Montag, 10. August 2026

Mit Otto im Hunsrück 2.0!

Vor ein paar Jahren waren wir bereits mit Otto im Hunsrück unterwegs und es war super! Deshalb stand auch schon länger fest dass wir definitiv wieder in den Hunsrück fahren wollten! Bereits im letzten Jahr arbeitete ich eine ausführliche Tour aus aber das Wetter spielte dann leider nicht mehr mit! Statt einer Woche Hunsrück gab es dann im letzten September nur noch 3 Tage Teutoburger Wald…!

Die Hunsrückpläne lagen jetzt also ein Jahr fertig ausgearbeitet in der Schublade und warteten nur noch darauf zum Einsatz zu kommen! Aufgrund der Hitze hab ich die Planung nur noch um 2 Badeseen erweitert und dann konnte es ganz entspannt losgehen…!

 Es war ein ganz toller Urlaub, auch wenn fast nichts so lief wie ursprünglich geplant…!

Es begann natürlich mit dem Wetter! Ich bin ja wirklich die Letzte die sich über Sommer und Hitze beschwert aber zum Wandern ist dieses Wetter ja absolut nicht mehr geeignet…!

Wir brachen zeitig auf denn wir mussten ja am verhassten Köln vorbei aber wir kamen tatsächlich ohne Stau durch! Nach 3 Stunden erreichten wir den Hunsrück und schauten erst einmal ob unsere 2 Lieblings-Otto-Stellplätze noch vorhanden sind (ja sie sind es)! Da am ersten Tag eh nie viel stattfindet und es natürlich knüppelheiß war, schauten wir dann auch direkt ob einer der Badeseen auch tatsächlich zum Schwimmen geeignet ist und waren sofort verliebt! Mit dem Auto lediglich ein paar Minuten von unserem Lieblingsstellplatz entfernt lag er da – der kleine idyllische Waldsee! Wir konnten unser Glück kaum fassen! Und das Beste: Es war kaum was los! Den Nachmittag verbrachten wir dann also direkt am See und gingen ausgiebig schwimmen – es war herrlich! Zurück am Stellplatz dann erst einmal eine Kleinigkeit kochen und den Tag ausklingen lassen – komplett allein…!

Das sollte übrigens die ganze Woche so bleiben und passiert äußert selten! Mindestens an einem Abend wird man nämlich eigentlich immer von weiteren Campern durch deren pure Anwesenheit genervt aber nicht in diesem Urlaub – es war fantastisch…!

Was nicht so fantastisch war das war die erste Nacht denn es war unfassbar heiß und wir haben nicht gut geschlafen…!

Das Frühstück im schattigen, einsamen Wald war noch herrlich denn es wehte ein angenehmes Lüftchen und wir ließen uns viel Zeit…! Da wussten wir noch nicht dass es der heißeste Tag der Woche werden sollte…! Wir ahnten schon dass meine Wanderpläne für diese Woche einfach nicht umsetzbar sein würden, suchten uns aber die leichteste und kürzeste Route von meiner Liste aus und starteten trotzdem einen Versuch…! Es ging in die Baybachklamm denn dort gab es viel Schatten und Wasser aber es war trotzdem unmöglich! Am ersten Highlight der Tour, einem tollen Aussichts-Pavillion, brachen wir die Tour dann ab denn es war einfach nicht möglich bei der Hitze zu Wandern…! Wir wollten einfach nur ins Wasser und verbrachten den Nachmittag dann wieder am Waldsee (was für ein Segen dass ich diesen See recherchiert hatte)! Trotz der unfassbaren Hitze war auch an diesem Tag wieder nicht viel los am See und wir verstehen es bis heute nicht…!

Gegen Abend beschlossen wir dann schön Essen zu gehen denn vor ein paar Jahren waren wir in einem tollen See-Caffee, welches aber neben Kuchen und Eis auch 1 Schnitzelgericht auf der Karte hatte! In diesem See darf man nicht schwimmen aber man kann sich Ruderbote mieten und es ist ganz toll dort! Zu diesem See fuhren wir dann also und stellten freudig fest, dass das Lokal zwar immer noch See-Caffee heißt, die Speisekarte aber mittlerweile um eine wirklich gute Auswahl an Hauptgerichten erweitert wurde! Dort saßen wir dann auf der See-Terrasse und aßen sehr lecker zu Abend…!

Währenddessen wurde es aber immer schwüler und der Himmel zog sich kräftig zu – Gewitter lag in der Luft! Zurück in unserem Wald, schafften wir es gerade noch so das Bett auszuklappen und mussten uns dann fluchtartig in Otto retten! Das Gewitter war kräftig, es gab ordentlich Wind, Blitz und Donnert und es schüttete wie aus Eimern! Nach 20 Minuten war allerdings alles vorbei! Es hatte sich kräftig abgekühlt, die Luft war herrlich und wir lüfteten erst einmal Otto ordentlich durch! Bis spät abends konnten wir draußen sitzen und die kühle Luft genießen! In dieser Nacht haben wir wirklich gut geschlafen…!

Am nächsten Tag sollte es wieder heiß werden, allerdings nicht ganz sooo heiß wie am Tag davor! Trotzdem stand fest dass Wandern auf keinen Fall in Frage kommen würde…!

Der Plan war: mit dem Auto die kleinen Dörfer erkunden, einen Bäcker und einen Metzger suchen und mal schauen was man sich in direkter so anschauen kann ohne sich viel bewegen zu müssen…!

Wir ließen uns wieder viel Zeit beim Frühstück, genossen den Wald und stellten dann fest dass Bäcker und Metzger in dieser Gegend schwieriger zu finden sind als Stiefeletten im August…! ;-)

Alles was es auf den Dörfern überhaupt gab, hatte nur vormittags geöffnet da es sich nicht lohnt die wenigen Einkaufsmöglichkeiten länger geöffnet zu lassen…! Als ich verzweifelt an einer Bäckertür rüttelte, erblickte mich aber zufällig der Verkäufer von der anderen Straßenseite aus und schloss extra für mich nochmal das kleine Bäckerlädchen auf! „3 Brote hab ich noch, ich kann die Kasse aber nicht mehr öffnen, geben sie mir einfach an Kleingeld was sie haben“ – super lieb (solche Erlebnisse hat man echt nur in der tiefsten Pampa)! Also hatten wir zumindest schon mal frisches Brot, auch wenn wir es eigentlich gern mit regionalen Wurstwaren gegessen hätten…!

Für den Rest des Tages war ich auf 2 Burgruinen gestoßen, die laut Internet mit dem Auto erreichbar sein sollten! Wir fuhren also zur Burg Grimburg, um dann vor Ort festzustellen dass die Ruine selbstverständlich nicht mit dem Auto erreichbar ist…! Also theoretisch wäre es zwar möglich gewesen aber es gab Verbotsschilder…! Der Weg war zwar nicht sehr weit, führte aber durch die pralle Sonne und ging zum Schluss noch ein Stück bergab! Jetzt waren wir aber schon mal dort, hoch oben im Hunsrück und wollten die Burg dann doch sehen (vom Burgturm aus sollte man nämlich einen der schönen Ausblicke über den Hunsrück haben)! Wir quälten uns also zur Burg und wurden auf dem Weg tatsächlich von einem Auto überholt (es gibt halt immer Idioten denen Verbotsschilder einfach scheißegal sind)! Wir wünschten den Insassen zwar einen ordentlichen Motorschaden aber leider blieb dieser Wunsch unerfüllt…! An der Burgruine ankommen, stellten wir dann fest, dass der Burgturm gesperrt war (also nix mit besonders schöner Aussicht)!

Das einzig Gute an dieser Tortur war, dass wir dadurch auf einen der schönsten und einsamsten Stellplätze ever gestoßen sind…! Die Stelle bis zu der man mit dem Auto fahren durfte war nämlich ein tolles, großes Plateau, extrem einsam, verlassen und hoch oben! Selbst mit weiteren Campern (die sich ja nicht zeigen sollten) wären wir blickgeschützt gewesen denn es gab dort eine kleine, hügelige Nische mit Bäumen die wie extra für Otto gemacht schien…! Ich hatte mich sofort in dieses einsame Plateau im Nirgendwo verliebt, der Drachentöter allerdings nicht denn er sah nur die Sonne und die Hitze und nicht das Potential dieses Plateaus…!

Da der Tag noch jung war, fuhren wir noch zur hübschen, kleinen Burgruine Sommerau, zu der man bis auf wenige Meter tatsächlich mit dem Auto ran kam…! Anschließend ging es natürlich zum Waldsee (der wieder sehr wenig besucht war) und ich schwöre dass es gezischt hat als wir ins Wasser gestiegen sind…! ;-) Dort fanden wir dann eine neue Freundin, eine sehr zutrauliche Libelle hatte nämlich einen Narren an uns gefressen, setzte sich auf meinen Bikini, meine Hand und auf des Drachentöters Bauch…!

Irgendwann ging es dann um die nächste Nacht und dem Drachentöter war natürlich klar dass ich am liebsten auf dem neu entdeckten Plateau schlafen wollte…! Laut meiner Einschätzung mit Sonnenstand und Bäumen sollte die Nische nämlich mittlerweile im Schatten liegen…! Also ließ sich der Drachentöter überreden auf dem Plateau zu übernachten und was soll ich sagen – Ich hatte mich ein bisschen verschätzt…! Zum Glück aber nur um ca. 1 ½ Stunden denn dann hatten wir in unserer Nische wirklich Schatten aber bis dahin kauerten wir uns mit unseren Stühlen in Ottos Schatten zusammen…! Ja mein Gott, ich hatte halt FAST Recht…! ;-)

Als der Schatten dann kam, war es einfach nur herrlich auf dem Plateau! Es herrschte eine leichte Brise und wir waren so allein wie selten zuvor…! Lange saßen wir an diesem Abend draußen, die Grillen zirpten und der Sternenhimmel war überwältigend…!

Geschlafen haben wir allerdings katastrophal denn es war unfassbar heiß…! Am nächsten Tag mussten wir dann auch zu unserer Powerbank greifen und uns selbst überbrücken denn in der Nacht hatten wir es mit der Klimaanlage übertrieben…!

An diesem Tag sollte es nach Kirn gehen und auf dem Weg dorthin fanden wir auch tatsächlich einen kleinen, geöffneten Metzgerladen und deckten uns endlich mit regionalen Wurstwaren und auch Wildschweinschinken ein!

Eigentlich stand bereits vor einem Jahr fest dass ich den Drachentöchter auf der Kyrburg groß zum Essen ausführen wollte! Auf der herrlichen Burgterrasse, mit einem tollem Ausblick auf Kirn und den Hunsrück mit anschließendem Whisky-Tasting! Tja aber dann schlug unser „Fluch“ wieder einmal zu denn kurz vor Urlaubsbeginn vergewisserte ich mich nochmal über die Öffnungszeiten des Burgrestaurants und erfuhr: „Wir gönnen uns eine Auszeit“! Eine Auszeit sei jedem gegönnt aber warum denn ausgerechnet in den 2 Wochen unseres Urlaubs?? – wir sind eindeutig verflucht…!

Egal, wir wussten es zum Glück vorher und fuhren trotzdem nach Kirn denn dort gab es auch so einiges zu sehen! Der neue Plan war nämlich: Durch die historische Altstadt mit den Fachwerkhäusern schlendern und am historischen Marktplatz, direkt am „Drachentöter-Brunnen“ ein großes Eis essen…! Die Altstadt ist auch wirklich schön aber die Eisdiele hatte an diesem Tag selbstverständlich ihren Ruhetag!! Unglaublich, oder?!?! In einer Nebenstraße fanden wir dann aber ein kleines Caffee welches auch ein paar Eisbecher im Sortiment hatte…!

Anschließend statteten wir der „Riesenbank“ über Kirn einen Besuch ab und fuhren doch noch hoch zur Kyrburg (so nach dem Motto „Das wäre ihr Preis gewesen“)! ;-) Ursprünglich wollten wir die Riesenbank und die Burg zu Fuß erwandern aber vom Wandern hatten wir uns bei den Temperaturen ja schon längst verabschiedet…! Schön war es trotzdem!

Auf dem Weg zurück in die „Basisregion“ machten wir noch einen Abstecher denn der Drachentöter las zufällig von der „Schinderhannes-Tränke“ und für regionale Sagen, Geschichten und Legenden bin ich ja immer sehr zu begeistern…! Sehr abgelegen in den Bergen des Hunsrück, steht nämlich die Schinderhannes-Tränke, eine Quelle um Wanderer zu erfrischen und sie führte trotz wochenlanger Trockenheit tatsächlich noch Wasser…! Und die Überraschung: Sie befindet sich an einem großen, sehr abgelegenen Wanderparkplatz umgeben von Bergen und ist der Startpunkt eines Premium-Wanderwegs! Aus diesem Grund würde ich mal schätzen dass man dort nie allein stehen wird aber abgespeichert haben wir uns diesen Platz natürlich trotzdem (besser haben als brauchen, oder?)! ;-)

Ich konnte dann trotz der Temperaturen auch einfach nicht anders denn direkt am Startpunkt des Wanderwegs führte ein Führungsseil hinauf auf den Gipfel eines Berges und das war einfach zu verlockend…! Führungsseil oder Steigeisen bedeutet „Schwierigkeitsgrad 3“ aber der Ausblick lohnt sich eigentlich immer sehr! Oben angekommen war ich einfach nur überwältigt denn so etwas Schönes hab ich selten gesehen! Ein gigantischer Blick über die bewaldeten Berge des Hunsrück und in der Mitte die Ruinen eines keltischen Dorfes – WUN-DER-SCHÖN! Selbst der Drachentöter wollte sich diesen Anblick nicht entgehen lassen und griff dann auch beherzt zum Führungsseil…! Dieser Abstecher hat sich sowas von gelohnt…!

Am späten Nachmittag waren dann wieder an und in unserem Waldsee und weil wir an diesem Tag so spät dran waren, war noch weniger los als die Tage vorher eh schon - einfach nur toll!

Und auch auf unserem neu entdeckten Plateau hatten wir schon fast Schatten! In dieser Nacht haben wir dann auch deutlich besser geschlafen…!

Am nächsten Tag wurde es dann endlich deutlich kühler und es herrschte ein schöner Wind…! Wir beschlossen dass das ein Tag war an dem man tatsächlich mal eine der Wanderungen in Angriff nehmen konnte…! Es ging also wieder nach Kirn denn ich wollte unbedingt in die „Kirner-Dolomiten“! Die Dolomiten sind eine Felsenkette, die aus bis zu 30 Meter hohe Quazitfelsen bestehen und hoch in den Bergen über dem Nahetal aufragen! Und wir konnten die geplante Wanderung tatsächlich komplett laufen – es war toll!

Und da das mit dem Essen auf der Kyrburg wegen unseres Fluchs ja nicht geklappt hat, lud ich den Drachentöter an diesem Tag dann doch noch zum Essen ein und zwar auf einer ganz entzückenden Almhütte die ich in der Nähe unseres Plateaus entdeckt hatte (und sie hatte tatsächlich geöffnet)! ;-)

Dies war der einzige Tag der Woche an dem wir tatsächlich nicht im Waldsee schwimmen waren denn es war gegen Abend richtig angenehm und wurde in der Nacht tatsächlich sogar etwas frisch (was man zur Zeit halt so als frisch empfindet)! ;-)

Am nächsten Tag sollte es zwar auch noch kühler bleiben aber wir machten uns nach dem Frühstück trotzdem auf den Weg nach Hause…!

Auch wenn sehr viel nicht so gelaufen ist wie es eigentlich geplant war, so war es ein ganz toller Urlaub! Mehr Sommerurlaub geht auch nicht, oder?! ;-) Und dadurch dass wir so viel umplanen mussten oder einfach spontan entschieden haben, fühlte sich dieser Otto-Urlaub irgendwie ganz besonders nach „Freiheit“ an! Auch die Tatsache dass wir wirklich immer komplett einsam stehen konnten hat dieses Gefühl natürlich noch verstärkt…! Vielleicht sollte man (ich) Dinge einfach öfter mal einfach auf sich zukommen lassen…! 

Der Urlaub war aber auch sehr anstrengend und hat selbst mich Sommer-Junkie ordentlich in die Knie gezwungen…!

Wir haben uns jetzt jedenfalls richtig doll in den Hunsrück verliebt und der nächste Besuch ist schon geplant…!

Natürlich gibt es wie immer auch viele Fotos:

https://youtu.be/6wueLrqpom8 

Freitag, 24. Juli 2026

Die neuen Italienerinnen!

Es gibt endlich mal wieder einen Blogeintrag außerhalb vom Monatsrückblick oder den Otto-Touren denn über eine Sache möchte ich ausführlich berichten!

 Es gibt nämlich mal wieder Zuwachs in der Mädels-WG!

Helgas und vor allem natürlich Uschis Tod, haben nämlich eine große Lücke im Stall und in unseren Herzen hinterlassen und zusätzlich tat uns Lilo so leid! Ihre einzigen beiden Freundinnen in einer Woche verloren zu haben war wirklich schwer mit anzusehen…!

Außerdem bin ich ja großer Haubi-Fan und fand es total toll dass wir mit Lilos Einzug genauso viele Haubis wie andere Rassen hatten…! Haubis sind einfach toll! Nicht nur dass sie sehr schön anzuschauen sind, sie sind vom Charakter her auch einfach super! Es sind einfach extrem soziale und friedvolle Hühner, die einfach keinen Stress untereinander mögen und sehr ausgeglichen sind…!

Lilos Schicksal ging mir nicht aus dem Kopf und eigentlich war es auch gar nicht geplant dass wir uns so schnell ein paar neue Mädels anschaffen würden aber dann kam es anders…! Ich streckte einfach mal halbherzig meine Fühler aus und stieß direkt auf ein 5 Monate altes Schwesternpaar dass ein neues zu Hause suchte! Und ich war sofort schockverliebt denn es handelte sich auch noch um Haubenhühner!! Zwar nicht um holländische Haubenhühner sondern um Paduaner (italienische Haubenhühner) aber halt Haubis…!

Das war Schicksal, oder?! Schnell stand also fest dass wir diesen beiden Mädels ein neues zu Hause geben wollten! Eine Woche später sollten sie bei uns einziehen und ich freute mich die ganze Woche darauf!

Der Drachentöter war arbeiten, also fuhr ich mit meiner besten Freundin los um die Damen abzuholen! Am Ort des Geschehens angekommen bekam ich erst einmal einen kleinen Schock denn die Mädels waren riesig! Es war zwar nie die Rede davon, aber naiv wie ich scheinbar bin, war ich irgendwie davon ausgegangen dass es sich um ZWERG Paduaner handelt…! Dem war aber nicht so und ich stand vor 2 richtig großen Raptoren…! In unserem Hühnerverein und auch sonst kenne ich wirklich niemanden der große Paduaner hält oder züchtet, deshalb war ich gar nicht auf die Idee gekommen dass es sich NICHT um Zwerge handeln könnte…! Aber egal, wir haben ja Platz und ein paar große Eier mehr können ja schließlich auch nicht schaden, oder?! ;-)

Gehalten wurden die beiden in einem schicken Wohngebiet mit kleinen Eigenheimen, zusammen mit anderen Hühnern und Laufenten! Das Haus war ein Mehr-Generationen-Haus, ähnlich wie bei uns und man lebte dort zusammen mit der Mitte 60 jährigen Mutter! Diese nahm mich direkt ins Kreuzverhör (es fehlte nur noch die blendende Schreibtischlampe im Gesicht) und ich wurde mit unzähligen Fragen gelöchert! „Wie lange habt ihr schon Hühner?“ Wie viel Platz habt ihr?“ „Haben die bei euch genug Auslauf und können auf die Wiese?“ „Warum wollt ihr die beiden haben?“ „Warum sind Helga und Uschi gestorben?“ -diese Frau war ganz schön patzig und übergriffig…!

Als ich ihre Fragen (scheinbar) zu ihrer Zufriedenheit beantwortet hatte und die Italienerinnen aus dem Stall geholt wurden, wusste ich auf einmal warum die Frau so merkwürdig war denn sie fing tatsächlich an zu weinen! „Bitte kümmert euch gut um die beiden, es fällt mir so schwer sie abzugeben aber sie vertragen sich absolut nicht mit unseren Seidenhühnern und werden hier nur gemobbt, wir können sie nicht behalten“! Das war sooo rührend dass mir tatsächlich auch ein Tränchen ins Auge geflossen ist und ich versprach dass die beiden bei uns ein gutes „für immer zu Hause“ haben werden und ich sie auch gerne auf dem Laufenden halten kann! Das beruhigte sie dann und schweren Herzens durfte ich „Marie“ und „Lina“ dann auch mitnehmen…!

Eigentlich hatte ich mir bereits eine Woche lange coole Namen für die Italienerinnen überlegt und die engere Auswahl lag bei Canneloni und Calzone aber ich brachte es dann nicht mehr übers Herz die beiden umzutaufen, vor allem weil Marie auch tatsächlich ein bisschen auf ihren Namen reagiert…! Die beiden bleiben jetzt halt einfach Marie und Lina…!

Und man muss sagen dass die Vorbesitzer wirklich richtig gute Arbeit geleistet haben denn die beiden sind extrem Menschenbezogen, zutraulich und richtig anhänglich!

Zu Hause ging es natürlich erst einmal für ein paar Tage in den separaten Eingliederungs-/Quarantänebereich, so dass die anderen sie zwar sehen und riechen aber nicht erreichen konnten…!

Normalerweise sind neue Hühner die ersten Wochen sehr eingeschüchtert, scheu und ziehen sich bei unserem Erscheinen in die hinterste Ecke zurück aber nicht die furchtlosen Italienerinnen! Jedes Mal wenn wir in den Stall kamen, rannten sie auf uns zu und wollten durch das Gitter zu uns – das haben wir so noch nie erlebt! 

 

 
 
Ich schickte den Vorbesitzern dann direkt auch noch ein kleines Video von unserem Garten, der Hühnerwiese, dem Auslauf und dem Stall und sie bedankten sich überschwänglich dafür und waren dann komplett beruhigt und zufrieden…!

Gar nicht zufrieden mit der Gesamtsituation waren allerdings Marie und Lina! Sie wollten vom ersten Tag an am liebsten rüber zu den anderen und schrien wirklich tagelang durch! Wie Nebelhörner hörten wir sie schon von Weiten durch die geschlossene Stalltür! Der Drachentöter taufte sie deshalb „Die Todestrompeten von Jericho“! Die sind aber auch laut – meine Fresse…! Die beiden zusammen sind lauter als wenn unsere 8 Mädels gemeinsam den „Eieralarm“ starten…!

Am Tag nach dem Einzug mussten wir aber erst einmal ran denn die beiden hatten dringend einen Sommerhaarschnitt nötig  um die Welt überhaupt richtig sehen zu können…! Dabei fanden wir dann heraus dass die beiden noch viel zutraulicher und zahmer sind als erwartet, es sind richtige Kuschelhühner mit wirklich null Berührungsangst – richtig großes Kino!

 



 

Nach 5 Tagen Schreierei hielten wir es dann nicht mehr aus und wagten die Zusammenführung (normalerweise warten wir damit mindestens 7 Tage) denn es war unerträglich! Und was soll ich sagen? – Es klappte wie am Schnürchen…! Noch nie hat eine Eingliederung so Bilderbuchmäßig geklappt! Ein paar Hiebe von Kurt und von 2 anderen Mädels (aber nichts Dramatisches) und nach nur einem Tag war die Sache erledigt! Besser hätte es wirklich nicht laufen können und so super hat noch keine Eingliederung geklappt…!

 


 

Und obwohl die beiden Schwestern unzertrennlich sind und noch dazu eine ganz andere Größe haben, haben sie sich mit Lilo angefreundet! Der Plan ist also tatsächlich aufgegangen und Lilo hat jetzt wieder 2 Freundinnen…!

 


Aber auch mit den anderen Mädels und mit Kurt herrscht Harmonie – richtig toll!

 


 

Allerdings glaube ich dass wir von den Vorbesitzern richtig dreist verarscht wurden! Ich kann mir nämlich absolut nicht vorstellen dass sie in ihrer Schaar absolut nicht integrierbar waren, vor allem weil es sich bei den „Mobbern“ und Seidenhühner gehandelt haben soll…! Seidis und Haubis gehören nämlich zur selben Familie, verstehen sich deshalb von Natur aus schon sehr gut und Seidis sind sogar noch eine Nummer friedlicher und sozialer als Haubis…!

Mittlerweile glauben wir dass sie die beiden abgeben mussten weil die einfach so scheiße laut sind…! In dem engen Wohngebiet waren die Nachbarn bestimmt nicht begeistert von italienischen Todestrompeten…! Mittlerweile fühlen sie sich bei uns aber richtig wohl, genießen ihr Leben auf der Wiese und schreien kaum noch! Zumindest nicht aus Frust aber wenn sie uns sehen dann kommen sie tatsächlich auf uns zu gerannt und schreien vor Freude…!

Eier legen sie übrigens auch schon! Direkt am zweiten Tag bekamen wir ein Begrüßungs-Ei präsentiert und seitdem sind sie wirklich gut dabei…!

 

 

Ob sich an der Größe noch was ändert das wird sich zeigen denn die beiden sind ja erst 5 Monate alt und noch nicht so lange im Eier-Geschäft…! Zur Zeit legen diese riesigen Hühner jedenfalls deutlich kleinere Eier als die deutlich kleineren Haubis…!

Sie sind beide super zahm aber Marie (mit der helleren Haube) ist noch ein kleines bisschen zahmer als Lina…!

Ich hoffe dass wir viele Jahre Freude mit unseren neuen Kuschel-Mädels haben werden denn sie sind einfach toll! 


 

Sonntag, 5. Juli 2026

Juni!

Ein Monat der Extreme! Nicht nur was das Wetter angeht sondern auch der Gefühle! Der Juni war eine Achterbahnfahrt…!

Er begann kühl und regnerisch und dieses Wetter hielt sich eisern über 2 Wochen, also die komplette erste Monatshälfte…! 

Symbolbild für die erste Junihälfte:

 

Am 1. Juni gab es die erste Achterbahn der Gefühle! Nach 6 Jahren Büro ist diese schöne Zeit jetzt endgültig vorbei! Es hätte anders kommen können aber vermeintliche Kollegen stellten persönliche Befindlichkeiten leider über das Allgemeinwohl…! Danke für nichts…!

Das ehemalige Büroteam traf sich im Garten der Drachentöters für eine schöne aber auch wehmütige Abschiedsrunde!

 

Ab jetzt heißt es für den Drachentöter also wieder fahren! Keine geregelten Bürozeiten und freie Wochenenden mehr! Ab jetzt ist wieder Schichtdienst und Wochenendarbeit angesagt – wir könnten beide einfach nur kotzen…! Vor allem weil es anders sein könnte…!

An der Gemüsefront läuft es auch sehr schlecht! Aufgrund der Kühle wollte nichts wirklich wachsen und das was wuchs, wurde von den unzähligen Schnecken fast- oder vollständig vernichtet denn für die war der ständige Regen ein Segen…! Ich werde dieses Jahr sehr wenig ernten, so wenig wie noch nie…!

An der Lilo-Front lief es aber sehr gut! Das alte Mädchen wurde nach 1 ½ Wochen komplett zu den anderen gelassen! Erst gab es intensive aber harmlose Kämpfe mit Helga…

 


 

… aber dann wurden sie sogar dicke Freunde (womit wir echt nicht gerechnet hatten)! Und auch mit Uschi freundete sich Lilo an…! Die 3 wurden zu einem süßen Dreamteam!

 



Als der Regen endlich weniger wurde, kam ich tatsächlich noch dazu ein wenig mit „Projekt grün“ weiterzumachen denn unser Kellergeländer war mehr als überfällig…!

 


 

Dann kam des Drachentöters Geburtstag und dieser wurde in kleiner Runde gefeiert!

 Geburtstags T-Shirt:

 

 

Und ich zauberte einen ganz besonderen Kuchen und habe mich dabei selbst übertroffen (ja für diesen Kuchen darf ich mich durchaus selbst loben)! Er sah nicht nur toll aus sondern schmeckte auch super lecker!

 Unser Garten:

 


Dann wurde das Wetter endlich besser und unser Urlaub stand an!

 




Was ich aber nicht erzählt hatte: Ein paar Tage vor unserem Urlaub bekam Uschi mal wieder eine Erkältung (kein Wunder bei dem Wetter) und auch die anderen Mädels hatten fast alle einen Schnupfen! Bei Uschi haute die Erkältung aber wieder voll rein…! Hühnern (oder Vögeln allgemein) Medikamente zu verabreichen ist wegen der blöd sitzenden Luftröhre eine komplizierte Sache und ich wollte und konnte das hier niemandem auf die Schnelle zumuten oder beibringen…! Also fragte ich unsere Tierärztin ob sie Uschi für eine Woche zu sich nehmen könnte/würde denn auf unseren Urlaub wollten wir nicht verzichten und sie sagte sofort zu - ich liebe unsere großartige Tierärztin einfach!! Während wir in die fränkische Schweiz fuhren, fuhr Uschi also auf einen Bauernhof…!

An unserem ersten Morgen in Franken gab es dann eine traurige Nachricht! Helga lag tot im Stall! Sie hatte ein paar Tage vorher zwar mit einem Windei gekämpft aber sie ist es dann doch noch losgeworden…! Wir wissen nicht was mit Helga los war und warum das so schnell ging und quasi aus heiterem Himmel passierte! Besonders alt war sie auch nicht…! Manchmal ist das halt einfach so…! Eine traurige Sache, vor allem weil sie sich so gut mit Lilo angefreundet hatte! Lilo wich auch nicht von ihrer Seite und blieb neben der toten Helga sitzen – wirklich berührend…!

Dann kamen wir wieder nach Hause und ich rief noch am selben Tag bei unserer Tierärztin an um zu fragen wie es Uschi geht und wann ich sie abholen kann! Aber dann erhielt ich die nächste traurige Nachricht denn Uschis Erkältung war diesmal einfach zu stark und sie hat es nicht geschafft…! Es war aber gut dass sie bei unserer Tierärztin war denn diese sah eines Abends  spät noch einmal nach ihr und bemerkte dass Uschi bereits blaue Lappen hatte! Sie hat sie dann eingeschläfert, bevor sie qualvoll erstickt wäre! Wäre sie bei uns zu Hause gewesen dann wäre das definitiv passiert…!  

8 Jahre war Uschi bei uns, sie war unser absoluter Liebling und ein ganz besonderes Hühnchen! Wir haben sie im Garten begraben und sie schaut uns jetzt vom Himmel aus zu! 

 

Sie fehlt uns wirklich ganz doll…!

 


 


2 Todesfälle innerhalb einer Woche hatten wir auch noch nicht…! Und die arme Lilo hat innerhalb einer Woche ihre beiden einzigen Freundinnen verloren…! Jetzt muss sie versuchen eine andere Freundin zu finden aber die anderen halten leider nicht so viel von ihr…!

Trotzdem fühlt sie sich bei uns extrem wohl, es macht richtig Spaß sie dabei zu beobachten wie sie aufblüht und ihr Leben im Hühnerparadies genießt…! Sie ist die letzte die abends ins Bett geht weil sie die Wiese so sehr liebt und hat angefangen richtig viele Eier zu legen! Sie ist ja auch schon 6 Jahre alt und hat in ihrem alten zu Hause wohl nur noch selten mal ein Ei gelegt! Uns beglückt sie mittlerweile fast täglich mit einem Ei!

 

 

Sie wird auch immer zutraulicher und läuft nicht mehr panisch vor uns weg! Wir sind richtig vernarrt in sie und hoffen dass sie noch ein paar tolle Jahre bei uns verbringen wird…!

 

 

In der zweiten Junihälfte kam dann die Gluthitze und die war wirklich übel! Die Temperaturen kletterten auf 39 Grad und das war wirklich heftig! Aber nicht nur wir litten, sondern auch die Tiere! Snow legte sich zumindest zeitweise auf ein nasses Handtuch und wurde ansonsten mit viel kalter Katzensuppe versorgt…!

 

 

Die Mädels bekamen viel Eis mit gefrorenem Obst und Gemüse gereicht!

 




 

Die Mädels taten mir besonders leid denn Hühner kommen mit Kälte viel besser klar als mit Hitze…!

Wir sind sooo froh dass wir den Pool haben denn ohne ihn war es echt nicht auszuhalten…! Die Wassertemperatur kletterte tatsächlich bis auf 32 Grad rauf – sowas haben wir noch nie erlebt…! Über Tage war der Pool unser Dreh- und Angelpunkt…! 

 


 


 

 

Die Hitze war wirklich schlimm und viel zu krass! Aber auch wenn mich jetzt alle für verrückt erklären: Stellt man mich vor die Wahl zwischen grauem, nassen Winter und dieser Gluthitze dann würde ich mich für die Gluthitze entscheiden…!

Jetzt ist die Hitze scheinbar erst einmal vorbei!

Mal schauen wie der Juli so wird! Hoffentlich wird er nicht so turbulent wie der Juni…!

Montag, 22. Juni 2026

Mit Otto (mal wieder) in der fränkischen Schweiz!

Der erste, richtige Otto-Urlaub stand an und wir haben lange überlegt wo es hingehen soll!

Eigentlich wollte ich mal an einen völlig neuen Ort fahren aber die Verlockung wieder in unsere Lieblings-Ottoregion zu fahren war einfach zu groß! Zum ersten Mal würden wir dann nämlich in der fränkischen Schweiz sein ohne dass auch nur irgendein Bundesland Ferien hat…!

Der Urlaub war sehr turbulent denn von schön, über ärgerlich, traurig und einfach phantastisch war alles dabei! Über das Traurige werde ich jetzt nicht berichten denn das gehört hier nicht hin aber ich werde im Monatsrückblick darauf eingehen…! Auch was das Wetter angeht war von allem (und auch von allen denkbar möglichen Temperaturen) was dabei…!

An einem Sonntag fuhren wir los und unser Ziel war das geliebte Plateau, welches wir vor ein paar Jahren zufällig entdeckt hatten! Letztes Jahr konnten wir dort nicht stehen weil einfach zu viel los war bzw hätten wir es zwar gekonnt aber wir möchten ja wenn möglich unbedingt alleine sein…!

Dieses Jahr kamen wir am frühen Nachmittag an und es war außer uns niemand dort! Um uns nach 5 Stunden Fahrt ein wenig die Beine zu vertreten, liefen wir noch das kurze Stück zum „Adlerstein“! Es war meist bewölkt und 18 Grad warm! Gegen Abend kam dann aber noch die Sonne raus und es gab einen fantastischen Sonnenuntergang! Allerdings wurde es auch kalt, man brauchte einen dicken Pulli und selbst der Drachentöter verlangte nach Tee mit Rum…!

Und dann geschah es! Ziemlich spät, so dass wir nicht mehr damit gerechnet hatten, tauchten tatsächlich noch andere Camper in einem großen, gelben Bulli auf und zwar direkt zu viert! Meine Laune sank direkt stark ab, rutschte dann aber noch in den Minusbereich als diese Camper nach einer halben Stunde völlig selbstverständlich eine riesige Feuerschale auspackten und auch völlig selbstverständlich ein gigantisches Feuer entfachten…! Genau wegen solcher Leute sind Wildcamper so unbeliebt! Hätten wir nicht im wahrsten Sinne des Wortes schon einen im Tee gehabt dann wären wir wieder gefahren denn mit solchen Leuten wollen wir auf keinen Fall in Verbindung gebracht werden…!

Ansonsten waren die 4 Camper zwar nicht Scheiße, sie hatten keine laute Musik an sondern unterhielten sich nur und saßen am Feuer! Aber sie waren halt da und hatten tatsächlich ein riesiges Feuer entfacht…! Die Nacht war ziemlich kalt und ohne Standheizung ging es nicht! Der neue Tag startete sonnig und nach dem Frühstück sind wir direkt aufgebrochen denn wir wollten von den Feuerteufeln weg…!

An diesem Tag ging es ins nahe gelegene „Klumpertal“ denn durch dieses Tal wollte ich schon längst mal wandern! Leider ist das Klumpertal ein sehr bekanntes und beliebtes Wanderziel, weshalb wir es bisher auch noch nicht besucht hatten! Aber dieses Jahr waren ja keine Ferien und es war unter der Woche – also perfekt für eine Wanderung durch das Tal! Das Klumpertal ist super schön, es gibt viele außergewöhnliche Felsformationen und auch der Drachentöter war begeistert! Da es sich um ein Tal handelt, gibt es nämlich keine nennenswerten Steigungen, sondern es gleitet in sanften Hügeln dahin…! Die Tempaturen stiegen wieder auf 18 Grad und irgendwann waren auch die letzten Wolken verschwunden und die Eidechsen kamen raus – es war perfektes Wanderwetter! Außerdem ging der Plan voll auf denn bis auf 3 Rentnerpärchen sind wir während der gesamten Wanderung Niemandem begegnet…!

Und dann stimmte auf einmal die Wanderroute nicht mehr und das Internet fiel immer wieder aus! Wir kamen vom richtigen Wanderweg ab und haben uns kräftig verlaufen (das ist uns schon seit Jahren nicht mehr passiert)! Wir fanden zwar den Weg zurück zu Otto, allerdings viel länger als geplant und dann wurde er aufgrund des Umweges doch noch ziemlich beschwerlich …!

Aber: Durch unseren ungeplanten Umweg fanden wir zufällig einen versteckten und sehr abgelegen Wanderparkplatz im Wald! Wir waren sofort begeistert und nahmen uns vor diesen auch bald für eine Übernachtung zu testen! So hatte unser Irrweg doch noch etwas Gutes hervorgebracht…!

In dieser Nacht wollten wir aber nochmal auf unserem Plateau übernachten und zwar alleine!! Als wir am späten Nachmittag wieder dort ankamen, sahen wir aber schon von weitem einen gelben Bulli denn die Feuerteufel waren tatsächlich noch dort! Wat für ne Kacke! Na ja, in Franken mangelt es uns nicht an geeigneten Plätzen (auch ein Grund warum wir so gern dort sind) und wir beschlossen zum Wanderparkplatz „Rehrettung“  zu fahren! Dieser Platz heißt nicht wirklich so aber wir nennen ihn so da ich dort vorletztes Jahr einen Bauern auf ein Rehkitz im Kornfeld hingewiesen habe und dann auf seinem Mähdrescher mitfahren durfte…!

Wir fuhren also zum Wanderparkplatz „Rehrettung“ und sahen dass es diesen aktuell nicht gibt! Dort standen Bauzäune und kleine Bagger denn der Parkplatz wird dieses Jahr neu gemacht – das konnte doch echt nicht wahr sein…! Na ja, wir hatten ja ganz aktuell einen tollen, neuen Platz entdeckt und zu diesem fuhren wir dann zurück! Es hört sich jetzt so an als ob wir stundenlang durch die Gegend gefahren sind aber dem war nicht so denn all diese Orte liegen ziemlich dicht zusammen (Maximal 15 Minuten mit dem Auto)!

Und so verbrachten wir die zweite Nacht dann direkt auf dem neu entdeckten Wanderparkplatz am Klumpertal und waren endlich komplett allein – es war toll! Allerdings war die Nacht fürchterlich kalt, noch kälter als die erste Nacht und wir tranken wieder viel Tee und  mussten die Standheizung 3x laufen lassen…! 

Der nächste Morgen war grau aber es zeigte sich schon dass der Tag drückend schwül werden würde und das wurde er dann auch! Drückend schwüle 23 Grad, was daran lag dass immer mal wieder ein gaaanz feiner Sprühregen einsetzte…! Wir beschlossen uns erst einmal mit regionalen Wurstspezialitäten einzudecken und mit dem Auto ein wenig die Gegend zu erkunden in der wir bisher noch nicht gewesen sind…! Zufällig stießen wir dabei auf die Burgruine Neideck und die hatte ich schon seit Jahren auf meiner Liste stehen…! Spontan beschlossen wir dann zur Ruine aufzusteigen denn mittlerweile war abzusehen dass der Sprühregen immer nur eine Sache von 15 Minuten war…! Der Aufstieg war nicht lang aber dafür sehr knackig (man kommt nur zu Fuß und durch den Wald zur Ruine hoch)!

Anschließend waren wir ziemlich erledigt aber es war toll und langsam kam auch die Sonne raus! Wir beschlossen dann noch Essen zu fahren und zwar ins „Naturfreundehaus“! Eigentlich wollten wir das am Vortag schon machen aber selbstverständlich hatte das Restaurant da Ruhetag (unser ewiger Fluch)! Dieses Restaurant haben wir letztes Jahr entdeckt und es ist traumhaft schön dort! Es liegt oben auf einem Berg, hat eine wunderschöne Terrasse mit tollem Blick über die Berge, allerdings kann man es nur zu Fuß erreichen! Man kann zwar mit dem Auto den Berg hochfahren, das letzte Stück muss man aber durch den Wald laufen um zum Restaurant zu kommen…! Aber das ist es einfach wert denn das Restaurant ist einfach nur toll und das Essen sehr lecker! Auch der Drachentöter war sofort dafür zu begeistern…! Und so verbrachten wir den frühen Abend doch noch in der Sonne, mit leckerem Essen und einer wunderschönen Aussicht…!

Anschließend wagten wir noch einen Versuch auf unserem Plateau und der verhasste, gelbe Bulli war endlich weg!! Es wurde ein phantastischer Abend und absolut nicht kalt! Wir schauten einem Greifvogel zu wie er im Tal Mäuse fing, lauschten dem Zirpen der Grillen (mein absolutes Lieblingsgeräusch) und es gab wieder einen tollen Sonnenuntergang! Und als es dunkel wurde, da kamen sie tatsächlich raus – Glühwürmchen!!!

Ich hatte schon ein bisschen darauf gehofft denn der Platz und die Zeit waren perfekt! Glühwürmchen leuchten nämlich nur während der Paarungszeit zwischen Mitte Juni und Anfang August und leben nicht in Wäldern sondern bevorzugen Lichtungen mit Gestrüpp, Büschen und Sträuchern…! Vermutlich hätten sie sich am ersten Abend schon gezeigt wenn die Feuerteufel nicht gewesen wären…!

Wir saßen bis spät in die Nacht draußen und genossen das Glühwürmchen-Kino und es war soooo wunderschön! Übrigens kann man sich sogar mit ihnen unterhalten, sie reagieren nämlich auf das schnelle an- und ausknipsen einer kleinen Taschenlampe oder auf das glimmen einer Zigarette…! Wir konnten uns kaum von ihnen losreißen denn Glühwürmchen-Kino kriegt man schließlich nicht oft geboten (wir hatten das in all den Otto-Jahren vorher erst 2x erlebt) aber irgendwann siegte doch die Müdigkeit…!

Nachts musste ich irgendwann zum Pipi-machen raus und sah direkt über uns ganz deutlich die Milchstraße! Es war so wunderschön! Neben Otto befand sich in einem gigantischen Sternhimmel auch noch der große Wagen und ich hätte ewig in den Himmel schauen können…! Und dann sah ich auch noch eine Sternschnuppe! Es war eine so fantastische, fast magische Nacht! Wenn jetzt noch ein Einhorn des Weges gekommen wäre - es hätte mich nicht überrascht…! ;-)

Gefroren haben wir in dieser Nacht nicht ansatzweise und bereits am frühen Morgen knallte die Sonne wolkenlos vom Himmel…! Uns war klar dass das leider die letzte Nacht auf dem Plateau gewesen war denn ab jetzt sollte es immer heißer werden und auf dem Plateau gibt es keinen Schatten…! Für solche Orte muss einfach alles stimmen denn es darf nicht zu kalt aber auch nicht zu heiß sein…!

Es wurden an diesem Tag schwüle 25 Grad und wir beschlossen nicht zu wandern! Stattdessen deckten wir uns nochmal mit regionalen Köstlichkeiten ein und machten eine Otto-Spritztour! Hin und wieder hielten wir an um uns kleine Örtchen anzuschauen und landeten letztendlich in Egloffstein, einem zauberhaften, mittelalterlichen Örtchen auf und um einen Berg, voller Fachwerkhäuser und einer Burg! Am Fuße des Berges entdeckten wir das Mühlencaffee, wo wir dann auch einkehrten und zwei sehr leckere Eisbecher aus hausgemachten Eis verputzten…!

Geschlafen haben wir in dieser Nacht wieder einsam auf unserem neu entdeckten Wanderparkplatz und diesmal war es nicht kalt sondern sogar so warm dass wir nachts statt der Standheizung das Gebläse laufen lassen mussten (Fenster auf ist wegen des Drachentöters Anziehungskraft auf Mücken keine so gute Idee)!

Am nächsten Tag sollten es 30 Grad werden aber zumindest war es nicht mehr schwül sondern nur noch heiß…! Klar dass Wandern nicht mehr in Frage kommen würde! Aber darauf waren wir seit Tagen eingestellt und wir hatten deshalb vor den Tag am See zu verbringen! Letztes Jahr entdeckten wir nämlich zufällig den Happburger Stausee und hatten uns direkt in ihn verliebt! Ein wunderschöner See, vor einem wunderschönen Bergpanorama mit tollem Wasser! Wir fuhren also nach dem Frühstück zum See und freuten uns erneut über die nicht-Feriensaison!

Am See angekommen dann aber ein kleiner Dämpfer! Die Staumauer wird in diesem Jahr saniert und dafür wurde ein gutes Stück des Sees abgelassen! Der Wasserstand war also nicht so hoch wie sonst, was zur Folge hat dass der Uferbereich sehr schlammig war! Es war nicht unmöglich ins Wasser zu kommen aber es war schon eine Herausforderung denn bis man im Wasser war, sank man teilweise bis zu den Waden im Schlamm ein…! Es hat sich aber trotzdem gelohnt denn das Wasser war immer noch toll und der See immer noch wunderschön! Und wegen den erschwerten Badebedingungen war am See sogar noch weniger los als erhofft und erwartet, denn es war kaum jemand dort…! Wir verbrachten den Tag also am See und gingen gegen späten Nachmittag zum Essen ins direkt am See gelegene Seecaffee, wo wir bereits im letzten Jahr ganz hervorragend gegessen hatten…!

Auch die letzte Nacht wollten wir auf dem neuen Wanderparkplatz verbringen denn wir hatten dort tolle und einsame Nächte verbracht und für das Plateau war es eh viel zu heiß…! Also fuhren wir wieder dorthin und ausgerechnet am letzten Abend passierte es dann! Nach 21 Uhr kam wie aus dem nichts ein Campingbulli mit schwedischem Kennzeichen auf den Platz gefahren! Die Türen öffneten sich und heraus fielen 2 schwedische Jungs, nur mit Badehosen bekleidet und höchstens 20 Jahre alt…! Meine Laune sank sofort in den Keller aber ich fand es tatsächlich nicht ganz so schlimm weil wir eh nicht verstehen konnten worüber sie sich unterhielten! Ihre Anwesenheit war eher wie so eine Art weißes Rauschen…!

Mag sein dass der Haselnusslikör schuld war aber nach einer Weile beschloss ich tatsächlich zu den Jungs zu gehen um eine Runde zu quatschen denn irgendwie fand ich die schwedischen Jungs mit ihrem Bulli spannend…! Natürlich sprachen sie kein Deutsch und mein Englisch ist auch nicht mehr the yellow from the egg aber für einen Plausch reicht es durchaus noch aus…! ;-)

Die Jungs waren bereits einige Tage auf Tour, waren zuerst irgendwo in Österreich, dann in Lübeck und Marburg und jetzt in Franken! Außerdem wollten sie noch weiter nach Italien! Und sie waren völlig fertig denn mit 30 Grad hatten sie in Deutschland nicht gerechnet und kennen solche Temperaturen nicht! Zu Hause bei sich in Schweden haben sie im Sommer nämlich nur 20 Grad! Als ich ihnen sagte, dass für den morgigen Tag sogar 36 Grad angekündigt wurden da waren sie kurz davor in Ohnmacht zu fallen…! ;-)

Der Abend war also trotz fehlender Einsamkeit doch noch nett aber die Nacht war wirklich warm! Zum Glück waren wir ja im Wald denn das macht sehr viel aus, bestimmt 5 Grad Unterschied zu außerhalb des Waldes…!

Am nächsten Morgen wollten wir früh in Richtung Heimat aufbrechen denn wir wollten zur großen Mittagshitze schon möglichst weit gekommen sein und außerdem war ja Freitag – also Wochenendverkehr…! Wir frühstückten etwas schneller als sonst, packten unsere Sachen und dann passierte es – Otto sprang nicht an! Tja, die elektrische Kühltruhe und das Gebläse in der Nacht waren zu viel für die Batterie! Sofort kamen die Jungs an uns boten uns ihre Hilfe an aber wir sind ja auf (fast) alles vorbereitet und besitzen eine spezielle Powerbank mit der man seinem Auto selbst Starthilfe geben kann! Da staunten die Jungs nicht schlecht, die alten Leute in dem komischen Kastenwagen haben es nämlich drauf…! ;-)

Trotz Freitagsverkehr kamen wir spitzenmäßig durch und waren bereits am frühen Nachmittag zu Hause…!

Es war eine sehr schöne, abwechslungsreiche aber auch turbulente Otto-Tour die wirklich von allem was zu bieten hatte…!

Fotos gibt es natürlich wie immer hier:

https://youtu.be/a0Uq-8O6XrU 

Mittwoch, 3. Juni 2026

Mai!

Was für ein Monat! Ich glaube ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so krasse Wetter- bzw Temperaturwechsel und Unterschiede erlebt wie in diesem Mai!

Er begann mit dem Tag der Arbeit und was tut man da? –Arbeiten! ;-)

Zum Glück aber nicht im „Haus das Verrückte macht“ sondern zu Hause im Garten! Es gab und gibt nämlich genug Stellen die mich störten und bei denen ich unbedingt mal eingreifen wollte/musste…! Bei heißen Temperaturen und im Schweiße meines Angesichts, begab ich mich an das Projekt „gelbe Garage“ denn diese hatte mehr als dringend einen neuen Anstrich nötig…!

Die „gelbe Garage“ ist eigentlich ein Schuppen der gaaanz Früher mal grau war und in dem mein Onkel viele Jahre seine Motorräder stehen hatte (deshalb Garage)! Dann war sie viele Jahre gelb gestrichen und seitdem ist es die „gelbe Garage“! Vor 9 Jahren hatte ich sie bereits braun gestrichen, hatte die Beschläge aber gelb gelassen! Nun war dieses Braun aber auch stark am abblättern dranne und ich verbrachte 2 Tage damit die „gelbe Garage“ abzuschleifen, die Tür neu zu streichen und auch den Beschlägen einen neuen Look zu verpassen (Im Keller hatte ich nämlich grüne Metallfarbe gefunden)!

 

Das war eine ganz schöne Maloche aber es hat sich gelohnt, oder? Selbstverständlich wird sie für uns aber immer die „gelbe Garage“ bleiben…! ;-)

Es wurde aber nicht nur malocht sondern auch in der Sonne gechillt!

 

 

Außerdem haben wir mal wieder den Smoker angeschmissen denn ein guter Freund war 5 Tage im Angelurlaub und hat uns einen selbstgefangenen Stör überlassen! Darüber haben wir uns sehr gefreut denn Stör kannten wir bisher noch nicht und er schmeckte ganz fantastisch! Smoken hat der Drachentöter echt drauf…!




Abends blieb es sommerlich und man konnte so einige Male den Abend auf der Terrasse ausklingen lassen!

 


Dann kam auch schon unser Urlaub in der Waldhütte! Bei sommerlichen 24 Grad reisten wir an…!

 

…Um dann 2 Tage später bei 4 Grad und Schnee den Gipfel des Pröller zu erklimmen…!


 

Am nächsten Tag konnten wir dann bei 15 Grad wieder die Sonne genießen…!

 


 Das Wetter im Mai war schon echt verrückt!

 Nach 5 Tagen Abwesenheit genoss Frau Schnee dann erst mal unsere Rückkehr!

 


 Und selbstverständlich gab es auch ein paar Begrüßungsgeschenke…!

 


 Dann wurde es wieder richtig heiß und ich habe weitere Gartenarbeiten erledigt!

 

 

Außerdem haben wir wieder Bormbeereis gemacht denn wir hatten aus dem letzten Jahr noch Brombeeren eingefroren – sooo lecker!

 


Es blieb dann zum Glück auch sommerlich heiß (fast schon zu heiß) denn der Geburtstag meines Alibi-Kindes stand an und Tante Engelchen hatte ihr (natürlich völlig uneigennützig)  ;-) eine 7,5 Meter lange Wasserrutsche gekauft…! Ein riesen Spaß für klein und groß! ;-)




Dat war aber auch ein Wetterken! Die Poolsaison wurde gestartet und mein neuer Lieblings-Bikini eingeweiht!

 


Die wasserscheuen Mitbewohner genossen das Sommerwetter aber lieber außerhalb des Pools…!

 




Trotz Hitze konnte ich es aber nicht lassen noch ein paar Dinge zu erledigen und so hab ich z.b den Wäschepfosten neu gestrichen (die Grüne Farbe ist jetzt halt offen)!  ;-)

 

Eigentlich wollte ich noch viel mehr streichen aber dafür war es einfach zu heiß…!

Der Drachentöter konnte nicht viel machen (was aber natürlich völlig in Ordnung ist) denn der hat aktuell „Hand“ und muss sich schonen! Eventuell steht im August auch noch eine kleinere OP an aber das steht noch nicht fest…!

Aber mein Gemüse musste dringend noch nach draußen gepflanzt werden!

 

 

Ich sage aber jetzt schon mal voraus dass es kein tolles Gemüsejahr werden wird denn mir ist viel kaputt gegangen oder ist gar nicht erst gekeimt und ich habe keine Ahnung warum…!

Kurz vor Ende des Monats erreichte mich dann eine Nachricht von einem langjährigen Bekannten aus dem Hühnerverein! Bei ihm war der Fuchs eingefallen und hat in seinem Stall einen richtigen Overkill veranstaltet! Von 30 Hühnern hat er 27 Stück gerissen! 2 der 3 Überlebenden sind dann später noch gestorben und somit blieb nur ein Huhn übrig! 

Dieses war nun ganz alleine und mein Bekannter beschloss dass das ein Zeichen war die Zucht jetzt an den Nagel zu hängen (da hatte er eh schon länger drüber nachgedacht)! Er fragte uns ob wir seiner letzten, alte Dame, wohl Asyl gewähren würden und da ging uns natürlich sofort das Herz auf! Wer kann denn da nein sagen?!? Erst Recht nicht wenn unser großer Traum eh ein Gnadenhof für Tiere wäre…! Außerdem haben wir ja schon Erfahrung darin weißen Tieren ein neues zu Hause zu geben…! ;-)

Noch am selben Tag zog also die 6 jährige Lilo bei uns ein! Hoffentlich wird sie nach der Fuchsgeschichte noch ein paar schöne Jahre bei uns verbringen…!

 



3 Tage blieb Lilo in einem abgetrennten Bereich des Stalls und zog dann (als es nicht mehr so heiß war) in die Sommervilla um!

 



Aktuell arbeiten wir an ihrer Integration in die Mädels WG aber darüber werde ich im nächsten Monatsrückblick berichten…!