Montag, 28. September 2026

Die Kropfverstopfung!

Das wird irgendwie leider zur Gewohnheit bei uns! 2 Tage vor unserem Urlaub wurde eines der Mädels krank und zwar die 5 jährige Lady Di (die Letzte der 3 Sussex)!

Sie hatte Durchfall, was immer wieder mal bei einem der Mädels vorkommt und im Normalfall dann auch recht schnell wieder verschwindet! Bei ihr war es aber anders denn so einen apokalyptischen Durchfall hatte ich bei einem Huhn noch nicht gesehen…! Außerdem war sie Lustlos, hatte kaum Appetit und man sah einfach dass es ihr nicht gut ging…!

Da ich auf Vieles recht gut vorbereitet bin, musste ich nur an die Kühltruhe gehen und die „Morosche Möhrensuppe“ auftauen die ich eigentlich immer auf Halde habe! Hundebesitzern sagt diese speziell gekochte Suppe bestimmt etwas und auch bei den Mädels schwöre ich auf diese Suppe!

Ich gab noch ein paar Haferflocken hinzu damit die Suppe reizvoller ist aber die gute Dame wollte natürlich nicht fressen da sie absolut keinen Appetit hatte…! Normalerweise gehört sie zu Hühnern die sich direkt auf alles stürzen und erst hinterher fragen „was war das eigentlich?“  Daran sah man also auch dass es wirklich nicht gut ging…!

Ich verbrachte den Tag dann damit ihr Möhrensuppe und Magen-Darm-Tee (auf den ich übrigens auch schwöre) mit einer Spritze einzuflößen und hatte noch zusätzlich Magen-Darm-Tee ins Trinkwasser gekippt! Als ich ihr am späten Nachmittag eine weitere Portion verabreichen wollte, stellte ich fest dass der Durchfall gar nicht das schlimmste Problem war denn sie hatte zusätzlich noch eine Kropfverstopfung!

Kropfverstopfungen sind der Endgegner bei Hühnern, sehr schwer zu lösen bzw zu behandeln und in all den Jahren, hatten wir hier 4 Kropfverstopfungen, von denen ich nur eine beseitigen konnte und das Huhn überlebt hat…!

Bei Hühnern sammelt sich ja das Futter im Kropf, wird dort von kleinen Steinen, die Hühner zu sich nehmen, quasi zermahlen und wird dann erst in den Magen weitertransportiert! Wenn dieser Gang durch irgendetwas zu sitzt dann wird die Nahrung nicht weitertransportiert und bleibt im Kropf! Der Kropf wird immer voller und wenn es dem Huhn noch nicht zu schlecht geht dann frisst und trinkt es immer weiter, verhungert und verdurstet aber eigentlich – eine wirklich fiese Sache…!

Es gibt 2 Arten von Kropfverstopfungen, die „Weiche“ und die „Harte“! Bei der Harten fühlt es sich an als ob sich ein großes Stück Knete im Kropf befindet und diese Art der Kropfverstopfung hatte ich ein einziges Mal geschafft zu beheben! Ich hatte mich für ein etwas umstrittenes Hausmittel entschieden, nämlich Cola und es hat tatsächlich funktioniert! Ich flößte dem Huhn mehrmals am Tag Cola ein und knetete den Klumpen dann immer ordentlich und für mehrere Minuten durch! So hatte ich es tatsächlich geschafft den Knetball zu zerstören und die Cola hat dabei ordentlich geholfen! Cola ist ja ein Teufelszeug und zersetzt ja sogar Fleisch wenn man es über Nacht darin einlegt…!

Lady Di hatte aber leider eine weiche Kropfverstopfung, welche noch schwerer zu beheben ist als eine Harte! Bei der weichen Kropfverstopfung hat das Huhn keinen „Knetball“ im Kropf sondern eine „Wasserbombe“! Futter und Wasser können nicht in den Magen transportiert werden und fangen im Kropf an zu gären – richtig fiese Scheiße! Es gibt also nichts was man auflösen und „zerkneten“ kann denn die Verstopfung sitzt genau im Gang zwischen Kropf und Magen…!

Möhrensuppe und Tee waren also gar nicht gar nicht bis in ihren Magen gekommen…! In diesem Fall kann man nur eines versuchen, nämlich den Kropf leer zu bekommen! Man massiert langsam und vorsichtig die Wasserbombe, wird langsam kräftiger und wenn man Glück hat dann wirbelt man so alles ordentlich durch, es fängt an zu gluckern und das Huhn erbricht sich! Dabei hält man das Huhn dann leicht nach unten aber nicht zu doll denn diese Prozedur ist gefährlich! Bei Hühnern (und generell bei Vögeln) sitzt die Luftröhre ja direkt hinter der Zunge und beim Erbrechen ist die Gefahr groß dass die Flüssigkeit in die Luftröhre gelangt, das Huhn eine Lungenentzündung bekommt und stirbt! Hühner (und Vögel) können nämlich nicht husten - was einmal in der Lunge ist das bleibt in der Lunge (das hat die Natur wirklich nicht gut durchdacht und konstruiert)! Deshalb soll man verletzten und gefundenen Vögeln auch NIE Wasser verabreichen wenn man davon keine Ahnung hat denn gut gemeint ist halt nicht gleich gut gemacht…!

