Sonntag, 18. Juni 2017

John Everson - Die Dreizehnte

Blutige Ritualmorde in den Kellergewölben hatten das Hotel Castle House einst in Verruf gebracht. Doch Jahrzehnte später, als man dort ein Sanatorium für Schwangere eröffnet, scheint der Fluch der Vergangenheit endlich besiegt zu sein. Aber dann verschwinden immer mehr junge Frauen aus den benachbarten Orten. Die Suche nach seiner vermissten Freundin führt David Shale nach Castle House. Dort entdeckt er eine verwitterte Holztür, gekennzeichnet mit einem roten X. Als er sie öffnet, betritt David ein okkultes Reich voller sadistischem Sex und qualvollem Sterben.
 
Der Student David verbringt den Sommer bei seiner Tante auf dem Land. Er will viel Fahrradfahren und seiner alten Tante bei der Renovierung ihres alten Hauses helfen. Aber schnell beginnt David sich zu langweilen und geht in die einzige Kneipe des kleinen Örtchens. Dort lernt er die wilde Brenda kennen, die beiden verbringen einen feucht-fröhlichen Abend und David ist ganz hin und weg von dem Mädchen. Zu einem Wiedersehen kommt es aber nicht denn am nächsten Tag ist Brenda verschwunden, wie schon einige andere junge Frauen des Ortes oder der Nachbarorte…

Nach ein paar Tagen nimmt David eine Stelle als Aushilfsgärtner in dem Sanatorium „Castle House“ an und schaut beim Rasenmähen zufällig zu einem der vielen Fenster hoch. Er ist sich sicher hinter einem dieser Fenster kurz Brendas Gesicht gesehen zu haben aber kann das wirklich sein? Brenda ist doch nicht schwanger, was macht sie dann in dem Sanatorium indem sich angeblich um psychisch kranke, schwangere Frauen gekümmert wird…?

David geht zur Polizei und gemeinsam mit der jungen Polizistin Christy will er dem Sanatorium einen Besuch abstatten aber was sie dort vorfinden sprengt ihre Vorstellungskraft und die beiden befinden sich in Lebensgefahr…

Ich hatte mal wieder Lust auf eine schöne, kranke Metzelei und habe mir deshalb dieses Buch besorgt. Ich muss sagen dass ich ziemlich überrascht war denn bis kurz vor Schluss hält sich die Metzelei ziemlich in Grenzen, ich würde sogar sagen dass sie so gut wie gar nicht stattfindet. Zwar ist die Geschichte hin und wieder ziemlich brutal aber die richtige Metzelei findet erst gegen Ende des Buches statt. Das fand ich aber überhaupt nicht schlimm denn die Geschichte war spannend und es gab wesentlich mehr Handlung als ich erwartet hatte.

Das Ende war allerdings der letzte Scheiß! Ich wusste bereits vorher dass es in der Geschichte auch ein paar „übersinnliche“ Aspekte geben würde und obwohl ich das eigentlich nicht mag habe ich mich darauf eingelassen. Das ist auch gar nicht das was ich kritisieren möchte sondern das Verhalten der Hauptfiguren Christy und David (und auch noch ein paar anderer Figuren). Klar handelt es sich bei dem Buch nicht um Weltliteratur und die Geschichte ist schon sehr an den Haaren herbei gezogen, aber muss man die Figuren so extrem unrealistisch reagieren lassen? Und ich spreche hierbei nicht von panikhaften rennen in dunkle Gänge statt zum Ausgang zu eilen, sondern über wirklich grottige Dialoge die kaum zum aushalten sind! Ich bin mir z.b ziemlich sicher dass kein Mensch der Welt ständig vom „Ficken“ redet wenn er gerade gesehen hat wie auf brutalste Weise 12 junge Frauen abgeschlachtet wurden…! Tut mir leid aber da habe ich schon wesentlich „realistischere“ Metzeleien gelesen…!

Wenn mir ein Buch nach spätestens 50-70 Seiten noch nicht zusagt dann breche ich es ohne zu zögern ab. Mir ist es bisher aber noch nie passiert dass ich ein Buch, das mir bis dahin gut gefallen hat, 30 Seiten vor Schluss abbreche aber bei diesem Buch wäre das fast der Fall gewesen und das lag wie gesagt nicht an den Metzeleien oder den übersinnlichen Aspekten…!

