Der erste, kleine Urlaub des Jahres stand an und dafür gab es einen ganz besonderen Grund!
Mama Engelchen hatte Geburtstag und wurde 70 Jahre alt! 70 Jahre – ist das zu fassen!?
Ich kann mir keine bessere Mutter vorstellen und bin so unendlich dankbar dass ich sie habe und sie so fit und gesund ist! Und ich finde dass man ihr ihre 70 Jahre auch absolut nicht ansieht…!
Bereits vor Monaten sagte sie dass sie ihren Geburtstag nicht feiern sondern lieber wieder mit uns wegfahren möchte und diesen Wunsch haben wir ihr sehr gerne erfüllt! Wir schenkten ihr 4 Tage an der Mosel, in einer kleinen Ferienwohnung (die früher mal ein Bäckerlädchen war) und zwar im ältesten Weinort Deutschlands, nämlich in Neumagen-Drohn!
Nach anfänglich herrlichem Frühlingswetter, kippte das Wetter eine Woche vor Abreise aber wieder um und es wurde kalt, regnerisch und usselig! Passend zum Tag der Abfahrt sollte der Frühling zwar wieder zurückkehren aber wir zitterten trotzdem ganz schön denn auf die Wettervorhersage ist ja nun mal nicht immer Verlass und wir hatten uns für diese 4 Tage viel vorgenommen…!
Aber die Wetterversprechungen traten tatsächlich ein und es wurden 4 traumhafte Tage mit ausschließlich Sonnenschein und strahlend blauem Himmel bei Frühlingshaften Temperaturen – wenn Engel reisen…! ;-)
Wir hatten im Laufe der Jahre schon viele nette Vermieter aber die Vermieterin dieser Ferienwohnung gehört definitiv auf Platz 1! Vielleicht liegt das auch am Drachentöter denn seine geheime Superkraft ist einfach dass ihn Leute immer direkt ins Herz schließen und einen Narren an ihm fressen…! Ein paar Tage vor unserer Ankunft wechselte man von mail auf WhatsApp und war ganz traurig dass wir nur mit Hund kommen und nicht auch mit unserer süßen Katze…! Bei unserer Ankunft Wartete bereits eine Flasche regionaler Wein und eine kleine Schachtel Pralinen auf uns! Und auch Gismo hatte ein tolles Hundebett und Näpfe aufgestellt bekommen…! Im Kühlschrank stand eine weitere Auswahl an verschiedenen Weinen zur Verfügung, die nach dem Prinzip „Minibar“ (aber zu normalen Preisen) genossen werden konnten…! Die Vermieterin war genauso nett wie per mail oder chat und gab uns noch ein paar Ausflugstipps für die nähere Umgebung, von denen wir auch einen umsetzten…!
Da wir sehr früh losfuhren, hatten wir noch sehr viel vom Tag übrig und schlenderten erst einmal ein wenig rum und schauten uns das Örtchen an! Anschließend fuhren wir noch einmal mit Otto los, erkundeten die umliegenden Weinberge und hielten immer wieder mal irgendwo an um die tolle Aussicht zu genießen und uns ein wenig die Beine zu vertreten! Den späten Nachmittag verbrachten wir dann auf unserer sonnigen Terrasse – natürlich mit einer Flasche Wein! Im Gegensatz zu mir trinkt der Drachentöter gern mal ein Weinchen aber dieser Wein schmeckte selbst mir und ich trinke normalerweise NIE Wein…!
Wir schliefen sehr gut und am nächsten Morgen lockte auch bereits die Sonne! Natürlich hatte ich im Vorfeld bereits reichlich Pläne, bezüglich Ausflugszielen geschmiedet (ich liebe das ja)! Der Drachentöter und ich waren schon ein paar Mal in der Region Eifel/Mosel/Hunsrück unterwegs (da sind die Grenzen ja fließend), allerdings immer komplett zum Wandern in der Natur, von Städten hatten wir uns immer fern gehalten…!
Mit Mama Engelchen wollten wir uns aber auch mal ein paar Ortschaften anschauen und ich plante die Ausflüge natürlich extra „Mama Engelchen“ freundlich, schließlich wollen wir noch gaaanz lange was von ihr haben…! Auf den Bildern sieht es tatsächlich nach hardcore Wanderungen aus aber ich schwöre dass wir die „Aufstiege“ diesmal zum großen Teil mit Otto gemacht haben und ich sehr darauf geachtet habe Mama Engelchen und klein Gisi nicht zu überfordern obwohl beide noch sehr fit sind…!
Unser erstes Ziel sollte Bernkastel-Kues sein denn darüber hatte ich viel gelesen und wunderschöne Bilder gesehen…! Zuerst setzten wir aber einen Tipp unserer Vermieterin in die Tat um und fuhren mit Otto hoch in die nahe gelegenen Weinberge, zur Wetterstation von Klüsserath! Was für eine gigantische Aussicht! Perfekt abgerundet mit ein paar Liegebänken und einer Weinstation! Das Ding war sehr cool! Man musste seinen Ausweis scannen, dann ging der Schrank auf und man konnte aus verschiedenen Weinen wählen! Gezahlt wurde in die Barkasse oder per PayPal! Außerdem befindet sich die Station auf dem Jakobsweg, der uns auf unseren Ausflügen ja immer wieder mal begleitet…!
Dann ging es ins 15 Kilometer entfernte Bernkastel-Kues und die Bilder im Netz haben nicht zu viel versprochen! Durch die Mosel ist das Örtchen mit seinen 6.700 Einwohnern quasi in zwei Teile geteilt! Auf der einen Flussseite sind die ganzen Hotels und Ferienwohnungen und auf der anderen Seite, am Fuß der Berge, liegt die „Altstadt“ die quasi ausschließlich aus kleinen, alten Fachwerkhäuschen besteht und einem das Gefühl gibt durch ein Märchen zu laufen! Kleine und liebevoll gestaltete Lädchen laden zum Stöbern ein – einfach toll!
Wir schauten uns alles ganz genau an und durchquerten die Altstadt in Richtung Berge denn natürlich hatte ich auch noch ein kleines Wanderhighlight für den Tag rausgesucht…! Ein kleiner, aber nicht zu anstrengender Anstieg in die Berge, führte uns nämlich zu einem tollen kleinen Wasserfall! Danach hatten wir uns eine kleine Stärkung verdient und genossen bei herrlichem Wetter, auf dem wunderschönen alten Marktplatz von Bernkastel-Kues, Eisbecher und Waffeln! Es war toll, die Sonne strahlte, es war unter der Woche, keine Ferien und deshalb auch kein Trubel – einfach perfekt!
Auf dem Rückweg fuhren wir noch an der Burgruine Landshut, die hoch über Bernkastel-Kues wacht, vorbei und statteten ihr einen spontanen Besuch ab bevor wir den Nachmittag auf unserer Terrasse mit Wein ausklingen ließen…!
Am nächsten Tag hatte Mama Engelchen dann Geburtstag und während sie mit Gisi draußen war, nutzten wir die Gelegenheit um den Frühstückstisch geburtstaglich zu schmücken! Ein kleiner Kuchen, Luftschlangen, Luftballons und Wunderkerzen wurden nämlich heimlich ins Gepäck geschmuggelt…!
Nach einem schönen Frühstück ging es dann ins 35 Kilometer entfernte Trier! Keiner von uns war zuvor in Trier gewesen und wir waren sehr gespannt! Zuerst ging es hoch zur Mariensäule, von wo aus man einen weiten Blick über Trier hat! Leider ist an der Säule wohl öfter mal Paselackentreffen und es lag einiges an Müll herum und mit Graffiti wurde auch nicht gegeizt…! Fazit: Mariensäule kann man machen – muss man aber nicht…!
In Trier selbst schauten wir uns viele berühmte Sehenswürdigkeiten an! Die Porta Nigra, die Liebfrauenkirche, den Markplatz und den Trierer Dom! Vor allem der Trierer Dom hatte es uns sehr angetan! Wirklich extrem beeindruckend! So viel Liebe zum Detail hab ich selten gesehen und so filigran gearbeitet! Man hätte Stunden im Dom verbringen und immer wieder neue Details entdecken können! Ich war auch sehr verwundert dass dort so viele morbide Figuren/Skulpturen zu sehen sind – es hat mir ausgesprochen gut gefallen…! Und auch der Innenhof mit dazugehörigem Friedhof und die Verbindungsgänge sind sehr beeindruckend und erinnern sehr an ein Kloster…! Dort hätte man problemlos „Der Name der Rose“ drehen können…!
Die Stadt selbst hat uns zwar gefallen, hat uns aber nicht umgehauen! Wir waren von der märchenhaften Kulisse in Bernkastel-Kues noch so überwältigt dass wir Trier nicht sooo viel abgewinnen konnten! Der Markplatz, mit seinen alten Fachwerkhäusern und dem Brunnen, ist schon toll und es gibt auch einige sehr schöne Fachwerkhäuser außerhalb des Platzes aber der Charme geht halt verloren wenn sich zwischen diesen Häusern z.b große kommerzielle Schuhgeschäfte befinden…! Fachwerkhaus – Fressbude, Fachwerkhaus – Schuhgeschäft, Fachwerkhaus - Handyladen usw…! Ne das hat uns nicht so gefallen! Es ist natürlich unfair eine Stadt mit 100.000 Einwohnern mit einem malerischen kleinen Örtchen mit 6.000 Einwohnern zu vergleichen aber das zeigte mir nur mal wieder dass große Städte halt einfach nichts für mich/uns sind…!
Mittlerweile wurde es auch ziemlich voll und eigentlich wollten wir, anlässlich des Geburtstages, noch richtig schön essen gehen aber das feeling stimmte in Trier einfach nicht! Kurzerhand beschlossen wir noch einmal nach Bernkastel-Kues zu fahren und uns dort ein richtig schönes, rustikales Restaurant zu suchen und natürlich wurden wir in dieser malerischen Kulisse auch schnell fündig…! Zum Nachtisch noch ein kleines Eis auf die Hand und während der goldenen Stunde ein kleiner Spaziergang am Moselufer – herrlich!
Am nächsten Tag war dann leider auch schon wieder Abreisetag aber vorher sollte es noch eine kleine Wanderung geben! Unser Ziel war das Gipfelkreuz am Aussichtpunkt des Calmont-Höhenweges, von wo aus man den schönsten Blick auf die Moselschleife hat! Der Drachentöter und ich waren 2023 schon einmal dort als wir mit Otto in der Eifel waren aber Mama Engelchen sollte diesen gigantischen Ausblick auch unbedingt zu sehen bekommen! Natürlich wählte ich diesmal, anders als 2023, eine kleine und humane Wanderroute aus…! Ich fürchte der Drachentöter will ab jetzt ausschließlich mit Mama Engelchen in den Urlaub fahren…! ;-) Anschließend machten wir uns gemütlich auf den Weg und waren am späten Nachmittag wieder zu Hause!
Es waren großartige 4 Tage, das Wetter war durchgehend super, wir hatten sehr viel Spaß und Mama Engelchen war begeistert! Der Urlaub war exakt so wie ich ihn mir vorgestellt und erhofft hatte!
Bilder gibt es natürlich auch:



























































