Es war mittlerweile später Freitagnachmittag und ich wusste dass ich unsere Tierärztin nicht erreichen würde weil sie bei ihren Physio-Pferden sein würde…! Ich hatte also keine Wahl denn die Jauche musste raus dem Kropf auch wenn die Gefahr bestand dass das nicht gut ausgehen könnte…! Nach einigen Minuten Massage erbrach Lady Di die stinkende Brühe schwallartig und bekam davon auch zum Glück nichts in die Luftröhre…! Der Kropf war also zumindest schon einmal gelehrt, die Verstopfung dadurch aber nicht behoben! Cola konnte ich in diesem Fall nicht einsetzen denn wenn es im Kropf am Gären ist dann kann Cola das sogar noch befeuern…!

Ein weiteres Hausmittel ist in diesem Fall aber ein bisschen Olivenöl denn dieses kann sich in die kleinen Ritzen der Verstopfung zwischen Kropf und Magen setzen und die Verstopfung „rausflutschen“ lassen…! Bei zusätzlich noch Durchfall wäre Olivenöl eigentlich nicht das erste Mittel der Wahl gewesen aber in diesem Fall musste ich es halt probieren…! Ich verabreichte ihr etwas Olivenöl und knetete den Kropf noch einmal durch…! Ein bisschen besser ging es ihr später schon denn abends flog sie sogar mit den anderen Mädels auf die Schlafstange aber die Wasserbombe war schon wieder da…!

Ich verabreichte ihr noch einmal Olivenöl und gab ihr gedanklich noch bis Samstagmittag Zeit! Sollte sich die Wasserbombe bis dahin nicht aufgelöst haben dann würde ich sie von einem Freund erlösen lassen…! Meine Hühner sind mir sehr wichtig aber ich muss auch ehrlich sein dass ich an manchen einfach mehr hänge als an anderen…! Lady Di ist in all den Jahren nie wirklich zutraulich geworden und ist eigentlich nur eine „Mitläuferin“! Und ich kann einfach nicht für jedes Huhn hunderte von Euro beim Tierarzt ausgeben…! Außerdem kann ein Tierarzt bei Kropfverstopfungen auch nicht so viel ausrichten denn die sind nun mal sehr tückisch…!

Am nächsten Morgen ging ich also mit einem ziemlich blöden Gefühl in den Stall aber Lady Di machte einen (den Umständen entsprechend) recht guten Eindruck! Ich schnappte sie mir und stellte fest dass der Kropf tatsächlich leer und die Wasserbombe weg war!! Damit hatte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet und hatte mich innerlich eigentlich schon von ihr verabschiedet…! Das Olivenöl hatte über Nacht also tatsächlich die erhoffte Wirkung erzielt…! Anhand ihres Kots konnte ich sehen dass der Kropf jetzt tatsächlich wieder durchlässig ist denn die Möhrensuppe war unverkennbar! Aber der apokalyptische Durchfall war immer noch da…!

Also verabreichte ich ihr den ganzen Tag weiterhin Möhrensuppe und Magen-Darm-Tee und mir fiel noch ein dass ich ja auch noch Aktivkohlepulver zu Hause habe! Das Pulver hatte ich mal für Snow bekommen als der Verdacht auf Vergiftung bestand und davon hatte ich noch etwas vorrätig! Das Pulver ist für Katzen und Hunde aber auch für Vögel geeignet! Die Dosis musste ich anhand ihres Gewichtes zwar schätzen aber da sie tatsächlich nicht so viel weniger als Snow wiegt, war das kein Problem! Zur Sicherheit nahm ich aber doch lieber noch etwas weniger…! Sie war noch etwas wackelig und langsam auf den Beinen aber es ging ihr schon deutlich besser als am Vortag, sie fing wieder an sich zu putzen und ging sogar ein wenig auf Futtersuche! Sie bekam dann Schonkost aus geriebenem Apfel, Banane und Haferflocken und ihr Appetit war auch wieder da…! Der Kropf blieb tatsächlich auch leer…!

Am nächsten Morgen fuhren wir in den Urlaub, vorher bekam sie aber nochmal Aktivkohle verabreicht und Magen-Darm-Tee ins Trinkwasser! Mama Engelchen hatte die Aufgabe sie genau im Auge zu behalten und unser Freund wurde auf „Standby“ gehalten, falls der Kropf doch wieder verstopfen sollte…! Das passierte aber zum Glück nicht und bereits am nächsten Tag meldete Mama Engelchen dass auch der Durchfall verschwunden war…!

Das Ganze ist jetzt fast 1 ½ Wochen her und Lady Di ist wieder komplett gesund und wieder ganz die Alte! Da haben wir wirklich großes Glück gehabt…! 

 


 

Sonntag, 27. September 2026

Mit Otto kreuz und quer durch Süddeutschland!

 Was für ein Urlaub – Was für ein Roadtrip!

Der letzte Urlaub der Saison stand an und eigentlich wollten wir direkt nochmal in den Hunsrück um all die Routen zu Wandern für die es im August einfach zu heiß war…! Aber dann hatte ich irgendwie doch eher Lust auf etwas anderes, etwas Neues…!

Der Drachentöter (der ja überhaupt nicht gerne plant) sagte wie immer „Mir ist das völlig egal, entscheide und plane du und ich fahre…!“ Gesagt - getan! An einem verregneten Sonntag setzte ich mich also hin und versank den halben Tag in Planungen (ich liebe das ja)! Ich nahm mir den "mittleren Süden" vor denn dort waren wir fast noch gar nicht!

