Donnerstag, 25. August 2022

Mit Otto in Bayern 2.0!

Endlich war er da, der langersehnte Sommerurlaub und natürlich sollte es mit Otto auf große Tour gehen! Bereits 2020 waren wir mit Otto in Bayern und wir waren so begeistert dass wir damals schon sagten dass wir auf jeden Fall wieder hin fahren und jetzt war der Zeitpunkt endlich gekommen!

Für den geplanten Abreisetag war in Oberbayern (unserem ersten Ziel) allerdings ganztägiger Regen angesagt! Aber egal, wir fuhren trotzdem los denn nach 800 Kilometern würde an dem Tag eh nicht mehr viel passieren!

Die Fahrt war lang und anstrengend, es waren viele Paselacken unterwegs und bei Kassel standen wir richtig schön im Stau! Erst nach 18 Uhr kamen wir in dem winzigen Örtchen Jachenau an aber von Regen keine Spur! Dort war definitiv kein Regen gefallen, wir hatten 26 Grad und es war ziemlich drückend und schwül!

Außerhalb Jachenaus, kurz vor den Bergen, gab es eine Stelle an der Wohnmobile offiziell stehen durften, für einen kleinen Obolus von 5 Euro, die am Dorfplatz zu begleichen waren! Eine wirklich tolle Sache, die wir im Vorfeld schon recherchiert hatten denn nach 800 Kilometern hatten wir nicht mehr die Nerven einen geeigneten Schlafplatz zu suchen…! Im Nachhinein muss man sagen, dass bezahlen wohl gar nicht nötig gewesen wäre denn dort ließ sich kein Mensch blicken und wir standen komplett alleine aber für so eine tolle Sache zahlt man das doch gern…!

Und diese Stelle war fantastisch! Direkt an einem kleinen Bach, vor einer Kuhweide, mit Blick auf die Berge –herrlich! Um 20.30 Uhr fing es dann leider doch noch an zu regnen und das nicht zu knapp! Wir mussten uns also schon früh in Otto zurückziehen aber das war nicht so schlimm denn der Tag war anstrengend und wir waren sehr erledigt…!

Um 4 Uhr morgens wurde ich wach weil der Drachentöter nicht da war und ich schaute nach wo er denn wohl steckt! Es hatte aufgehört zu regnen, die Wolken hatten sich verzogen und über den Bergen zeigte sich ein wunderschöner Sternenhimmel, den der Drachentöter beobachtete! Und während wir da so standen erblickten wir doch tatsächlich noch eine Sternschnuppe –Gänsehautmoment!

Der nächste Morgen war sonnig und über den Bergspitzen hing Nebel der sich langsam auflöste und versprach ein toller Tag zu werden (es wurden an diesem Tag 26 Grad)! Nach einem gemütlichen Frühstück brachen wir zu unserer ersten Wanderung auf, die zum Glasbach Wasserfall gehen sollte! Dazu brauchten wir auch gar nicht fahren denn der Wanderweg begann direkt an unserem Schlafplatz! Es war eine sehr schöne 10 Kilometer lange Runde, die zu 80% im Schatten verlief und die Steigungen waren auch akzeptabel (darauf hatte ich bei der Planung extra geachtet)!

Es war sehr wenig los, die Runde war toll und am Wasserfall waren wir so gut wie alleine! Und er führte sogar noch Wasser denn nach der Trockenheit der letzten Monate hatte ich daran doch sehr gezweifelt! Auf dem Rückweg wollten wir in einer Almhütte einkehren aber die hatte Ruhetag! Irgendwie ist das immer so wenn wir an einer Almhütte vorbeikommen, das scheint unser Schicksal zu sein…!

Am Nachmittag fuhren wir noch ein bisschen mit Otto durch die Gegend und suchten uns schließlich ein schönes Plätzchen am Ufer der Isar, wo wir den Nachmittag ausklingen ließen…!

