersten Januarwoche gepflanzt habe (Paprikas wachsen generell unglaublich langsam) und links eine Gurkenpflanze die ich vor 3 Wochen gepflanzt habe! Man zweifelt schon daran dass das überhaupt Gurken sind oder nicht doch Bohnenranken an denen ich bald ins Reich der Riesen klettern kann…!

Und auch beim Obst steppt der Bär! Der Zwergkirschbaum den ich Mama Engelchen letztes Jahr zum Muttertag geschenkt habe trägt in diesem Jahr zum ersten Mal Blüten und direkt an die 30 Stück!



Und auch mein Zwergpflaumenbaum der letztes Jahr noch nicht wollte hat in diesem Jahr 5 Blüten! Nicht viel aber immerhin…!





Und der Zwergapfelbaum der uns im letzten Jahr den wahnsinnigen Ertrag von ganzen 4 Äpfeln einbrachte, hat in diesem Jahr 7 Blüten! Aber zu seiner Verteidigung: Er ist ja noch ganz jung und wir hatten im letzten Jahr noch gar nicht mit Äpfeln gerechnet und bei der Pflaume war das genauso…!

Über eine gute Bestäubung brauchen wir uns übrigens auch keine Gedanken zu machen denn wir haben neue „Untermieter“! Jep eine Großfamilie von Erd- bzw Sandbienen ist nämlich bei uns eingezogen und hat ihre Kommune direkt an unserem Pool eröffnet! Die lieben sonnige Hänge und um den Pool haben wir ja einen künstlichen Hang errichtet und genau dort haben sie sich häuslich eingerichtet! Bereits letzte Woche hatte ich mich gewundert dass nur um den Pool herum so viele Bienen fliegen und als gestern dann bestimmt 30 Stück in der Nähe des Pools schwirrten bin ich auf die Suche gegangen und habe 15 Erdlöcher gefunden! Nachdem ich das Internet befragt hatte war dann ziemlich schnell klar dass es sich dabei um Erd- bzw Sandbienen handelt! 

Anders als „normale“ Bienen sind Erdbienen ein bisschen kleiner und haben auch nur recht mickrige Stachel! Auch im Verhalten unterscheiden sie sich sehr von anderen Bienen denn sie haben keinerlei Sozialverhalten, beschützen ihre Familie und ihren Bau nicht und sind deshalb auch absolut nicht aggressiv (was ich mittlerweile bestätigen kann)! Allerdings vermehren sie sich sehr stark und werden deshalb schon allein durch ihr massenhaftes auftreten sehr nervig…! Die beste Art sie loszuwerden ist die betroffene Stelle, an der sie ihre Nester haben, mehrmals täglich zu wässern denn Nässe inne Bude mögen sie wohl gar nicht (wer mag das schon?) und dann würden sie wohl wieder ausziehen und sich einen anderen Platz suchen…!
Zur Zeit hört man bei uns also täglich den Satz „Ich geh mal die Bienen gießen“! 

Man hört ja immer vom allgemeinen Bienensterben, also wir können das nicht bestätigen…!