Klar ist es reizvoll in Regionen zu fahren die man schon erschlossen hat denn man weiß  dass es dort schön ist und hat schon so einige, schöne Übernachtungsplätze sicher aber man entdeckt auch wenig Neues…! Es ist schon komisch den eigentlich hasse ich ja Veränderungen jeglicher Art und greife nur zu gerne auf altbewährtes zurück aber beim Campen ist das komplett anders! Beim Campen entdecke ich super gerne neue Orte und erschließe neue Übernachtungsplätze…!

Schnell waren so einige Ziele und Wanderrouten zusammengestellt und diesmal sollte es tatsächlich nicht nur „Wildnis“ sein denn ich hatte auch 2 Städte auf der Liste die ich mir unbedingt ansehen wollte…!

Der Urlaub rückte näher und die Wetterprognosen waren super! Da es sich um eine neue Region bzw neue Regionen handelte, war uns klar dass es vermutlich keine super schönen Übernachtungsplätze geben würde sondern eher Funktionale! Um „schön“ kann man sich vor Ort dann immer noch kümmern aber erst einmal geht es darum überhaupt Plätze zu haben…! Da hat sich in den letzten Jahren aber wirklich viel getan denn dank KI muss man eigentlich nicht mehr einfach so ins Blaue fahren sondern hat definitiv Plätze sicher! „Schön“ ist aber eine ganz andere Sache denn in diesem Punkt weicht die KI doch erheblich von unserer Vorstellung von „schön“ ab…!

Wir starteten also Richtung Süden und unser erstes Ziel sollte der hessische Odenwald sein! Dort waren wir vor einigen Jahren schon einmal für einen 2 tägigen Kurztrip aber wir hatten keine schönen Übernachtungsplätze sondern waren einfach ins Blaue gefahren und standen funktional…!

Zuerst wollten wir am „Katzenbuckel“ (dem höchsten Berg des Odenwaldes) vorbeischauen, er sollte aber nicht bestiegen werden! Auf dem Weg zu einem möglichen Basislager für die nächsten Tage, wollten wir nur den Blick auf den Katzenbuckel genießen und er war toll (mit Katzenbuckel im Vordergrund)! ;-)

Danach ging es weiter denn ich hatte 3 mögliche Wanderparkplätze auf der Liste aber einer war schäbbiger als der andere! An allen 3 hätten wir definitiv erst einmal stehen können aber unsere Ansprüche sind dann mittlerweile doch etwas höher…! Wir fuhren also einfach immer weiter und irgendwann fanden wir dann eine hübsche, geschwungene Straße die hoch in die Weinberge führte! Dort am Fuße der Weinberge, schlugen wir dann unser Nachtlager auf und waren begeistert – viel besser als diese schäbbigen 3 Wanderparkplätze die „Kai-Ingo“ ausgespuckt hatte…!

Der Platz war schön, es waren 24 Grad und wir saßen im T-Shirt zwischen den Weinbergen – es war toll! Zumindest bis wir zur Feierabendzeit gemerkt haben dass die Verbbindungsstraße zwischen den umliegenden Dörfern gesperrt war und deshalb der gesamte Verkehr durch die Weinberge umgeleitet wurde! Unglaublich was da los war! Selbst LKWs und der Linienbus quälten sich die Weinberge hoch und ich bin mir ziemlich sich, dass sogar die Coca-Cola-Trucks an uns vorbei gekommen sind…! ;-) Es war ein bisschen wie Campen an der A40! Die ganze Situation war so absurd dass wir einfach nur mit dem Kopf schütteln und lachen konnten…! Irgendwann beruhigte sich der Verkehr aber und es wurde doch noch ein ruhiger Abend/Nacht!

Wir schliefen gut aber zum Berufsverkehr ging der ganze Spaß natürlich von vorne los…! Dann reichte es dem Drachentöter und er sagte „ich will in Ruhe Frühstücken und mich ohne Zuschauer anziehen! Ich hab auf der Karte gesehen dass oben in den Weinbergen ein kleiner Wanderparkplatz ist! Wir klappen jetzt schnell das Bett zusammen und fahren dort hin – schlimmer kann es dort ja nicht sein“! Gesagt – getan! Und es war wirklich ärgerlich denn wir fuhren vielleicht 3 Minuten mit Otto die Weinberge hoch und standen vor einem spitzenmäßigen, ruhigen Wanderparkplatz mit toller Aussicht…! Wären wir am Vortag noch 3 Minuten weiter gefahren dann wäre uns die A40 erspart geblieben…! Aber so ist das halt bei der Erschließung neuer Regionen…! Außerdem waren zu dem Zeitpunkt bereits 5 Stunden gefahren und wollten einfach nicht mehr weiter…!

Dort konnten wir jedenfalls richtig schön Frühstücken und uns für den Tag fertig machen! Dabei stellten wir dann auch fest dass wir am Vortag so weit gefahren waren dass wir mittlerweile gar nicht mehr im Odenwald sondern schon im Schwabenland waren…! Das ging uns in den nächsten Tagen übrigens immer wieder mal so, wir wussten oftmals gar nicht wo wir überhaupt sind da alles so nahtlos in einander übergegangen ist…!

Wir starteten also in den Tag und hatten uns direkt viel vorgenommen! Geplant war eine 8 Kilometer lange Wandertour zu den Hörschbachwasserfällen im schwäbisch-fränkischen Wald (hatte ich vorher noch nie gehört)! Dazu mussten wir ein Stückchen fahren und wir hielten währenddessen natürlich die Augen offen denn schließlich ging es ja auch darum den Süden für uns zu erschließen und schöne Übernachtungsplätze zu finden…! Und wir wurden auch direkt fündig und entdecken einen sehr schönen und abgelegenen Wanderparkplatz mitten im Wald!

