Mittwoch, 30. August 2017

Urlaub in Asturien!


Vor zwei Jahren verbrachten der Drachentöter und ich bereits einen traumhaften Urlaub in Asturien (nordspanisches Festland, Atlantikküste) bei meiner Freundin Carmen und ihrem Mann Hardy! Wir flogen damals bis nach Santanter, wo uns Carmen und Hardy abholten und zu sich nach Oviedo, der Hauptstadt Asturies brachten! Es war eine unbeschreiblich tolle Woche, die unbedingt mal wiederholt werden sollte!
Im letzten Jahr fragte mich Carmen ob wir 2017 nicht wieder zu ihr kommen möchten, allerdings hatten wir da bereits geplant unseren Urlaub 2017 gemeinsam mit Mama und Papa Engelchen zu verbringen und zwei Urlaube pro Jahr sind zeitlich einfach nicht drin…! Kurz entschlossen reifte die Idee die beiden einfach mit nach Asturien zu nehme und auch Carmen war sofort begeistert von dieser Idee! Es gab nur ein Problem denn natürlich sollte klein Gismo auch mit aber wir wollten ihm einen stressigen Flug, verstaut in einer Transportbox einfach nicht zumuten und so kam der Drachentöter auf die Idee diesmal nach Asturien zu fahren statt zu fliegen!
Da der Drachentöter schon immer mal einen langen „roadtrip“ mit einem Wohnmobil machen wollte, stand schnell fest die 1800 Km mit einem Wohnmobil zurück zu legen! In der letzten Woche war es dann endlich soweit und die ganze Familie machte sich also auf den (langen) Weg nach Asturien, wo wir eine großartige Woche verbrachten! Da Carmen eine große Wohnung mit vielen Gästezimmern hat, wohnten wir auch alle bei ihr!
Asturien ist mit den spanischen Mittelmeerregionen absolut nicht zu vergleichen, das Klima ist anders, es herrschen im Sommer meistens konstante Temperaturen die selten über 25 Grad liegen und auch landschaftlich unterscheidet sich Asturien deutlich vom Mittelmeer! Es gibt viele hohe Gebirge (über 2000 Meter), in denen man im Winter sogar Skifahren kann und die vielen Strände sind kleiner aber auch unglaublich abwechslungsreich und bestehen oftmals aus kleinen, felsigen Buchten –traumhaft schön! Innerhalb von 30 Minuten kann man von der Hauptstadt Ovideo sowohl in den Bergen aber auch am Strand sein! Auch die Kultur ist völlig anders als am Mittelmeer denn statt Stierkampf und Flamenco ist Asturien eine Dudelsackregion! Natürlich werden dort auch allerhand Fisch und Meeresfrüchte verspeist aber die Nationalgerichte sind Kohl- und Bohneneintöpfe da in den Bergen viel Kohl angebaut wird! 
Asturien ist keine Touristenregion und man muss schon spanisch sprechen um dort zurecht zu kommen denn Englisch wird dort extrem selten gesprochen und man muss schon großes Glück haben auf Jemanden zu treffen der englisch spricht und mit Deutsch kommt man absolut nicht weiter!
An dieser Stelle muss ich erwähnen wie stolz ich auf meinen Drachentöter bin denn der hat im letzten Jahr fleißig spanisch gelernt und kommt mittlerweile wirklich gut klar mit der Sprache! Er versteht mittlerweile sehr viel und auch wenn es mit dem sprechen noch etwas holpert, so konnte er sich wirklich gut verständigen denn wir waren in der Woche auch ein paar Mal ohne Carmen unterwegs und die Kommunikation klappe dank des Drachentöters wirklich gut…!