Für Fans der etwas „anderen“ Literatur zwar zu empfehlen aber mit absolut grottigem Ende. Kann man lesen, muss man aber nicht…

Und jetzt möchte ich noch etwas zum Buch selber schreiben und nicht zum Inhalt:

Was fabriziert Festa eigentlich für Bücher? Ich habe mittlerweile einige Bücher aus dem Festa Verlag gelesen und fast jedes Buch ist beim Lesen auseinander gefleddert! Der Buchrücken löst sich ab und die Seiten fallen heraus und man hat sie beim umblättern in der Hand! Auch bei diesem Buch war das wieder einmal der Fall, doch diesmal hab es zum Glück recht schnell bemerkt und habe es erst einmal notdürftig verklebt um es lesen zu können ohne ständig die Seiten einsammeln zu müssen. Meine Bücher müssen schon einiges aushalten, ich schleppe sie in der Handtasche mit mir rum, ich lümmel im Garten, auf der Terrasse oder in der Badewanne mit ihnen herum und sie liegen auch oft in der Sonne. Jedes meiner Bücher hat diese Behandlungen aber bisher problemlos ausgehalten nur die Bücher vom Festa Verlag schaut man einmal schräg an und sie fallen auseinander. Das kann es doch wirklich nicht sein, oder?!

Donnerstag, 15. Juni 2017

Neues aus dem Garten!

Das tolle, sommerliche Wetter macht sich deutlich bemerkbar! 

Mittlerweile gibt es die ersten Tomaten


Die Gurkenpflanzen wachsen ordentlich


Die Radieschen sind mittlerweile sogar schon abgeerntet





Und vom Rettich vonB-lang wurde auch schon die zweite Rutsche geerntet!



Die Taybeeren reifen kräftig vor sich hin und eigentlich kann man fast jeden Tag ein kleines Schälchen ernten!




Und bevor jetzt blöde Fragen kommen: Nein ich bin kein Mitglied des Ku Klux Klan, ich musste nur meine letzte Rosekohlpflanze vor den Tauben schützen! Die größere der beiden Pflanzen (auf die ich beim letzten Mal so stolz war) wurde nämlich komplett kahl gefressen...! 


Und auch der Erdbeerspinat hat stark gelitten denn von den insgesamt 5 oder 6 Pflanzen ist jetzt nur noch eine einzige Pflanze übrig! Bei den restlichen Pflanzen wurden die Wurzeln von unten komplett abgefressen und sie sind eingegangen! Ich vermute Wühlmausalarm...! Aber die letzte Pflanze ist (bis jetzt) richtig gut in Schuss und richtig schön groß und buschig!


Aber auch von den Tieren in unserem Garten gibt es was zu berichten denn sie werden immer zutraulicher! Hier hat uns "der Dicke" auf der Terrasse besucht und wollte mal schauen ob in dem Vogelhaus auch etwas Leckeres für ihn bereit liegt...


Und auch Krähe Paul kommt mittlerweile sogar zu uns wenn wir noch am Tisch sitzen und holt sich sein tägliches Fresschen ab! Mein Onkel hatte vorletztes Jahr angefangen ihn ein wenig zu zähmen und regelmäßig zu füttern und wir haben das nach seinem Todfortgeführt...
In diesem Jahr hat Paul auch Babys und gestern war er sogar mit seiner Frau Pauline und seinen beiden Kindern bei uns! Die ganze Familie hab ich leider nicht vor die Linse bekommen aber hier ist ein Bild von Paul alleine!


Montag, 12. Juni 2017

Geburtstag!



Ja es war mal wieder soweit! Der kleine Drachentöter hatte Geburtstag und dieser musste natürlich ordentlich gefeiert werden!
(Fast) alles was Rang und Namen hat war dabei um dieses Ereignis anständig zu zelebrieren! Einzig die vonB-langs waren leider nicht zugegen denn die weilten noch im Staate Dänemark um sich eine ordentliche Demenz anzueignen…!
Viel will ich zur Party auch gar nicht schreiben, nur: Es war lang, heftig und einfach nur klasse!!
Es gab Poolwetter und Pool, Grillfleisch & Fassbier, Feuertonne & Stockbrot, Gitarre & Gesang, Melonenbowle, einen kleinen Nachwuchsholzfäller, Feuerwerk, die geilste Coverversion von „Über den Wolken“ die man sich nur vorstellen kann, tolle und kreative Geschenke, reichlich Spaß und Blödeleien und zum Nachtisch Gedächtnislücken…! 

So muss eine Party sein –es war einfach nur großartig!
Vielen lieben Dank an alle die dabei waren, ihr seid einfach nur spitze!!

Und da Bilder manchmal einfach mehr sagen als Worte, gibt es hier das best of Partyalbum:

Montag, 29. Mai 2017

Neues aus dem Garten!

Boa wat is dat heiß im Pott! Über 30 Grad und ich finds herrlich! Der Frühling war bisher ja auch beschissen genug, da muss schließlich einiges nachgeholt werden! Aber von Frühling kann man bei den Temperaturen auch echt nicht mehr sprechen, es ist eindeutig Sommer!

Und somit konnte auch endlich der Pool aus dem langen Winterschlaf geholt werden:


Aber nicht alle finden das Wetter so herrlich wie das Engelchen denn klein Gismo leidet in seinem Pelzmantel schon ziemlich doll und hält sich zur Zeit am liebsten unter einem nassen Handtuch auf:


Aber dieser Beitrag heißt ja "Neues aus dem Garten" also zurück zum Thema! Es gab nämlich zwei "Brückentage" und zwar haben wir an zwei Tagen jeweils eine Brücke aufgebaut und diese dann miteinander verbunden! Somit haben wir jetzt einen richtig tollen Aufgang zu unserer Terrasse der sich sehen lassen kann! Die aufgeschüttete und mit Gras bewachsene Erdrampe war ja nur als Übergangslösung gedacht und endlich hatten wir die Zeit und vor allem die richtige Idee um die Rasenrampe zu ersetzen:


So und nun komme wir zum Obst- und Gemüseanbau!
Da der Frühling bisher so extrem beschissen war, hab ich leider einiges an Verlusten zu vermelden!
Die Obstbäumchen (Kirsche, Apfel und Pflaume), die in voller Blüte standen, tragen nicht eine einzige Frucht! Es wurde nämlich schlagartig wieder richtig kalt und regnete gefühlt fast zwei Wochen am Stück, so dass die Bienen nicht flogen und nicht eine einzige Blüte befruchtet wurde...!! :-(

Auch meine drei Gurkenpflanzen sind kaputtgeforen aber es war noch früh genug um nochmal nach zu ziehen und diese beiden neuen Pflanzen machen sich jetzt prächtig:


Die nächsten Bilder gibt es dann ohne Plasikhaube denn diese habe ich zum Schutz vor Fressfeinden noch nicht entfernt da die Pflanzen noch nicht sooo groß sind! 

Verblüffend ist, dass der Erdbeerspinat prächtig gedeiht, dabei habe ich fest damit gerechnet dass die kleinen, schröcheligen Pflänzchen auf jeden Fall eingehen werden aber nein, sie sind schon richtig groß und buschig:


Auch die Tomaten und der Rosenkohl machen sich gut:



Die Radieschen  stehen kurz vor der Ernte:


Wann der "Rettich vonB-lang" soweit ist kann ich leider nicht sagen denn mit Rettich kenn ich mich so gar nicht aus:


Aber ein bisschen Erfolg an der Obstfront gibt es doch zu melden denn die Taybeere hängt in diesem Jahr knüppelvoll mit Früchten (die hat einfach später geblüht) und die Ernte wird scheinbar richtig gut! Noch müssen die Beeren aber rot werden:


Mit dem reifen ist das eh so eine Sache denn wir haben uns Ananas-Erdbeeren zugelegt und haben nicht so wirklich eine Ahnung davon wann sie reif sind denn die werden nicht rot sondern weiß und der richtige Erntezeitpunkt ist somit gar nicht so einfach zu erkennen:


Was mir in diesem Jahr aber Sorgen bereitet ist mein Brombeerstrauch denn er hängt leider voller Läuse! Genug Blüten sind zwar dran aber bei näherer Betrachtung sieht er nicht besonders gut aus! Zur Zeit wird er jeden Abend mit Zwiebelsud besprüht, welchen Mama Engelchen netterweise immer kocht und der mich regelmäßig zum würgen bringt...! Ich hoffe die Brombeere fängt sich wieder und steckt nicht noch andere Pflanzen an...!


Sonntag, 28. Mai 2017

Mengeder Gaudium!

Bereits im letzten Jahr entdeckten wir das „Mengeder Gaudium“ für uns und waren begeistert! Ein schöner, kleiner Mittelaltermarkt mit Musik, allerhand Ständen, lecker Essen und Trinken und das Ganze auch noch mit kostenlosem Eintritt und direkt umme Ecke in Dortmund Mengede! Klar dass wir in diesem Jahr auch wieder hingehen wollten und gestern taten wir das auch! Der Markt ist mit dem Auto gerade mal 10 Minuten von uns entfernt und geht über 4 Tage!
Zwar gibt es auf diesem Markt keine bekannten Bands und es wird auch nicht sooo viel Musik gespielt aber es lohnt sich wirklich ihn zu besuchen! Bei gefühlten 45 Grad pilgerten wir also zum Gaudium denn schließlich stand dort auch noch ein ganz besonderes Treffen an! Dort lernten wir nämlich Guidos neue Freundin Andrea kennen und verbrachten zu viert einen wirklich tollen und lustigen Nachmittag! Wir fanden Andrea auf Anhieb sehr nett und sympathisch, sie passt wirklich sehr gut in unsere Gruppe bzw unseren Freundeskreis!

Natürlich sind auch ein paar Fotos entstanden:



Montag, 8. Mai 2017

Pamela Fuchs - Todesdomina

Sie machte sich die Männer untertan: Mit ihren Reizen, mit ihren erniedrigenden Worten, mit ihrer gnadenlos strafenden Hand. Doch sie selbst war auch missbraucht, verprügelt, zu einem Stück Fleisch degradiert worden. Und zuletzt stand sie vor Gericht weil einer ihrer Freier ums Leben gekommen war.

Im Jahr 2015 sorgte der Fall Pamela Fuchs in Österreich für Aufsehen und sie landete vor Gericht. Die Knapp 30 jährige Domina hatte den Tod eines Freiers zu verantworten. Dieser Freier verlangte von Ihr ein Atemkontrollspiel, er wollte von ihr bis zur Bewusstlosigkeit gedrosselt werden, dann sollte sie ihn allein lassen. Pamela war nicht ganz wohl bei dieser Sache denn diese spezielle Art der Atemkontrolle hatte sie noch nie durchgeführt. Sicherheitshalber setzte sie einen Vertrag auf den der Freier auch unterschrieb. Er bestätigte mit diesem Vertrag dass er alles aus freien Stücken macht, die Strangulation auf seinen Wunsch hin geschieht, er sich den Gefahren durchaus bewusst ist und er bereits viel Erfahrung mit Atemkontrolle hat.

Pamela, die sich als Domina „Lady Emily“ nennt, und der Freier kommen ins Geschäft und nachdem er bewusstlos zusammensackt, bleibt er allein im Hotelzimmer zurück denn das war sein ausdrücklicher Wunsch. Als sie ihn nach ein paar Stunden per SMS fragt ob alles in Ordnung ist, kommt von ihm jedoch keine Antwort und als sie auch nach weiteren Stunden keine Antwort erhält geht Pamela zur Polizei. Der Freier wird daraufhin tot in dem Hotelzimmer gefunden und Pamela wird wegen fahrlässiger Körperverletzung mit Todesfolge angeklagt, ihr drohen 5-10 Jahre Haft…
Die Geschichte wird nicht chronologisch erzählt sondern beginnt damit wie Pamela im Jahr 2015 vor Gericht erscheinen muss und gar nicht fassen kann wie es dazu kommen konnte und das alles so außer Kontrolle geraten ist.

Dann springt das Buch in der Vergangenheit zurück und der Leser erfährt viel über Pamelas Leben und warum sie überhaupt den Weg der „käuflichen Liebe“ eingeschlagen hat. Vom saufenden Vater verprügelt, vom Stiefopa missbraucht, zieht sie bereits mit 16 Jahren zu Hause aus und zu Ihrem ersten Freund, der sie nach 2 Jahren Beziehung ins Krankenhaus prügelt.
Ihr nächster Freund ist zwar liebevoll, macht sie emotional aber so abhängig dass sie ihm zu liebe in einem Striplokal anfängt und später auch als Prostituierte arbeitet. Nach ein paar Jahren erkennt sie dass sie von ihm nur ausgenutzt wird, trennt sich von ihm und arbeitet von nun an als Domina weil sich in diesem Bereich für weniger Arbeit mehr Geld verdienen lässt. So ziehen die Jahre ins Land und als sie knapp 30 ist geschieht der tragische Unfall.

Es gibt auch sehr viele Kapitel in denen Pamela darauf eingeht was die Freier von einer Domina erwarten und sie berichtet auch über die ausgefallensten Wünsche die sie in ihrer Karriere erlebt hat. Diese Kapitel nehmen gefühlt den größten Teil des Buches ein. Diese Berichte sind schon sehr interessant, man kann teilweise nur mit dem Kopf schütteln, sich ekeln oder auch lachen weil manche Wünsche einfach so absurd/bescheuert sind.

Das Buch bedient auf jeden Fall Leute mit einer voyeuristischen Ader, die sich schon immer gefragt haben was für seltsame Dinge bei einer Domina wohl verlangt werden. In diesem Buch erfahre sie es, so etwas verkauft sich natürlich auch gut…

Schade fand ich dass auf die Gerichtsverhandlung meiner Meinung nach viel zu wenig eingegangen wird denn diese hätte mich sehr interessiert aber sie kommt meiner Meinung nach leider viel zu kurz.
Das Buch ist voll von Fotos und Zeichnungen, besonders von Fotos der (halb)nackten Pamela und viele sind fast identisch, die Posen weichen kaum voneinander ab. Klar sieht sie als Sexworkerin gut aus, ich glaube das ist jedem klar, aber musste man das Buch mit SO vielen freizügigen Fotos füllen? Die Notwendigkeit erschließt sich mir nicht, außer dass viel nackte Haut bestimmt auch viele Bücher verkauft…
Aber es gibt auch viele Kinder- und Jugendfotos von Pamela, bei denen ich mir aber auch gelegentliche Bildunterschriften zum besseren Verständnis gewünscht hätte.

Was mir gut gefallen hat, ist dass Pamela am Anfang des Buches den Leser direkt anspricht und sie nicht alles auf ihre schlimme Kindheit schiebt. Zwar sagt sie dass ihre Kindheit und ihr schweres Leben ihren Werdegang  begünstigt haben und dass das Umfeld generell sehr prägend ist aber dass doch letztendlich jeder für sein Handeln und seine Taten selbst verantwortlich ist.

Auch den Titel „Todesdomina“ finde ich eher ungünstig gewählt denn es war ja ein Unfall bzw eine Praktik die schiefgelaufen ist und der Titel Todesdomina ist für mich persönlich mit Schuld behaftet. Ich an Pamelas Stelle hätte diesen Titel auf keinen Fall gewählt aber auch hier ist es wahrscheinlich so dass reißerische Titel einfach mehr Bücher verkaufen.

Das Buch ist schon sehr interessant, ich hatte es an einem einzigen Nachmittag durch und so viel über diese „fremde Welt“ der SM Szene zu erfahren ist schon spannend, allerdings wirkt es durch die vielen Nacktfotos, den Titel und die anderen Kritikpunkte, die ich bereits aufgezählt habe, etwas „billig“. Ich persönlich hätte an Pamelas Stelle das Buch in dieser Form so nicht rausgebracht, vor allem weil es sich ja um ihre Biografie handelt.

Sonntag, 7. Mai 2017

Thomas Finn - Dark Wood

Auf sich gestellt und rund um die Uhr von Kameras überwacht, sollen sechs Angestellte einer Hamburger Werbeagentur ihre Teamfähigkeit unter Beweis stellen. Für eine neue TV-Reality-Show müssen sie drei Tage und Nächte in einem abgelegenen Camp im Norden Norwegens einen hinterhältigen und zum Teil lebensgefährlichen Parcours bewältigen. Aber die schikanösen Aufgaben sind das kleinste Problem der Gruppe. Denn in den Wäldern lauert ein uraltes Grauen, eine tödliche Bedrohung, die die sechs vernichten will…
 
Es ist DIE neue Erfolgsshow im deutschen Fernsehen. Finanziell angeschlagene Firmen können sechs ihrer Mitarbeiter an der Show teilnehmen lassen denn das Preisgeld beträgt 500.000 Euro und hat schon so manch kleine Firma vor der Insolvenz bewahrt. Für den Publikumsliebling gibt es obendrein noch einmal 50.000 Euro. Somit melden sich sechs Mitarbeiter einer Hamburger Werbeagentur, der das Wasser bis zum Hals steht, um ebenfalls bei der Reality-Show mitzumachen.

Die Teilnehmer sind der übergewichtige Systemadministrator Sören, die Sexbombe Katja, die graue Maus Dagmar, der Weiberheld Lars, der arrogante Bernd und der mit dem Chef befreundete Gunnar.

Alle Mitarbeiter sind motiviert die Agentur zu retten, haben darüber hinaus aber auch alle ihre eigenen, privaten Probleme und können aus verschiedensten Grünsten die 50.000 Euro Extraprämie sehr gut gebrauchen. Außerdem haben alle ihre kleinen oder größeren Geheimnisse und nach und nach kommt raus dass sie doch nicht so ein gutes Team sind wie sie eigentlich immer dachten…

Kaum in der Wildnis angekommen, werden sie gekonnt gegeneinander ausgespielt und von Teamgeist ist schon nach dem ersten Tag nicht mehr viel zu sehen.
Dabei ist Teamgeist das was sie jetzt am meisten brauchen denn schon sehr bald passieren komische Dinge, die Filmcrew ist plötzlich verschwunden und eine Kontaktaufnahme zur Außenwelt ist nicht möglich. Als einer der Kandidaten verletzt wird, wollen sie die Show abbrechen aber das ist nicht möglich denn der Hubschrauber, der sie in der Wildnis abgesetzt hat, kommt erst in 3 Tagen zurück und somit sitzen sie fest.

Darüber hinaus haben sie keine Nahrung und kein Trinkwasser denn das wären die Gewinne der einzelnen Spiele/Aufgaben die es absolut in sich haben und völlig übertrieben sind. Somit haben die Kandidaten keine Wahl als trotz allem noch die Aufgaben zu bewältigen wenn sie in den nächsten Tagen essen und trinken wollen. Außerdem wird immer deutlicher dass in diesen Wäldern noch ganz andere Gefahren lauern und was als Spiel begann wird schnell zum Kampf um Leben und Tod…

Das Buch war von Anfang an sehr spannend und das nicht nur weil die gesamte Show innerhalb kürzester Zeit so dermaßen außer Kontrolle gerät, sondern auch weil man nach und nach erfährt welche Geheimnisse jeder der Teilnehmer zu hüten versucht und weil sich in dieser Extremsituation auch sehr schnell der wahre Charakter jedes Einzelnen zeigt. Die gestellten Aufgaben sind sehr kreativ und es gibt einige überraschende Wendungen.

Natürlich ist vieles ziemlich übertrieben, manche Handlungen sind echt nicht nachzuvollziehen aber mir hat das Buch sehr gut gefallen und die „Metzeleien“ halten sich auch in Grenzen. Die Geschichte ist nicht unnötig von Blut durchtränkt, vielmehr geht darum die 3 Tage bis zur Rettung durchzuhalten und sich mit wenigen Hilfsmitteln am Leben zu halten und sich zu verteidigen.

Eine kreative, coole und spannende Mischung aus „wrong turn“, „28 days later“ und dem Dschungelcamp. Muss man schon mögen aber ich persönlich fand es super!