Die Wasserfalltour war toll, hatte es aber auch in sich denn die Hörschbachschlucht war nicht ohne…! Es gibt den vorderen- und den hinteren Wasserfall, wobei es uns hauptsächlich auf den hinteren Wasserfall ankam denn dort gibt es eine Besonderheit! Nach so einem trockenen Sommer ist die Gefahr natürlich groß dass der Wasserfall kaum Wasser führt aber das ist bei diesem Wasserfall nicht so schlimm denn er verfügt über einen Staumechanismus, extra für Wanderer! Mit einer Klappe kann man den Bach, der den Wasserfall speist, nämlich anstauen (oder heißt das aufstauen?) und die Klappe anschließend öffnen, so dass man den Wasserfall in seiner vollen Pracht bestaunen kann auch wenn der Bach wenig Wasser führt – eine ganz tolle Sache! Nach 20 Minuten entschieden wir dass wir genug gestaut hatten und öffneten die Klappe – es war klasse! Am vorderen Wasserfall gab es so eine Stauklappe nicht aber auch dieser Wasserfall war trotz des wenigen Wassers sehr hübsch anzusehen…!

Das war ein wirklich toller Tag und eine tolle Wanderung und glücklich und zufrieden fuhren wir zurück in die Weinberge denn selbstverständlich wollten wir an unserem kleinen Frühstücksplatz in den Weinbergen schlafen! Seit dem frühen Nachmittag war die Sonne auch ordentlich rausgekommen und wir genossen dort die Abendsonne! Es gab dann noch einen traumhaften Sonnenuntergang und ich zog tatsächlich noch mal los und streifte eine Runde durch die Weinberge um Fotos vom Sonnenuntergang zu machen…!

Die Nacht war super, nicht ansatzweise kalt und der Platz war einfach perfekt gelegen denn bereits zum Frühstück saßen wir im T-Shirt komplett in der Sonne! Für den Sommer ist dieser Platz allerdings nichts denn dann wären wir in Flammen aufgegangen...! Für eine Herbsttour ist er aber perfekt!

An diesem Tag stand eine Städtetour auf dem Plan denn die 8 Kilometer Wanderung vom Vortag war doch sehr anstrengend! Außerdem wollte ich mir unbedingt Bad Wimpfen anschauen! Bad Wimpfen ist ein wunderschöner Kurort im Kraichgau! Die Altstadt mit ihrem mittelalterlichen Flair und den unzähligen Fachwerkhäusern liegt auf einem Berg und ist somit vom Rest des Ortes zweigeteilt! Es ist ein bisschen so als wäre man in einer anderen Zeit! Die Sonne strahlte und es war herrlich warm! Und da es unter der Woche und außerhalb der Ferien war, war dort auch überhaupt nichts los und wir konnten die wunderschöne Altstadt in vollen Zügen genießen und Eis und Kuchen in der Sonne essen! Am Wochenende, wenn die Kurgäste keine Anwendungen haben dann bekommt man dort aber bestimmt kein Bein an die Erde…!

Es war ein ganz toller Tag und wir fuhren glücklich und zufrieden wieder in Richtung schwäbische Weinberge! Dort angekommen traf uns dann aber der Schlag denn auf UNSEREM wunderschönen Platz an der Sonne stand ein Wohnmobil – wir hätten schreien können! Etwas zerknirscht fuhren wir dann weiter denn wir hätten sooo gerne wieder dort geschlafen! Der Platz ist aber nicht gerade groß und etwas Privatsphäre für die morgendlich zu erledigenden Dinge sind schon notwendig…! Na ja, wir hatten ja am Vortag den wunderschönen Waldplatz gefunden allerdings hatte er für diese Jahreszeit einen entscheidenden Nachteil denn er liegt komplett im schattigen Wald…! 

Der Abend war schon ziemlich kühl, ließ sich mit dickem Pulli und Tee mit Rum aber gut aushalten und für die Nacht hatten wir ja Wolf und Wärmflasche (die Standheizung brauchten nur einmal ganz kurz)! Der Morgen allerdings hat uns an unsere Grenzen gebracht denn es war einer der kältesten Morgen die wir beim Campen je erlebt haben! Bei 6 Grad saßen wir frierend beim Frühstück und meine eisigen Finger waren kaum in der Lage ein Ei zu pellen…! Das war wirklich hardcore und ich weiß bis jetzt nicht wie ich waschen und umziehen überlebt habe…! Dabei schien außerhalb des Waldes wieder kräftig die Sonne, sie erreicht uns halt nur nicht…!

Als wir den Wald verließen und die Sonne auf Otto knallte, konnten wir endlich „auftauen“ und dafür hatten wir auch etwas Zeit denn an diesem Tag wollten wir die Region verlassen und ins 120 Kilometer entfernte Unterfranken übersetzen! Ja von Bayern bzw Franken kommen wir irgendwie nicht los! Allerdings waren wir vorher noch nie in Unterfranken, sondern immer ein ganzes Stück weiter in der fränkischen Schweiz unterwegs…! Eigentlich wollten wir im Juni (nach den Tagen in der fränkischen Schweiz) noch ein paar Tage Unterfranken dranhängen denn ich wollte mir unbedingt Miltenberg ansehen aber dafür war es dann einfach zu heiß…! Diesmal sollte es aber unbedingt nach Miltenberg gehen und so machten wir uns auf den Weg…!