Natürlich wollten wir Mama und Papa Engelchen einige der Orte zeigen die uns 2015 schon so begeistert hatten und so fuhren mit ihnen z.b zur Jesusstatue hoch über Oviedo, in Carmens Heimatdorf Luarca, machten einen Ausflug in die Berge zu einem winzigen Dorf mit einer kleinen Kirche und in diesem Jahr wurde die Kirche auch geöffnet, so dass ich mir die beiden Mumien darin ansehen konnte die mir 2015 leider verwehrt blieben! Wir fuhren zu den Steilklippen am nördlichsten Punkt Asturiens, besuchten den großen Markt in Oviedo, fuhren zu verschiedenen Stränden und schwammen im Atlantik, trafen uns mit Carmes Tochter, Schwieger- und Enkelsohn, waren bei Carmens Freunden  zum Essen eingeladen und haben natürlich sowieso jeden Tag unglaublich gut und viel gegessen! Selbst Papa Engelchen, der im Punkto Essen wirklich pingelig ist und ein bisschen Angst hatte in der Woche verhungern zu müssen, schwärmte von der asturischen Küche und aß Sachen die er vorher nie gegessen hat wie z.b frisches Wildschwein in den Bergen oder Seehecht in dem Fischerdorf Luarca!
Der Drachentöter erfüllte sich beim Thema Essen einen Traum und kaufte sich tatsächlich eine komplette Iberico Schinkenkeule (das war es also mit unserer Altersvorsorge)!  ;-)
Mit dem Wetter hatten wir unglaubliches Glück denn nicht nur der Sommer in Deutschland ist in diesem Jahr beschissen, der asturische Sommer war bisher nämlich auch nicht viel besser aber in unserer Urlaubswoche waren die Götter äußerst gnädig! Am Tag unserer Ankunft hatten wir 28 Grad und am nächsten Tag waren es dann sogar 32 Grad, was sehr ungewöhnlich für Asturien ist! Es gab zwei bedeckte Tage mit um die 23 Grad aber den Rest er Woche pendelte sich das Wetter zwischen 25-28 Grad ein und geregnet hat es kein einziges Mal!
Es war wieder eine traumhaft schöne Woche, Mama und Papa Engelchen sind genauso begeistert von Asturien wie wir, nur klein Gisi machte uns etwas Sorgen denn der hatte Heimweh! Er war die komplette Woche äußerst brav, hat bei der langen Fahrt im Wohnmobil nicht ein einziges Mal gequengelt, hat gespielt und getobt, war freiwillig im Atlantik, war überall dabei, hat Herzen im Sturm erobert aber er hat die Woche über kaum etwas gefressen! Sein Futter hat er nicht angerührt und auch seine geliebten Leckerstangen hat er verweigert! Nach ein paar Tagen haben wir ihm dann einfach alles gegeben was uns eingefallen ist aber er wollte einfach nicht fressen! Die einzigen Häppchen die er ab und zu mal zu sich genommen hat waren Empanada und spanische Paprikawurst und der Kleine hat in der Woche ganz schön abgenommen…!
Es war ein großartiger Urlaub, wir haben viel erlebt und gesehen aber die lange Fahrt mit dem Wohnmobil war schon echt hardcore! Es war eine gute Übung da der Drachentöter und ich in Zukunft auch noch einmal Urlaub mit einem Wohnmobil machen möchten und wir jetzt wissen dass genau dieses Wohnmobil absolut perfekt für uns ist, aber 1800 Km am Stück zu fahren ist einfach zu viel! Falls wir noch einmal mit einem Wohnmobil zu Carmen nach Oviedo fahren dann werden wir definitiv eine Nacht in Frankreich schlafen aber ich glaube beim nächsten Mal fliegen wir wieder…!