Geschlafen haben wir wieder an unserem tollen Platz vor den Bergen und diesmal sogar noch ein Stück weiter in Richtung Berge denn das war auch noch möglich (hatten wir am Vortag gar nicht gesehen)! Leider waren wir diesmal nicht komplett alleine denn irgendwann kam noch ein Wohnmobil angefahren! Das war aber nicht schlimm denn es war ein Rentnerpärchen das komplett in Ihrem Wohnmobil blieb…!

Als wir am Morgen erwachten, waren sie auch schon abgefahren und wir frühstückten in kompletter Einsamkeit bevor wir zu unserer nächsten Wanderung aufbrachen!

Wir fuhren mit Otto zum Walchensee, einem sehr großen, naturbelassenen See mit glasklarem türkisfarbenem Wasser! An diesem See waren wir 2020 schon einmal, suchten damals aber fluchtartig das Weite da es dort zum Erbrechen voll war! Diesmal war es nicht voll, unser Ziel war aber nicht der See selbst sondern der Herzogstand, der sich direkt am Walchensee befindet! Mit der Gondelbahn fuhren wir nach oben und obwohl es erst vormittags war, war es schon sehr heiß (an diesem Tag sollten es 30 Grad werden)!

Die Aussicht war gigantisch und sooo wunderschön! Eigentlich wollten wir noch weiter bis zum Gipfelkreuz aufsteigen, was eine 4 Kilometer Wanderung bedeutet hätte aber der Weg führte komplett durch pralle Sonne und leider hatten auch viele andere Wanderer dieses Ziel! Das wollten wir uns nicht antun also überlegten wir was wir nun machen!

Da entdeckte der Drachentöter einen alpinen Wanderweg der innerhalb von einer Stunde und 45 Minuten, auf 5 Kilometern den Herzogstand hinabführen sollte! Super Sache! Bergab, Schatten und alpiner Weg (alpine Wege liebe ich sehr)! Gesagt - getan! Wir sind schon oft alpine Wege gewandert aber dieser Weg war unser Endgegner! Der Abstieg war zwar zu 80% schattig, schön abwechslungsreich und es gab grandiose Ausblicke aber er war hardcore! Der „Weg“ bestand zu großen Teilen nur aus Wurzeln, Steinen und Geröll, so dass er unfassbar anstrengend war und wir nur sehr langsam vorwärts kamen! Aber wir waren fast alleine, nur hin und wieder kamen uns tatsächlich vereinzelte Wanderer entgegen die diesen Höllenweg tatsächlich nach oben wanderten!! Auf halber Strecke ins Tal kamen wir an den Resten des Wasserfalls am Herzogstand vorbei! Dieser Wasserfall führt generell nicht viel Wasser denn der Wanderweg führt mitten durch ihn hindurch, bei dieser Trockenheit war allerdings nur noch ein Rinnsal von ihm übrig…! Dies reichte dem Drachentöter aber aus um den Kopf in die Felsspalte zu drücken und sich ein wenig zu erfrischen…!

Für den Abstieg brauchten wir letztendlich 3 Stunden und wollten uns anschließend am liebsten die Füße, Waden und Schienbeine amputieren lassen und der Drachentöter schwor dass sein kleiner Zeh lose im Wanderschuh lag…! Aber es war wunderschön und zwar so schön dass wir es tatsächlich wieder tun würden…! – Bekloppt, oder?! Anschließend wollten wir allerdings nur noch zu unserem Schlafplatz und vor uns hinsterben! Nach einer ausgiebigen, rituellen Waschung im Bach fühlten wir uns dann irgendwann wieder menschlich und am Abend kam unser Renterpärchen auch wieder angefahren! Gleiches Spiel wie am Vortag: Wohnmobil platziert, Rolläden runter und nicht mehr gesehen – absolut akzeptabel!

Am nächsten Tag erwachten wir mit dem schlimmsten Muskelkater unseres Lebens! Füße, Waden, Schienbeine, Oberschenkel – nichts davon war zu gebrauchen und keiner von uns hatte Lust auf eine Wanderung! Also änderten wir unsere Pläne denn eigentlich wollten wir noch mindestens einen Tag in Oberbayern bleiben! Aber der Drachentöter hatte eine super Idee! Mit Otto durch die Berge, über Österreich nach Berchtesgaden denn das sollte eh unsere nächste Etappe werden! Ein toller Roadtrip – ich war begeistert und so geschah es denn auch!

Und die Tour war großartig! Vorbei am Achensee, in der Ferne sahen wir den Krimml Wasserfall, fuhren durch unzählige, kleine österreichische Bergdörfer und fuhren mit freilaufenden Kühen um die Wette! Immer wieder hielten wir irgendwo an um die Aussicht zu genießen und kamen irgendwann nachmittags in Berchtesgaden an! Dort fuhren wir zur Rossfeld Panormastraße, einer 16 Kilometer langen Mautstraße die serpentinenmäßig bis auf 1.600 Metern nach oben führt! Am höchsten Punkt hat man eine fantastische Sicht auf die Alpen, das Salzburger Land, Berchtesgaden und natürlich auf unzählige Berge wie z.b den Watzmann und den hohen Göll! Und da es mittags geregnet hatte, waren wir bis auf 2 oder 3 andere Autos völlig allein dort! Wir konnten anhalten wo wir wollten, überall aussteigen und spektakuläre Aussichten bewundern! Die Wolken brachen auf und die Sonne kam raus – es war großartig!

Nun wurde es aber höchste Zeit einen Schlafplatz zu suchen und das gestaltete sich als extrem schwierig! Wir hatten schon befürchtet/vermutet dass das in der Touristenhochburg Berchtesgaden nicht einfach wird aber dass es fast unmöglich ist, damit hatten wir nicht gerechnet! Überall explizite Verbotsschilder und daran halten wir uns auch! Wir kurvten umher und irgendwann fanden wir an einer Bergstraße zumindest eine Parkbucht an der wir über Nacht stehen konnten!

Eigentlich war es gar nicht so schlecht dort denn hinter der Parkbucht gab es einen breiten Grünstreifen mit Bäumen, dahinter eine Kuhweide und dahinter begann der Wald! Nach vorne fuhren allerdings die Autos an uns vorbei und diese Bergstraße war leider recht gut befahren…! Na ja, zumindest waren wir in unserer Parkbucht alleine…! Aber wir mussten nehmen was wir kriegen konnten und ehrlich gesagt hat mich die Straße gar nicht sooo sehr gestört denn der Ausblick war mega! Direkt vor Ottos Nase erhoben sich nämlich der Watzmann, der Hochkalter und das große Häuselhorn! Wann hat man schon mal so eine Aussicht?!? Da hab ich die Straße ehrlich gesagt gern in Kauf genommen…! Der Drachentöter war zwar etwas knurrig aber auch er musste gestehen dass wir so eine grandiose Otto-Aussicht im Wald nicht gehabt hätten…! Am Abend verzogen sich die Wolken komplett und legten einen traumhaften Sternenhimmel frei, mit dem Watzmann im Vordergrund – sooo schön!

Eigentlich wollten wir ein paar Tage in Berchtesgaden bleiben, wollten u.a am Königssee wandern aber die Wettervorhersage kündigte für den nächsten Tag schwere Unwetter mit Starkregen an! Starkregen, knochentrockener Boden und Berge? – Eine extrem schlechte Kombination! Dazu noch die Tatsache dass es in der Region wirklich fast unmöglich ist einen Schlafplatz zu finden…! Es stand also schnell fest dass wir Berchtesgaden direkt nach dem Frühstück wieder verlassen werden (gut dass wir mit Otto so flexibel sind)!

Am nächsten Morgen hatten sich die Unwetterwarnungen noch verschärft und ausgeweitet und wir sahen zu dass wir schleunigst weg kamen! Aber was nun? Ein Blick auf die Wetterkarte zeigte dass es im Frankenland keine Unwetter geben sollte! Das passte ziemlich gut denn in Franken hatte ich auch ein paar Wanderrouten ausgearbeitet! Eigentlich nur für den Notfall aber der war ja nun eingetreten! Von Berchtesgaden nach Franken sollten es über die Autobahn 2 Stunden sein, also eine akzeptable Zeit! Wir fuhren auf die A9 und standen nach kurzer Zeit direkt mega fett im Stau und es bewegte sich NICHTS mehr!

Im Radio verkündete man einen brennenden LKW und eine Vollsperrung der A9 – na herzlichen Glückwunsch! Bis zur nächsten Abfahrt benötigten wir über eine Stunde! Derweil verkündete man im Radio dass der Verkehr mittlerweile 1 spurig um die Unfallstelle herumgeleitet wird, es aber 2 Stunden dauern würde bis man an ihr vorbei wäre! Dann noch die 2 Stunden bis nach Franken, plus die zusätzliche Stunde die wir im Stau bereits verloren hatten – NEVER! Endlich an der Abfahrt angekommen, fuhren wir von der A9 runter und beschlossen über Land in Richtung Franken zu fahren und irgendwo eine Zwischenübernachtung einzulegen!

So taten wir dann auch und im Rückspiegel sahen wir bereits das Unwetter hinter uns heranrollen! Eine ganze Zeit lang konnten wir vor ihm herfahren aber dann holte es uns ein und wir strandeten irgendwo in Niederbayern! Starkregen war es dort zwar nicht aber es schüttete schon sehr stark! Mit viel Glück fanden wir einen geeigneten Wanderparkplatz und dieser hatte sogar eine Schutzhütte! Was für ein Glück denn ansonsten hätten wir den Nachmittag und Abend in Otto verbringen müssen! So schleppten wir alles in die Schutzhütte in verbrachten den restlichen Tag dort! Sogar gekocht habe ich in der Hütte denn Ottos Gaskocher ist ja transportabel! DAS war wirklich mal etwas völlig anders und der Drachentöter war begeistert! Ich persönlich hätte auf diesen Chaos Regentag gut verzichten können aber aufregend war das irgendwie schon…!

Am nächsten Morgen war der Regen vorbei und wir fuhren weiter in die fränkische Schweiz und diese entpuppte sich als totale Überraschung und als Paradies für Camper! Wir konnten uns gar nicht entscheiden wo wir stehen und übernachten wollten, so viele Möglichkeiten und eine schöner als die andere! Zuerst ging es aber auf eine Wanderung und zwar 4 Kilometer durch den Wald zur Petershöhle! Es war bewölkt und schwül bei 23 Grad! Die Höhle war toll, sehr groß, frei zugänglich und es gab jede Menge zu erkunden! Und wir waren allein dort!

Anschließend fanden wir den ultimativen Schlafplatz, der so genial war, dass wir dort die nächsten Nächte verbrachten! Auf einer kleinen Schotterstraße ging es endlos lang durch den Wald, bis zu einer Lichtung/einem Talkessel, umgeben von Bergen und Bäumen! So abgelegen dass sich kaum Jemand dorthin verirrte – das war wirklich Wildnis!

Regen war eigentlich nicht angesagt aber ich bat den Drachentöter trotzdem Ottos Regendach aufzubauen da ich so ein komisches Gefühl hatte! Er murrte zwar erst etwas rum, tat mir dann aber den Gefallen und wie gut dass er auf seine weise Frau gehört hat! Am Abend zog nämlich ein kräftiges Gewitter über uns hinweg! Es schüttete, blitze und donnerte genau über unseren Köpfen! Wir unter freiem Himmel in unserem Talkessel und um uns herum die Berge und Bäume – das war ganz schön aufregend! Zum Glück war aber kein Wind dabei und das Gewitter war zwar heftig aber nicht besonders lang…! Es nahm sogar sämtliche Wolken mit und wir bekamen noch einen wunderschönen Sonnenuntergang und einen tollen Sternenhimmel präsentiert! Die Eulen riefen um die Wette und es war einfach nur genial dort!

Am nächsten Morgen lag unser Talkessel in dichtem Nebel und nach dem Frühstück fuhren wir los denn wir wollten durch einen Wald zum Röthelfels und zum Götterbogen wandern! Dabei hat mich meine Wanderapp zum ersten Mal belogen denn es sollte eine leichte Tour ohne Steigung werden! In Wahrheit gab es sehr wohl eine Steigung, sogar eine alpine Steigung! Nicht besonders hoch aber echt nicht ohne! Der Nebel verzog sich, es wurde sonnig und 24 Grad warm! Allerdings konnten wir die Tour nicht beenden denn am Röthelfels war ein Stück des Weges weggebrochen und wir konnten den Götterbogen somit nicht erreichen…! Wir kehrten also um, cruisten mit Otto durch die wunderschöne und extrem bewaldete fränkische Schweiz und beschlossen dann „heute gehen wir mal essen“! Dieses Vorhaben war aber gar nicht so einfach denn in den wenigen und winzigen fränkischen Dörfern gab es einfach nichts und wenn wir doch mal ein Gasthaus fanden dann war es wegen Krankheit geschlossen…! Irgendwann fanden wir aber doch ein Lokal und genossen das leckere und günstige Essen! Nach tagelanger Dosenkost war das wirklich ein Festschmaus…! Glücklich und zufrieden waren wir gegen Abend dann wieder auf unserem geliebten Platz im Talkessel (diesmal ohne Regen)!

Der nächste Tag begann schon sehr sonnig aber mit kleinen, netten Wölkchen! Wir hatten am Abend spontan beschlossen zur Walberla zu fahren! Das ist die höchste Kuppe des Ehrenbürg und ein beliebtes Ausflugsziel! Wir hofften einfach auf wenig Betrieb und das Universum meinte es gut mit uns denn es war fast nichts los dort! Auf 530 Meter hat man einen tollen Ausblick auf die fränkische Schweiz! Die Felsformationen dort sind toll und die kleine Kapelle ganz zauberhaft! Der Aufstieg war zwar anstrengend aber trotz 24 Grad ging ein schöner Wind und es schoben sich auch immer mal wieder ein paar Wolken vor die Sonne, so dass er ziemlich gut zu meistern war! Wir beschlossen dann sogar noch bis hoch zum Gipfelkreuz zu wandern!

Den Abend wollten wir natürlich wieder in unserem geliebten, abgelegenen Talkessel verbringen! Vorsichtshalber bauten wir wieder das Regendach auf und dann passierte es! Ein alter Jep kam angefahren, bremste und ein Förster stieg aus! Unverkennbar ein Förster, so wie man sich einen bayrischen Förster vorstellt: Lederhose, Lodenhemd, grauer Vollbart! -Na toll jetzt gibt es Stress…!

Aber Nö: „Hallo zusammen, erst einmal möchte ich euch sagen dass ich nichts dagegen habe dass ihr hier steht aber es gibt ein paar Sachen die ich euch sagen will! ich möchte morgen nichts weiter von euch finden außer Reifenspuren und Fußabdrücke aber ich seh schon dass ihr eine große Mülltüte dabei habt, also brauche ich mir darum wohl keine Sorgen zu machen! Und dann müsst ihr wissen, dass ihr genau auf der Grenze zwischen zwei Jagdrevieren steht! Ihr steht gerade noch in meinem Revier, ein paar Meter weiter beginnt ein anderes Revier! Falls also noch ein anderer Förster kommt dann sagt ihm einen schönen Gruß von XXXXXX, das bin nämlich ich und sagt ihm dass ich euch erlaubt habe hier zu stehen! Außerdem solltet ihr euch heute Abend nicht mehr allzu weit vom Auto entfernen, wir schießen hier heute Nacht nämlich Wildschweine!“

Das war vielleicht eine Sache! Wir sind im Laufe der letzten Jahre schon ein paar Mal Förstern begegnet, diese nickten uns vom Auto aus zu und fuhren dann weiter, erduldeten unsere Anwesenheit also stillschweigend! Dass uns ein Förster aber seine offizielle Erlaubnis erteilt hat, das hatten wir auch noch nicht! Wir plauderten dann noch ein Weilchen mit Förster XXXX über die Schönheit der fränkischen Schweiz, er lästerte über die arroganten Oberbayern, bestaunte Ottos Regendach und zog dann irgendwann wieder seiner Wege…! Schüsse haben wir in der Nacht zwar nicht gehört aber dafür die Jagdhunde…!

Bis spät abends saßen wir noch draußen, mussten uns dann aber einen Pulli anziehen da es über Nacht im Talkessel doch schon sehr kühl wurde! In der Nacht ließen wir dann sogar einmal die Standheizung laufen denn es kühlte sich auf 11 Grad ab…!

Am nächsten Tag ging es dann nach dem Frühstück schweren Herzens zurück nach Hause! Allerdings mit viel weniger schwerem Herzen als sonst denn diesmal waren wir 9 Tage mit Otto auf Tour, was mich sehr befriedigt und ausgefüllt hat! Außerdem freute ich mich nun wirklich auf eine Dusche…!

Diesmal war Otto derjenige der absolut nicht nach Hause wollte denn als wir aufbrechen wollten, sprang er nicht an – Batterie leer! Eine leere Batterie mitten in der Wildnis –Träumchen! Ist uns noch nie passiert aber einmal ist ja bekanntlich immer das erste Mal…! Aber der Drachentöter hatte für so einen Fall vorgesorgt und irgendwann mal eine „Powerbank“ für Otto gekauft! Bisher hatten wir sie noch nie getestet und dementsprechend groß war die Anspannung aber das Teil ist super! Vielleicht doppelt so groß wie eine normale Powerbank, also ziemlich klein! Klein aber effektiv denn man kann sich mit diesem Teil quasi selbst Starthilfe geben! Klemmen an der Batterie angeschlossen, Knopf gedrückt und schon sprang Otto an! Gelobt und gepriesen sei der Heiland, dat Teil is wirklich Gold wert! Wer weiß ob und vor allem wann uns der ADAC dort gefunden hätte…!

Die Rückfahrt war sehr angenehm, wir sind extrem gut durchgekommen und da wir bereits in der fränkischen Schweiz waren, hatten wir auch keine 800 sondern nur 500 Kilometer bis nach Hause!

Es war ein suuuuper toller Urlaub! Diese 9 Tage waren einfach nur großartig, sehr abwechslungsreich und aufregend! Es war wirklich von allem was dabei, es war nicht zu heiß und teilweise sehr abenteuerlich!

Die Überraschung des Urlaubs war die tolle fränkische Schweiz, der Verlierer war das Berchtesgadener Land! Natürlich war es spektakulär dort, man wusste gar nicht was man zuerst bestaunen sollte aber für unsere Zwecke ist diese Region leider einfach ungeeignet! Nach Berchtesgaden würden wir nicht noch einmal fahren (zumindest nicht als Camper) und in die fränkische Schweiz haben wir uns schwer verliebt!

Wenn wir das nächste Mal nach Bayern fahren (und das machen wir garantiert) dann würden wir auch zuerst dorthin fahren denn ist super schön dort, das Camperparadies schlechthin und man würde nicht so viele Kilometer am Stück fahren denn das war doch sehr anstrengend!

So und wenn ihr bis jetzt durchgehalten habt dann könnt ihr euch hier noch an unseren Fotos erfreuen:

 https://youtu.be/3CR_2EZd0cE

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