In Unterfranken angekommen haben wir uns aber erst einmal alle Wanderparkplätze angesehen die „Kai-Ingo“ so ausgespuckt hatte und diesmal hatte er bei einem Platz voll ins Schwarze getroffen! Ein wunderschöner und abgelegener Platz in den Bergen, allerdings ohne Sonne! Nach der letzten Nacht bzw dem letzten eiskalten Morgen, fanden wir diese Vorstellung allerdings sehr gruselig, merkten uns den Platz aber natürlich erst einmal vor…! Die anderen beiden Plätze konnte man übrigens komplett vergessen, da muss Kai-Ingo noch viel lernen…!

Wir fuhren also nach Miltenberg und waren begeistert! Auch Miltenberg verfügt über eine wunderschöne Altstadt mit mittelalterlichem Charme und vielen Fachwerkhäusern, außerdem ist sie mindestens 4x so groß wie Bad Wimpfen! Sie liegt etwas erhöht am Fuße der Berge aber direkt am Neckar und hat eine wunderschöne Uferpromenade mit unzähligen sitz und Liegemöglichkeiten! Ausflugsschiffe gibt es auch in Massen und mehrere Kirchen und Stadttore! Wir haben an diesem Tag ganz schön Kilometer runtergerissen denn es gibt sehr viel zu sehen…! Auch dort war es an dem Tag herrlich leer (wenn man von den vielen geführten, englischsprachigen Reisegruppen mal absieht)! Die waren aber kein Problem denn die blieben gefühlt an jedem Fachwerkhaus 15 Minuten stehen und man konnte sie somit gut überholen und ihnen aus dem Weg gehen! Das Highlight was definitiv der historische Marktplatz mit dem Brunnen – einfach wunderschön! Aber auch die unzähligen, kleinen Gassen sind traumhaft! Irgendwann bekamen wir dann Hunger und setzten uns in ein Brauhaus mit Sicht auf den Neckar und aßen dort in der Sonne fränkische Spezialitäten…!

Dann wurde es Zeit aufzubrechen denn wir wollten noch ein bisschen „scouten“ denn wir hofften noch auf „einen Platz an der Sonne…!“ Und den fanden wir dann auch tatsächlich noch! Zwischen Wald und Feld lag ein kleiner und sehr abgelegener Wanderparkplatz auf einer Lichtung – mit Abendsonne! Dort ließen wir uns dann nieder und waren total zufrieden! In der Ferne gab es einen tollen Sonnenuntergang, der Abend war nicht zu kalt und wir haben super geschlafen! Morgens hatten wir zwar keine Sonne aber es waren angenehme 13 Grad und wir konnten uns beim Frühstück wieder mehr Zeit lassen…! Außerdem stellten wir fest dass wir mal wieder die Region, ja sogar das Bundesland gewechselt hatten denn der Platz lag nicht mehr im bayrischen Unterfranken sondern im hessischen Odenwald…!

An diesem Tag sollte es in die Seltenbachschlucht (die Schlucht der Salamander) gehen! Eine schöne 4 Kilometer Wanderung stand uns bevor! Dass wir wahrscheinlich keine Salamander sehen würden das war uns im Vorfeld schon klar denn die sind hauptsächlich Nachtaktiv! Hinzu kam aber das aufgrund der langen Trockenheit die Schlucht komplett ausgetrocknet war! Eigentlich schlängelt sich dort nämlich ein Bach durch die komplette Schlucht und es gibt deshalb viele kleine Brücken! Bis auf ein paar Pfützen war dieser aber leider komplett trocknen, was der Schönheit der Schlucht leider etwas Abbruch getan hat…! Aber am meisten Leid taten mir die Salamander die es ja gern feucht und nass mögen…! Während der Wanderung stellten wir übrigens fest dass wir uns dort mittlerweile im Spessart befanden…!

Anschließend haben wir uns noch das sehr kleine, aber auch sehr hübsche Örtchen Amorbach angesehen! Tolle Kirche, super hübsche Fachwerkhäuser und komplett mit Kopfsteinpflaster ausgestattet…! Dort startete nämlich eine weitere Wanderroute, hoch in die Berge, die wird in der Woche eigentlich noch machen aber nicht mehr geschafft haben! Aber zumindest Amorbach wollte ich mir noch anschauen…!

Danach ging es zurück zu unserem neu entdeckten Wanderparkplatz und wir mussten feststellen dass es an diesem Tag leider keine Abendsonne gab! Es war der zweite Herbsttag und am Vortag hatten wir im Radio gehört dass die Sonne bzw die Erde jetzt ihre Umlaufbahn oder den Winkel der Erdachse (so genau haben wir dann doch nicht aufgepasst) etwas verlagert hat! Wir dachten noch „Na das wird ja so minimal sein dass man es gar nicht wahrnehmen sondern lediglich messen kann“ aber Pustekuchen! Wenn man darauf angewiesen ist und darauf achtet dann merkt man das tatsächlich sehr deutlich! An diesem Abend schaffte es die Sonne nämlich nicht mehr über die Baumwipfel und gab keine Abendsonne für uns, obwohl wir Otto wieder an exakt derselben Stelle geparkt hatten…! Das war schon echt faszinierend, da achtet man im Alltag ja gar nicht drauf…! Es war an diesem Abend auch direkt deutlich kühler, war mit Tee und Rum aber gut auszuhalten…!