Natürlich sind auch wieder unzählige Fotos entstanden, die man sich hier anschauen kann:



Freitag, 18. August 2017

Neues aus dem Garten!



Tja Kinners wat soll ich sagen?! Die Lümmeltüten für die Paprikas waren nur bis zu einer begrenzten Größe die rettende Idee im Kampf gegen die Schnecken! Irgendwann fangen die Paprikas nämlich in den Tüten dann doch an zu faulen und so musste ich sie alle wieder entfernen! Wirklich ärgerlich denn jetzt sind sie wieder schutzlos den Schnecken ausgeliefert und weisen somit im Handumdrehen „Lochfraß“ auf…! 


Kennt man ansonsten nur bei Waschmaschinenschläuchen, oder halt bei des Engelchens Paprikas! Ich hoffe dass mir die blöden Viecher zumindest ein paar Paprikas übrig lassen aber ich befürchte Schlimmes…! Momentan gibt es zwar noch genug unversehrte Paprikas aber ich fürchte dass das nicht mehr lange der Fall sein wird...!


Im nächsten Jahr muss ich das ganze Paprikathema anders angehen und die Pflanzen wohl doch komplett mit einer Haube abdecken! Jetzt geht das allerdings nicht mehr dann dafür hab ich sie zu eng zusammen gepflanzt und im Tomatenhaus ist dafür auch kein Platz! Aber für nächstes Jahr weiß ich dann bescheid, ich lerne halt von Jahr zu Jahr dazu…!

Die Tomaten wuchern wie Hulle, wir stecken jetzt schon länger mitten in der Tomatenhochsaison, die Tomatenstrichliste wächst täglich und es wurden bisher schon über 150 Tomaten geerntet und es ist kein Ende in Sicht! Meine Küche ist deshalb gerade auch sehr Tomatenlastig, es gibt ständig irgendwas mit Tomaten und ich habe auch schon sehr oft frische Tomatensoße gekocht!



 Auch der Rosenkohl wächst und gedeiht ordentlich


Aber der Hammer ist natürlich der Kürbis! Wir mussten der Pflanze mittlerweile auch Einhalt gebieten denn sonst hätte sie nicht nur das Beet sondern auch die Wiese für sich eingekommen, außerdem fing sie auch schon an den Rosenkohl zu umwickeln und auf die Möhren (vor denen ich mich übrigens auch kaum mehr retten kann) loszugehen…!
Aus diesem Grund haben wir mehrere Teile er Pflanze gekappt aber der Drachentöter meinte es zu gut und hat versehentlich auch ein paar kleine Kürbisse weggeschnitten! Dies wird er aber bestimmt nicht wieder tun denn sollte er sich meinem Gemüse noch einmal nähern dann bekommt er Betonschuhe verpasst und lernt den Dortmund-Ems-Kanal kennen…!!!
Die noch vorhandenen Kürbisse wachsen aber unglaublich schnell und sehen jetzt schon toll aus! 



 Die Styroporplatten sind übrigens dazu da dass die Kürbisse nicht auf der nassen Erde liegen da sie dadurch nämlich anfangen würden zu faulen (Tipp aus dem Internet)!

Donnerstag, 17. August 2017

Cranger Kirmes!



Früher war ich eigentlich jedes Jahr auf Crange! Dann kam eine Zeit in der ich knapp 15 Jahre nicht mehr dort war (es hatte sich einfach nicht ergeben, man war im Urlaub oder hatte keine Zeit) aber vor ein paar Jahren fing ich dann wieder an auf die Kirmes zu gehen, aber auch nicht regelmäßig!
Dieses Jahr sollte es dann wieder so weit sein denn im letzten Jahr hatte ich zwar Zeit und Lust um nach Crange zu gehen aber ich bin ehrlich: Ich hätte beim Besuch kein gutes Gefühl gehabt…! Traurig aber wahr denn in der heutigen Zeit überlegt man sich schon ob man so große Veranstaltungen mit riesigen Menschenmassen überhaupt besuchen sollte…! Letztes Jahr überwog mein „lieber-nicht-Gefühl“ und ich blieb der Kirmes fern…! Auch in diesem Jahr hatte ich schon irgendwie ein mulmiges Gefühl aber ich wollte mir den Besuch dann doch nicht nehmen lassen…! Rund um die Kirmes standen auch sehr viele Betonklötze, die zumindest einen LKW im Notfall ferngehalten hätten…!
Allerdings machte uns das Wetter fast noch einen Strich durch die Rechnung denn dieser Sommer ist ja alles andere nur nicht sommerlich! Es regnete mal wieder tagelang durch und der geplante Besuch wurde deshalb zuerst von Freitag auf Samstag und dann nochmal von Samstag auf Sonntag verschoben! Am Sonntag war das Wetter dann aber zum Glück mal ziemlich gut und so zog ich mit Nicole und Sebastian los Richtung Crange! Der Drachentöter mag Kirmes nicht und hasst generell große Menschenmassen und blieb deshalb lieber brav zu Hause und buddelte ein wenig im Garten! Und auch Astrid war dann doch nicht dabei denn die hatte am Abend vorher kräftig gefeiert und war
am Sonntag deshalb „unpässlich“! ;-) Wir drei hatten aber unseren Spaß und fuhren zuerst mit dem Auto zu einem Shuttleparkplatz und von dort aus mit dem Bus weiter zur Kirmes denn alles andere kann man vergessen wenn Crange ist…! Auch wenn ich bei weitem nicht mehr in so viele und waghalsige Fahrgeschäfte gehe wie noch vor 15 Jahren, so hatten wir reichlich Spaß, haben lecker gegessen, das ausnahmsweise mal gute Wetter und dem Ruhrpott seine Kultur genossen! ;-)

Ein paar Schnappschüsse sind natürlich auch entstanden:

Freitag, 4. August 2017

Neues aus dem Garten!