Geschlafen haben wir gut, auch wenn wir die Standheizung dann doch 2x laufen gelassen haben…! Zum Sonnenaufgang waren wir bereits wach und der war richtig schön! Nach dem Frühstück ging es dann in Richtung Heimat! Und da wir zwischendurch ja die Regionen bzw das Bundesland gewechselt hatten, fuhren wir statt knapp 5 Stunden auch nur 3 ½ Stunden nach Hause und kamen spitzenmäßig durch…! Der „mittlere Süden“ wird uns definitiv wiedersehen denn es gibt so viel zu entdecken und zu erleben und tolle Stellplätze haben wir ja jetzt auch…!

Das war er also, der letzte Urlaub der Saison und er war großartig! So ein tolles Saisonende hatten wir bisher noch nie! Ein Hoch auf die „alten Weiber“ denn wir hatten fast durchgehend strahlenden Sonnenschein und jeden Tag Temperaturen von 20-24 Grad!

Das war ein richtig cooler Roadtrip! Wir haben richtig viel gesehen und erlebt, sind toll gewandert und haben neue Plätze erschlossen! Genau so hatte ich mir das vorgestellt und genauso ist es gekommen…!

Fotos gibt es natürlich auch massig:

https://youtu.be/U91uzyFLHhU 

Montag, 31. August 2026

August!

 

Ein toller aber auch anstrengender Monat!

 Auch der August war geprägt von Hitze, Sonne und einfach Sommer pur!

Er begann direkt mit unserem tollen Urlaub im Hunsrück aber darüber hatte ich ja schon ausführlich berichtet!

 







Das Kätzchen war während unserer Abwesenheit super brav und hat uns absolut nichts in die Wohnung geschleppt! Erstaunlicherweise ist das fast immer so wenn wir weg sind…! Es ist scheinbar tatsächlich so dass ihre „Geschenke“ ganz speziell für uns sind und deshalb aufhören sobald wir nicht zu Hause sind…! Außerdem war es auch viel zu heiß um zum Jagen…! Über unsere Rückkehr hat sie sich sehr gefreut!

 


 

Die ganz große Hitze war dann zum Glück aber vorbei und wir konnten in der zweiten Urlaubswoche tatsächlich noch einiges im Garten machen ohne einen Kreislaufzusammenbruch zu erleiden!

Ich packte die braune Farbe aus verpasste dem Giebel der Gartenlaube und der Klohäuschentür einen längst überfälligen Neuanstrich (die Außenwände sind dann im Oktober dran)!



 

Den Drachentöter küsste die Muse und er baute ganz spontan eine tolle Rankhilfe für seinen Blauregen! Beim Anstrich kam ich dann wieder zum Einsatz…! Vielleicht nutzen wir die Rankhilfe aber auch als Galgen, wir sind uns da noch nicht sicher…! ;-)

 


Nach der großen Hitze kamen dann auch die Mäuse zurück…!

 

 

Während unserer Abwesenheit hatte sich so einiges an Gemüse angesammelt also ging es auch direkt damit weiter dass ich neue Zucchinirezepte ausprobiert habe!

Es gab Zucchini-Kürbiskernbrot!


Und Zucchini-Möhren-Waffeln  –nur echt aus Omma Engelchens Waffeleisen (ich liiiiieeebe es)!

 

 



Außerdem haben wir eine „sehr üppige“ Obsternte eingefahren…! ;-)

 

Na ja, zumindest für einen Streuselkuchen mit Birne und Vanillepudding hat es gereicht…!

 

 

Dann war der Urlaub auch schon wieder vorbei und auf der Arbeit erwarteten mich 2 super stressige Wochen, die ich aber (nach meiner Auffassung)  nach extrem kurzer Einarbeitungszeit zum Glück recht gut gerockt habe…! Man wird sehen ob die Geschäftsführung das auch so sieht – is mir aber auch egal denn mehr als doppelt und dreifach warnen kann ich halt nicht…!

Dann gab es noch ganz lieben Besuch aus Spanien denn meine ehemalige Kollegin und Freundin Carmen war mal wieder in Deutschland und selbstverständlich wollten wir uns treffen (letztes Jahr hatte das nämlich leider nicht geklappt)! Carmen, Mama Engelchen, klein Gismo und ich verbrachten einen schönen Nachmittag in Bochum (der Drachentöter musste leider arbeiten)! Wir stellten dann fest dass Carmen und ich uns mittlerweile tatsächlich schon seit 20 Jahren kennen!! Unglaublich wie die Zeit vergeht…!

 

Und dann stand leider mal wieder ein Tierarztbesuch auf dem Programm denn Else wurde krank!

 

 

Zum Glück hab ich das (eher zufällig) sehr früh bemerkt, so dass wir schnell handeln konnten! Es handelt sich nämlich um eine ansteckende und gefährliche Krankheit die sie sich wahrscheinlich durch den Kontakt zu Tauben eingefangen hat! Sie sitze aktuell in Quarantäne, es geht ihr den Umständen entsprechend aber sogar erstaunlich gut und wir sind sehr optimistisch dass sie das gut überstehen wird…! Sie bekommt ein spezielles Medikament und hin und wieder bekommt sie auch lieben Krankenbesuch…!

 


 Gedrückte Daumen können wir aber trotzdem noch gebrauchen…!

Dann kam unser 17. Hochzeitstag und der Drachentöter hatte an dem Wochenende sogar frei! Wir beschlossen den Tag mit einem schönen Ausflug zu feiern und packten Mama Engelchen und Gismo gleich mit ein!

Es ging ins Sauerland auf den Clemensberg! Dort sind wir vor einigen Jahren schon einmal im November gewesen und schon damals stand fest dass ich da unbedingt nochmal hin möchte wenn die Hochheide blüht…! Das Wetter spielte auch super mit und wir hatten 19 Grad und einen angenehmen Sonne-Wolken-Mix!

 




Trinkpause an der ersten Hütte

 

 

Und an der zweiten Hütte gönnten wir uns dann ein leckeres Essen!

 

Es war ein ganz toller Tag!

Und da das Wetter so angenehm kühl blieb, ging es am nächsten Tag dann direkt mit Gartenarbeit weiter! Bei Baumschneidearbeiten wurde ich auch tatkräftig unterstützt (Frauen Power)! ;-)


 

Das war der August und er war ein wirklich toller Monat! Der Spätsommer darf aber gerne noch einmal zurückkommen denn im September hab ich noch viel vor und außerdem haben wir auch direkt noch einmal Urlaub…!



Dienstag, 11. August 2026

Juli!

 Der Hitzemonat ohne Regen!

Wenn ich so drüber nachdenke dann kann ich mich gaaanz dunkel dran erinnern dass es an einem Abend tatsächlich doch mal geregnet hat aber das war es dann auch! Der Monat war heiß und trocken und im Grunde sah man eigentlich täglich solche Hitzeopfer, egal ob Mensch oder Tier:

 

Ja wir hingen alle kräftig inne Seile! Ich liebe den Sommer ja über alles aber diese Trockenheit ist wirklich bedenklich! Hin und wieder etwas Regen wäre dringend notwendig denn die Natur und die Tiere leiden doch sehr…! Zum Glück haben wir 2 riesige Regenwassertanks und drölfzig Regentonnen im Garten, so dass wir den Garten retten konnten aber selbst dieses ganze Wasser war irgendwann aufgebraucht…! Gartenarbeiten gingen auch (wenn überhaupt) nur in den ganz frühen Morgenstunden…! 


Irgendwann haben wir das Mähen dann aber auch eingestellt denn längerer Rasen ist bei dieser Trockenheit einfach robuster…! Mit ordentlich wässern konnte ich aber tatsächlich mein Gemüse retten aber mit tatkräftiger Unterstützung konnte ich bei der Hitze nur so mittelmäßig rechnen…!

 


 

Der Juli stand kulinarisch natürlich wieder ganz im Zeichen der Zucchini!

 



Es gab also wieder reichlich Zucchinigerichte! Egal ob gefüllt…

 

 

Als Quiche…

 


Im Kartoffelsat…

 


Mit Nudeln und Tomaten…

 


 Im Wrap…

 

 

Oder im herzhaften Mehlpfannekuchen…

 

 

…Zucchini war eigentlich immer irgendwie am Start!

Außerdem war auch die Brombeerzeit angebrochen aber die Erntehelfer waren früher auch mal motivierter…! ;-)

 


Es gab Sekt mit pürierten Brombeeren…

 


Vanillecreme mit Brombeeren…

 


Brombeer-Käsekuchen…

 


 Brombeermilch…

 


Und die Nachbarn machten Aufgesetzten!

 Darüber hinaus ist auch eine Gurkenflut über uns hereingebrochen und ich habe bestimmt an die 30 Gurken geerntet!

 



 

Gurken kriegt man aber immer gut unters Volk gebracht denn die mag ja eigentlich jeder, vor allem im Sommer…!

Gegrillt haben wir im Juli tatsächlich nur ein einziges Mal denn selbst der Drachentöter hatte keine Lust bei der Hitze am Grill zu stehen…! Aber einmal musste einfach sein denn wir hatten von des Drachentöters Jägerin Wildschweinbratwurst und Wildschweinsteaks bekommen!

 

 

Ein ganz besonderes Ereignis gab es im Juli aber auch und davon möchte ich hier unbedingt erzählen!

Im Laufe der Jahre und Jahrzehnte wurde unser Dorf ja auch nicht mehr sooo dörflich wie es früher einmal war aber seit ein paar Jahren versucht man aktiv das „Dorffeeling“ von „früher“ wieder aufleben zu lassen! Es fing vor ein paar Jahren mit dem jährlichen, kleinen Weihnachtsmarkt im Volkspark an (der an 3 Tagen stattfindet) und der von Anfang an sehr gut angenommen wurde, in den letzten Jahren immer beliebter wurde und jetzt einfach dazu gehört…!

In diesem Jahr hat man sich also überlegt, dass es ein ähnliches Ereignis doch auch in den schönen Monaten geben sollte und so wurde der „Dorfabend“ ins Leben gerufen! Den ersten Dorfabend hatte ich leider verpasst aber beim Dorfabend im Juli war ich dabei und es war  toll!