Jetzt sind auch die Möhren erntereif und sie schmecken super, sowohl die normalen, als auch die lila Möhren!


Ich weiß nicht warum aber irgendwie sehen meine Möhren jedes Jahr ziemlich abenteuerlich aus! Sie sind immer ziemlich deformiert und erinnern mich irgendwie immer an die "wrong turn" oder "the hills have eyes" Menschen! ;-) Aber egal denn sie schmecken klasse und dürfen deshalb auch komisch aussehen!


Die Gurken liegen mittlerweile in den letzten Züngen und sehen schon stark mitgenommen aus!


Den Blättern kann man jetzt fast schon beim vertrocknen zuschauen aber das ist auch klar denn ich habe mittlerweile bestimmt 15 Gurken geerntet und es gibt zur Zeit fast jeden Tag Gurkensalat! Klar dass die Blätter dann irgendwann nicht mehr können denn diese Massen an Gurken brauchen ja  ordentlich Wasser und das geht dann halt nicht in die Blätter sondern wird in die Früchte gepumpt...! Es gibt zwar noch massig Blüten aber die werden wohl nichts mehr denn ich glaube nicht dass die Pflanzen noch die Kraft für weitere Gurken haben...! Die letzten 5-6 Gurken werden wohl noch was werden aber dann ist auch bestimmt Schluss...!


Die Gurkenernte war auf jeden Fall ein riesiger Erfolg, noch ertragreicher als im letzten Jahr und das Rankgitter haben sie auch super angenommen!


Jetzt sind die Tomaten auf dem Vormarsch und ich denke in einer Woche kann man dann täglich ernten! Aber auch jetzt schon kann man alle 2-3 Tage reife Tomaten pflücken und die Strichliste zeigt auch schon ca. 30 Tomaten an!


Um die Paprikas musste ich mich heute mal etwas intensiver kümmern denn einige der Schnecken-Schutztütchen waren mittlerweile zu klein und mussten durch größere ersetzt werden!





Ich hoffe sehr dass die Pflanzen die Schneckenangriffe überstehen bis die Paprikas rot sind denn die Pflanzen sind teilweise schon sehr stark angefressen!


Und jetzt zum Kürbis:
Kürbis ist ein sehr seltsames Gemüse (oder ist er eine Frucht?)! Jedenfalls ist es doch eigentlich immer so dass zuerst die Blüte kommt, diese dann von Bienen bestäubt wird und sich dann die Frucht bildet! Beim Kürbis scheint das aber merkwürdigerweise umgekehrt zu sein! Ich habe mittlerweile 4 oder 5 Kürbisse an der Pflanze und erst jetzt wo die kleinen Kürbisse schon größer werden, bildet sich darauf die Blüte und beginnt zu blühen! Sehr merkwürdig aber ich nehme das jetzt einfach mal so hin und hinerfrage es nicht! Aber komisch ist das schon...!


 So sieht die Knospe aus bevor die Blüte 2-3 Tage später aufgeht und darunter ist jetzt schon eindeutig der Kürbis zu sehen -very seltsam!


Montag, 31. Juli 2017

Bianca Bolduan – Chaos: 429 Tage ohne Strom

Christin und ihre Dorfmitbewohner werden von dem flächendeckenden Stromausfall hart getroffen. Es ist Winter, die Vorräte sind knapp und niemand weiß, wann es wieder Elektrizität geben wird. Um zu überleben, muss sich die Dorfgemeinschaft neu organisieren.
Als die nahegelegene Großstadt zu brennen beginnt, flüchten Tausende von hungrigen, verzweifelten Menschen aufs Land. Mit ihnen kommen Krankheit, Verwüstung und Tod. Die Werte menschlichen Miteinanders werden im Kampf ums eigene Überleben auf eine harte Probe gestellt. Christin erzählt von dem beinahe aussichtslos erscheinenden Kampf gegen Hunger, Angst und dem Schrecken von Verbrechen und Vergeltung.
 
Christin und Ihr Mann leben in einem 300 Seelendorf irgendwo in Schleswig-Holstein. Es beginnt damit dass eines Tages das Licht immer wieder mal anfängt zu flackern oder der Strom kurzzeitig ausfällt. Nach kurzer Zeit werden die Stromausfälle immer länger und eines Tages bleibt der Strom komplett weg und kommt auch nicht wieder. Die Menschen in dem kleinen Ort wissen nicht was passiert ist denn Radio, Fernsehen und Internet gibt es nicht mehr und auch als der Strom noch teilweise vorhanden war, erfuhren die Menschen nicht was die Ursache für die Stromausfälle ist, nur dass an einer Lösung gearbeitet wird.

Christin und Ihr Mann haben sich notdürftig mit Wasser und Lebensmitteln eingedeckt aber nach ein paar Wochen wird Ihnen klar dass etwas ganz gewaltig im Argen liegen muss und der Strom wohl so schnell nicht wiederkommen wird. Dies bedeutet aber auch dass es bereits nach ein paar Wochen keine neue Lebensmitteln in der Geschäften, kein Benzin, keine ärztliche Versorgung und keine Medikamente mehr geben wird denn unsere heutige Gesellschaft ist extrem Abhängig vom Stromnetz und bricht das Stromnetz zusammen dann bricht auch alles andere ziemlich schnell zusammen und das normale Leben kommt zum Erliegen.

Christin, ihr Mann und die Dorfbewohner sind noch recht gut dran denn sie leben auf dem Land, vor der Haustür gibt es Wälder und die Natur bietet einigermaßen Wasser und Nahrung aber die Menschen aus den nahe gelegenen größeren Städten sind gezwungen diese zu verlassen um überleben zu können und es dauert nicht lange  bis unzählige hungrige und verzweifelte Menschen das kleine Dorf erreichen das selbst ums Überleben kämpfen muss…

Dies war nach „Rattentanz“ und „one second after“ das dritte Buch das ich zum Thema „Apocalypse-Stromausfall“ gelesen habe und es war absolut großartig!
Das Besondere an diesem Buch ist, dass es zur Abwechslung mal aus der Sicht von einer schon etwas älteren Frau erzählt wird. Ihr genaues Alter erfährt man nicht aber Christines Töchter sind beide bereits erwachsen und Ihre Enkelkinder sind 7, 4 und 2 ½ Jahre alt. Die gesamte Geschichte wird in Tagebuchform erzählt, welches von Christin geführt wird. Der Leser liest also ausschließlich ihre Aufzeichnungen, die sie ungefähr jeden zweiten Tag niederschreibt.

Christin tut dies für sich selbst aber auch für die Nachwelt denn schließlich weiß sie nicht was noch alles passieren wird. Da die gesamte Geschichte ausschließlich Ihre Tagebuchaufzeichnungen umfasst, weiß der Leser auch nur was Christin weiß, selbst mitbekommen oder durch andere Leute erfahren erfährt denn es gibt keinen allwissenden Erzähler.

Interessant fand ich auch dass es kaum Namen gibt und man das ganze Buch über nicht weiß wie die einzelnen Leute eigentlich heißen. Da es sich um Christins Aufzeichnungen handelt, erfährt man natürlich hauptsächlich wie es ihr und ihrer Familie ergeht aber sie spricht immer nur von „meinem Mann“ „Meiner großen Tochter“ oder von „Meinem Schwiegersohn“. Auch dass sie selbst Christin heißt weiß man eigentlich nur durch den Klappentext. Man erfährt eigentlich nur die Namen Ihrer beiden größeren Enkelkinder und von ein paar Leuten aus dem Dorf denen besonders schlimme Dinge wiederfahren sind oder die etwas besonders Schlimmes getan haben.

Ich denke dass die Autorin damit zeigen will dass Namen in einer Ausnahmesituation völlig egal sind und wir alle gleich sind. Trotz der fehlenden Namen baut man eine sehr starke Bindung zu Christin und Ihrer Familie auf denn schließlich liest man hauptsächlich über sie und Ihre Familie und erfährt aufgrund der Tagebuchform auch sehr viel über Ihre Empfindungen, Ängste und Gedanken.
Dadurch ist die Geschichte natürlich auch sehr emotional, man leidet förmlich mit Christin, ihrer Familie und den Menschen in ihrem Dorf mit und ich war an vielen Stellen sehr betroffen und hatte hin und wieder auch ein Tränchen im Auge. Ich habe das Buch verschlungen und fand es sehr schade dass ich die 512 Seiten so schnell durch hatte.