 

 

Eine gute Freundin und ich pilgerten also an einem Donnerstag los zum Kirchplatz um zu schauen was der Dorfabend so kann – und er konnte viel! Es gab einen Grillstand an dem man Bratwurst, Currywurst und Nackensteak kaufen konnte, einen Crepes Stand, einen Getränkewagen mit Bier und anderen Getränken und einen Cocktailstand! An diesem Stand gab es genau 2 Cocktails, einen mit- und einen ohne Alkohol, dafür aber mit frischen Früchten, sehr lecker und zu einem wirklich guten Preis! Vor der Kirchentür wurden 2 große Boxen aufgestellt und es gab Musik! Auf und vor/neben dem Kirchplatz gab es viele Sitzgelegenheiten! Das war eigentlich schon alles an Programm aber und es war völlig ausreichend und einfach nur schön! Es traf sich nämlich gefühlt ein Großteil der alteingesessenen Dorfbewohner und das machte den Charme aus! Man traf so viele Bekannte und auch Leute die man schon länger nicht mehr gesehen und einfach aus den Augen verloren hatte…! Beim nächsten Dorfabend im September sind wir auf jeden Fall wieder dabei…!

 



 


Den Dorfabend hatte ich aber auch dringend nötig denn an diesem Tag hatte ich ein ernstes Gespräch mit meinen beiden Geschäftsführern! Denn nicht nur beim Drachentöter ist jetzt beruflich alles anders, sondern leider auch bei mir! Nach 5 Jahren Glücksseligkeit hat man mich nämlich in eine andere Abteilung gesteckt und ich bin dort nicht zufrieden! Zwar bin ich nicht wieder im verhassten Büro und die Arbeit an sich ist auch eigentlich o.k und schön abwechslungsreich aber es gibt ein paar Sachen die echt nicht gehen! Zum einen arbeite ich dort mit einer sehr nervigen, ja fast schon verrückten Kollegin zusammen die kein gutes Haar an niemandem lässt und „geringfügig“ cholerische Züge aufweist! Und zum anderen wird mal wieder erwartet dass ich Wasser in Wein verwandle und das natürlich in nur 3 Tagen die Woche und ohne große Einarbeitung!

Zusammengefasst ist das alles also mal wieder überhaupt nicht durchdacht und wird fürchterlich vor die Wand fahren! Ich habe meine Bedenken aber schriftlich übermittelt damit man mir später nichts nachsagen kann und darüber hinaus das besagte Gespräch geführt! Ich hab darin (in typischem Engelchen-Ruhrpott-Style denn mir war alles egal) alles rausgelassen was mich stört und was mir so durch den Kopf geht und auch gesagt dass ich so auf Dauer definitiv nicht arbeiten werde! Man überschüttete mich daraufhin mit Honig und versprach dass alles besser und anders werden würde und ich nur noch ein wenig Geduld haben solle (wers glaubt wird selig)! Na ja, vielleicht ist nach all den vielen Jahren jetzt doch mal der Zeitpunkt gekommen das „Haus das Verrückte macht“ zu verlassen…! 

Jedenfalls kam mir der Dorfabend, vor meinem langen Wochenende und nach diesem Gespräch deshalb sehr gelegen und ich schraubte mir erstmal eine Bratwurst und dann ein paar Cocktail in den Kopp…!

Dann hatte mein „Brüderchen“ Gismo Geburtstag und er ist jetzt tatsächlich schon 14 Jahre alt! Seine Augen sind nicht mehr so gut, er ist für sein Alter aber noch erstaunlich gut drauf und auch seine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung haben wir Dank Spezialfutter und Medikamenten nach Bedarf gut im Griff! Hoffentlich haben wir noch ganz lange was von unserer plüschigen Fledermaus!

 

Aber nicht nur klein Gismo hatte Geburtstag sondern auch ich! Geburtstag unter der Woche und in der neuen Abteilung – am liebsten hätte ich ihn komplett ignoriert! Ich mache mir ja eh nicht viel aus meinem Geburtstag und habe ihn schon lange nicht mehr gefeiert! Irgendwie haben meine Jungs aus dem Lager dann aber doch noch spitz gekriegt dass ich Geburtstag habe und haben noch schnell eine Kleinigkeit improvisiert!

 

 

Ich war schon ein bisschen gerührt und habe an diesem Tag ganz besonders gemerkt wie doll ich meine Jungs und die andere Abteilung vermisse…!

Am Wochenende nach meinem Geburtstag machten wir einen Ausflug ins Sauerland denn das hatte ich mir gewünscht! Wir fuhren in die Nähe von Winterberg zur Hoheleyhütte denn da wollte ich schon seit über einem Jahr mal hin! Eigentlich wollten wir dort eine große Runde laufen denn es sollte an diesem Tag kühler werden – wurde es aber nicht…! Also war es nur eine kleine Runde, dafür aber mit Aussicht! Die Hütte an sich war auch toll, leider waren Service und Essen eher unterdurchschnittlich! Egal, es war trotzdem ein schöner Tag denn Ausflüge sind immer toll…! 

 





 



 

Dann gab es noch einen Besuch auf dem erstaunlich schönen und großen Trödelmarkt an der Pferderennbahn in Wambel denn unsere Freundin Annette hatte dort einen Stand…!

 



Die Mädels bekamen ein Sonnensegel für ihre Wiese denn der Nachbar wollte es wegschmeißen aber dafür fanden wir es einfach zu schade…!

 


Der Drachentöter konnte sich also mal wieder kreativ verwirklichen und Marie und ich passten auf dass er auch anständig arbeitet…! ;-)

 

 

Wir sind wirklich vernarrt in unsere Kuschel-Italienerinnen mit den „dezenten“ Stimmchen und ich finde dass sie mit ihrem gesprenkelten Gefieder irgendwie wie Greifvögel aussehen, oder?! Oder wie mein Kollege es bestätigte „Ja wie Pilzkopf-Seeadler!“ :-))

So, das war also der Juli – besser spät als nie, oder?