Das Ende hat mir auch sehr gut gefallen denn es ist zwar, wie fast alle Endzeitgeschichten, offen aber man erkennt in welche Richtung sich alles entwickeln wird und es gibt auch kein „Friede-Freude-Bratkartoffel“ Ende. Eine wirklich tolle, spannende, emotionale und erschreckend realistische Geschichte die einem zeigt wie schnell es in unserer hochentwickelten Welt doch zum Ausnahmezustand kommen kann. Eine Geschichte über Stärke, Not und Verzweiflung, über Zusammenhalt, Einfallsreichtum, Familiensinn und Menschlichkeit.

Ein wirklich absolut großartiges Buch, ich kann es nur wärmstens empfehlen!

Sonntag, 30. Juli 2017

Papa Engelchens Segelflug!


                “Überlege dir gut was du dir wünschst, du könntest es bekommen!”

Ein bekanntes Sprichwort und seit letzter Woche wird dieses Sprichwort in unserer Familie wohl etwas ernster genommen…!

Vor einiger Zeit überlegte ich was wir Papa Engelchen zum Geburtstag schenken könnten und mir fehlte ehrlich gesagt die zündende Idee aber die lieferte er uns dann unbewusst selber! Denn ungefähr zeitgleich lümmelte er eines Tages im Liegestuhl, sah über sich ein Segelflugzeug kreisen und sagte zu Mama Engelchen „Das würde ich ja auch gern mal machen“! Dieses Satz kam mir äußerst gelegen und ich setze mich sofort hin und schaute nach Segelflügen…!
Letzte Woche hatte er dann Geburtstag und er war ziemlich geplättet als er seinen Segelfluggutschein in den Händen hielt, er hat förmlich die Gesichtsfarbe gewechselt! Die nächsten Tage waren dann ein spannender Wechsel zwischen Vorfreude und Angst und immer wieder Sätzen wie z.b „Um eine neue Brille kümmere ich mich erst am Montag, vielleicht stürz ich ja am Samstag ab dann wär das ja Geldverschwendung!“
Gestern war es dann soweit und Papa Engelchen war ganz schön aufgeregt, freute sich aber auch gleichzeitig sehr auf den Flug! Wir fuhren also mit ihm zum Segelflugplatz Dortmund Wickede und wurden bereits von einem sehr netten, dreiköpfigen Team erwartet! Viel Zeit um noch aufgeregter zu werde hatte er dann aber nicht denn es ging sofort los, er bekam einen Fallschirm verpasst und schon ging es ab in die Lüfte! Der Start war sehr krass, wir hatten nicht damit geregnet dass das Flugzeug so schnell und steil aufsteigen würde (ich kam mit der Kamera kaum nach) und ich dachte mir „Oh je, wenn er das jetzt nicht mal bereut…!“
Aber er bereute es nicht, stieg nach dem Flug strahlend aus dem Flugzeug und schwärmt noch jetzt von diesem Erlebnis! Er bereut eher dass er das nicht schon vor 20 Jahren ausprobiert hat und wäre am liebsten direkt noch eine Runde geflogen!
Uns ist zwischenzeitlich allerdings mal kurz das Herz stehengeblieben denn der Pilot fragte Papa Engelchen ob er Lust auf „nen freien Fall“ hätte und seine Antwort lautete „Mach doch!“ Wir standen also am Boden und sahen auf einmal wie das Flugzeug plötzlich Richtung Erdboden stürzte –was für ein Schreck!!
Bei dem Flugzeug handelte es sich um eine Ausbildungsmaschine, Papa Engelchen hatte also auf seinem Platz ebenfalls Pedale und Steuerknüppel und sollte das Steuer auch kurzzeitig mal übernehmen, das hat er sich dann allerdings doch nicht getraut…!
Jedenfalls ist unser Geschenk eingeschlagen wie eine Bombe, er hatte tierischen Spaß und es war soooo schön ihn so glücklich zu sehen…!

Fotos gibt es natürlich auch: