Sonntag, 3. Juni 2018

Hühnerstall reloaded!

Die letzten 2 Jahre haben wir hier an Haus und Hof viel renoviert und in Ordnung gebracht! Das waren alles Sachen die notwendig waren, auf die wir aber auch gern verzichtet hätten!

Für dieses Jahr hatten wir uns deshalb ein Projekt vorgenommen das nicht notwendig war, auf das wir aber richtig große Lust hatten, nämlich das Projekt Hühnerstall!
Als ich Kind war hatten wir bereits viele Jahre lang Hühner im Garten aber irgendwann haben wir sie dann abgeschafft da Zeit und Lust fehlten! Seitdem war der alte Hühnerstall leer und wurde im Laufe der Jahre zum Geräteschuppen und zur Plundersammelstätte meines Onkels!
Ende letzten Jahres beschlossen wir dann aber den Hühnerstall wieder auf Vordermann zu bringen und uns wieder Hühner anzuschaffen denn das war schon eine tolle Zeit mit frischen Eiern, eigenen Suppenhühnern und dem Gefühl von Landleben!

Das Projekt Hühnerstall reloaded nahm über den Winter dann immer mehr Gestalt an und im März ging es dann los! Immer wenn wir mal frei, Zeit und Lust hatten dann werkelten wir am Hühnerstall und am Freilaufgehege herum denn es war schon ein gutes Stück Arbeit den mittlerweile doch ziemlich maroden Hühnerstall wieder in Schuss zu setzen! Aber wir hatten ja keinen Zeitdruck, arbeiteten immer nur daran wenn wir auch wirklich Bock dazu hatten und so hat das ganze Projekt totalen Spaß gemacht, obwohl es ziemlich viel Arbeit war! Und es hat sich total gelohnt, der Hühnerstall ist wieder erste Sahne und gestern sind die Hühner eingezogen!
Aus nostalgischen Gründen wollten wir die Hühner unbedingt auf dem Viehmarkt in Kaunitz (bei Verl) kaufen denn auf diesem Viehmarkt haben wir schon damals immer unsere Hühner geholt! In aller Früh ging es also gestern los und der Drachentöter, Mama Engelchen und ich gingen auf Hühner-Shoppingtour!

8 Hühner sind es geworden denn jedes Familienmitglied durfte sich 2 Hühner aussuchen! Papa Engelchen entschied sich aus ebenfalls nostalgischen Gründen für 2 Zwerg-Wyandotten, da das die Rasse ist die wir früher hauptsächlich hatten! Mama Engelchen entschied sich für 2 Zwerg-Brahmas (Früher hatten wir ausversehen mal einen riesen Brahma erwischt), der Drachentöter suchte sich 2 schwarze Marane aus und ich wollte unbedingt 2 holländische Haubenhühner haben! Alles Hennen wohlgemerkt denn wir haben hier im Haus Schichtarbeiter wohnen und auf Ärger mit der Nachbarschaft haben wir auch keinen Bock! Früher fanden es die Nachbarn hier zwar total super vom Hahnenkrähen geweckt zu werden aber das waren alles ältere Leute und heute wohnen hier fast nur noch junge Menschen die bestimmt auch ganz gern mal ausschlafen…! Also bleiben unsere Mädels leider untervögelt…! ;) Aber egal Eier legen sie ja auch ohne Hahn!

Wann es die ersten Eier geben wird das wird sich zeigen denn bisher sind nur die Haubenhühner bereits im legefähigen Alter, der Rest der Mädels braucht noch ca. 10 Wochen bis zum ersten Ei! Aber auch die Haubis haben bisher noch nichts gelegt aber so ein Umzug ist ja auch aufregend, da muss man dann auch Verständnis für haben…! Die Mädels haben sich mittlerweile jedenfalls gut eingelebt, erkunden neugierig das Freilaufgehege und scheinen zufrieden zu sein! Auch Gisi zeigt sich von seiner besten Seite, er findet die Hühner extrem spannend, ist dabei aber super brav und hat die Hühner bisher nicht ein einziges Mal angebellt, obwohl er sonst mit Vorliebe Tauben und Krähen durch den Garten jagt und verscheucht…!

Für den Drachentöter ist das alles natürlich super spannend und aufregend (o.k für uns auch aber wir kennen das alles ja noch von Früher) aber für ihn ist das alles halt noch komplettes Neuland und es ist sooo süß wie er sich über die Mädels freut…!

Neuland sind für meine Eltern und mich nur die Haubenhühner, denn mit denen haben wir bisher gar keine Erfahrungen gemacht und es ist schon merkwürdig/witzig Hühner zu haben die man alle paar Monate mal zum „Frisuer“ schicken muss! :)) Kein Scherz, denen muss man ab und zu mal die Augen freischneiden damit sie sich auch zurecht finden, das haben wir heute schon festgestellt…! Aber die Haubis können wir jetzt schon empfehlen denn so zutrauliche und entspannte Hühner hab ich noch nicht erlebt –wirklich toll!

Jedenfalls ist es total klasse jetzt wieder Hühner zu haben und der Plan war eigentlich diese dann auch irgendwann (so wie Früher) zu essen aber ich befürchte dass daraus wohl nichts wird denn mittlerweile haben sie sogar alle Namen bekommen…! :))

Natürlich gibt es auch Fotos denn ich habe das Projekt Hühnerstall von Anfang an dokumentiert:

https://photos.app.goo.gl/9VSNBT2KE1ej2ivi6

Sonntag, 6. Mai 2018

Helen Fields - die perfekte Gefährtin

WIE WEIT WIRD ER GEHEN, UM DIE PERFEKTE FRAU ZU FINDEN? ... In der Nähe von Edinburgh werden in einer abgebrannten Waldhütte die Überreste einer Frauenleiche gefunden. Nur wenige Gewebespuren führen zu dem Schluss, dass es sich bei der Toten um die vor Tagen verschwundene Anwältin Elaine Buxton handelt. Detective Luc Callanach, der gerade erst seinen Dienst bei der Police Scotland angetreten hat, leitet die Ermittlungen. Doch er ahnt nicht, dass die echte Elaine Buxton noch lebt und in einem Keller gefangen gehalten wird ― von einem Mann, der nur einen Wunsch hat: die Frau zu finden, die er in seine perfekte Gefährtin verwandeln kann. Wird Callanach das Rätsel lösen, bevor der Täter die Geduld mit seinem Opfer verliert?

Dr. Regiald King ist Mitte 50, übergewichtig und unansehnlich. Er arbeitet als Verwaltungsleiter an der Universität, ist mit seinem Job aber ziemlich unterfordert, wird von seinen Arbeitskollegen nicht gemocht und fühlt sich zu viel Höherem bestimmt. Niemand sieht das Potential das in ihm steckt, Frauen wollen nichts von ihm wissen aber es gibt eh keine Frau die gut genug für ihn ist denn keine Frau kann seinen extrem hohen Ansprüchen genügen. Da liegt es ja auf der Hand dass Reginald seinem Glück endlich selbst auf die Sprünge helfen und seine perfekte Frau einfach selbst „erschaffen“ muss…

Luc Callanach, Mitte 30, in Schottland geboren aber in Frankreich aufgewachsen, ist gerade erst nach Schottland zurückgekehrt um dort nochmal von vorne anzufangen. Die Arbeit bei Interpol hat er hinter sich gelassen um zur schottischen Polizei zu wechseln. Der Abschied aus Frankreich fällt ihm alles andere als leicht und er kann sich nur schwer in Schottland einleben denn vor seiner eigenen Vergangenheit kann man nun mal nicht weglaufen…

Die Geschichte ist abwechseln aus Reginald und aus Luc´s Sicht geschrieben, was mit sehr gut gefallen hat. Das Buch setzt sofort voll ein und bleibt bis zum Schluss sehr interessant, spannend, ohne langatmige Passagen und schön krank.

Obwohl es die Geschichte wirklich nicht nötig hat, gibt es auch immer wieder kleine „Anheitzer“ um den Leser noch neugieriger zu machen. Es gibt z.b immer wieder Andeutungen über Luc´s Vergangenheit und man will unbedingt wissen warum er sein geliebtes Frankreich verlassen hat und warum sogar seine Mutter den Kontakt zu ihm abgebrochen hat. Auf diese Fragen erhält der Leser nach und nach Antworten. Außerdem gibt es auch ein paar unerwartete Wendungen die mir gut gefallen haben.

Eine kranke und kreative Geschichte die mich sehr gefesselt und begeistert hat. Zuuu blutig ist sie auch nicht, so dass das Buch auch von Lesern mit nicht so starken Mägen gelesen werden kann…

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann es auf jeden Fall empfehlen!

Dienstag, 1. Mai 2018

Berlin meets Ruhrpott!


Wir hatten Besuch aus Berlin, ich kann es noch immer nicht glauben denn das war eine absolute Sensation! Wir sind jetzt seit fast 14 Jahre zusammen, seit fast 13 Jahren is der Drachentöter bereits im Pott und bis auf unserer Hochzeit im Jahr 2009 hatten wir noch nie Besuch aus Berlin! Familie und Freunde aus Berlin sagen bei Heimatbesuchen zwar immer „wir kommen euch demnächst auch mal besuchen“ aber wirklich gemacht hat es bisher in all den Jahren noch nie Jemand…!

Deshalb war der 4 tägige Besuch von Jens und Kathrin auch so ein besonderes highlight auf das wir uns schon seit Monaten freuten! Die beiden Freunde aus des Drachentöters „Sturm und Drang Zeiten“ waren vorher auch noch nie im Pott, so dass selbstverständlich ein Ruhrpott-Touriprogramm auf die Beine gestellt werden musste!

4 Tage sind keine lange Zeit und stressig sollte es auch nicht werden, deshalb gab es zwar ausreichend Programm, allerdings ohne Hektik und auch nicht zu viel!

Zur Begrüßung wurde zuerst einmal ausgiebig im Garten gegrillt, getrunken und bis nachts am Feuer gesessen! Glücklicherweise waren die Wettergötter auch in diesen 4 Tagen mal wieder auf unserer Seite denn die Tage zuvor schüttete es im Pott wie aus Eimern aber an diesen Tagen hatten wir zum Glück sehr annehmbares und teilweise auch richtig schönes Wetter!

Am nächsten Tag fuhren wir mit den beiden deshalb auch zur Halde Hoheward nach Herten, überquerten die Drachenbrücke, zeigten ihnen die Sonnenuhr, das Horizont-Observatorium und natürlich die Aussicht über das Ruhrgebiet und die Zeche Ewald!

Da die beiden sich sehr fürs geocachen interessieren, es selbst aber noch nie gemacht haben, nahmen wir auf dem Weg nach oben auch noch ein paar caches mit und die beiden waren davon so begeistert dass sie jetzt auch anfangen wollen zu cachen…!

Nach so viel Bewegung mussten wir uns natürlich erst einmal stärken und so fuhren wir anschließend ins Bermuda Dreieck nach Bochum um den beiden mal eine anständige Currywurst zu präsentieren (die Berliner Currywurst kannste ja vergessen, die würdste hier umme Ohren gehauen kriegen)!

Und wie es der Zufall so will, stolperte wir in Bochum sogar zufällig in einen riesigen Maischützenumzug, so dass unsere Berliner Gäste sogar in den Genuss des „Steigerliedes“ kamen –das war schon echt ein sehr schöner und extrem passender Zufall!

Am nächsten Tag ging es dann mit der Straßenbahn nach Dortmund denn passenderweise fand an diesem Wochenende auch das MPS in Fredenbaum statt und da wollten wir mit den Berliners auch unbedingt hin! Die beiden waren zwar schon mal auf einem Mittelaltermarkt und fanden das auch sehr schön, so ein großes Spectacel hatten sie aber noch nie gesehen und waren von der Größe und dem ganzen Drum und Dran sehr begeistert! Eigentlich hatten wir den Besuch des MPS schon für Samstag geplant, allerdings waren wir über die Eintrittspreise dann doch zu schockiert denn 30 Euro pro Person fanden wir echt unverschämt teuer! So beschlossen wir dann lieber Sonntag hin zu fahren denn da kostete der Eintritt nur 15 Euro! Und es war nicht nur wegen des Geldes eine gute Entscheidung denn am Sonntag war das Wetter auch am schönsten und teilweise hat die Sonne sogar richtig stark geballert! Es war ein richtig toller Tag und auch die Bands (von denen uns viele bisher noch unbekannt waren) waren echt klasse!

Am letzten Tag gab es noch einen Bummel durch die Dortmunder Innenstadt, mit einem Blick auf die Reinoldikirche und das „Dortmunder U“, bevor sich Jens und Kathrin wieder auf den Weg nach Berlin machten!

Es waren 4 wirklich tolle Tage und wir freuen uns jetzt schon auf den nächsten Besuch und die nächste Touri-Tour denn der Ruhrpott hat schließlich noch soooo viel mehr zu bieten…!

Und natürlich sind auch Fotos entstanden:

Mittwoch, 25. April 2018

Emmi Itäranta – Der Geschmack von Wasser

Seit frühester Kindheit sind Noria und Sanja beste Freundinnen: Noria, die Tochter des Teemeisters, die bald selbst Teemeisterin sein wird und die Traditionen ihres Vaters auf die ihr eigene Weise neu auslegt, und Sanja, die gerne über die nahe gelegene Mülldeponie streift, um dort Plastikgeräte aus der »Alten Zeit« zu suchen und sie zu reparieren. Als Sanjas Familie immer mehr unter der allgemeinen Trinkwasserknappheit im Land zu leiden hat, entschließt sich Noria zu einem schicksalhaften Schritt: Sie erzählt ihrer Freundin von der geheimen Wasserquelle in der Felshöhle. Bald gibt es noch mehr Mitwisser, und Noria gerät ins Visier des Militärs, das jedes Geheimhalten von Wasservorräten als Wasserstraftat brandmarkt und ohne Gnade verfolgt. 

Noria ist 17 Jahre alt, hat gerade die Schule beendet und muss sich jetzt überlegen welchen Weg Sie gehen möchte. Ihrer Mutter wäre es am liebsten wenn Sie in eine große Stadt gehen und dort einen Beruf erlernen würde. Ihr Vater wünscht sich allerdings dass Noria in Ihrem kleinen Dorf bleibt um wie er Teemeisterin zu werden, so wie es seit vielen Generationen in der Familie Tradition ist und das ist auch Norias Wunsch.

Allerdings sind die Zeiten hart, Teemeister ist kein erstrebenswerter Beruf mehr, vor allem nicht auf dem Land denn dort nehmen nur noch Wenige an Teezeremonien teil.

Seit Jahrhunderten schon ist das Trinkwasser knapp und es wird immer knapper. Die Leute bekommen Ihr Trinkwasser wöchentlich von der Regierung zugeteilt, es besteht aus gereinigtem und vom Salz befreiten Meerwasser aber die Rationen sind knapp und werden von Woche zu Woche knapper. Die Kontrollen und die Überwachung  durch das Militär werden immer strenger und Wasserverbrechen (die illegale Beschaffung und der Besitz von Wasser) werden immer schwerer bestraft…!

Zwar bekommen Teemeister, die so etwas ähnliches wie Priester sind, zwar eine größere Menge Wasser zugeteilt aber auch diese Mengen reichen zum Leben eigentlich nicht aus.
Früher nannten sich die Teemeister selbst  auch „Die Hüter des Wassers“ und viele Teemeister besaßen eine geheime Quelle. Von dieser Quelle erfährt Noria jetzt denn nun wird Sie ja selbst Teemeisterin und Sie steht vor der schweren Aufgabe dieses Wissen geheim zu halten obwohl die Menschen in Ihrem Dorf dursten und es der Familie ihrer besten Freundin Sania besonders schlecht geht…!

Die Geschichte spielt in einer nicht näher definierten Zukunft in „Neu Skandinavien“. Der Klimawandel hat die Pole vor langer Zeit schmelzen lassen, ganze Länder und teilweise sogar Kontinente wurden überflutet, so dass es keine natürlichen Süßwasservorkommnisse mehr gibt. Es gibt keine richtigen Winter mehr, es regnet kaum und die Welt ist auch von mehreren Ölkriegen stark gezeichnet denn Öl gibt es auch schon seit Jahrhunderten nicht mehr. Das Jahrhundert nach den größten Ölkriegen wird „das Jahrhundert der Dämmerung“ genannt aber dies ist nun auch schon mehrere hundert Jahre her und sehr viel an Wissen und Geschichte aus der Zeit vor der Dämmerung ist verloren gegangen…

So können sich Noria und Sania zuerst nicht erklären was es z.b mit den kleinen, silbernen Scheiben auf sich hat die sie auf der Mülldeponie finden…! Da sich Sania aber sehr für vergessene Technologien aus der „alten Zeit“ interessiert, findet sie bald ein Gerät mit dem Sie den Scheiben Geräusche bzw Aufzeichnungen entlocken kann und diese Aufzeichnungen stammen aus dem Jahrhundert nach der Dämmerung, betreffen die überfluteten und verbotenen Lande und sind streng geheim…!

Die Geschichte hat mir prinzipiell gut gefallen, obwohl sie nicht zu den besten Endzeitgeschichten gehört die ich bisher gelesen habe! Ich habe nichts gegen offene Enden aber hier ist es so als ob die Geschichte einfach mittendrin aufhört! Der Leser wird heiß gemacht mit den geheimen Aufzeichnungen einer Forschungsexpedition in den angeblich unbewohnbaren und überfluteten Ländern und dann passiert einfach Nichts mehr in dieser Richtung.

Klar ist das Ende, so wie es die Autorin geschaffen hat, ein viel realistischeres Ende und auf zu viel „Friede-Freude-Bratkartoffel“ steh ich ja eh nicht aber diese Geschichte hat für mich nicht einfach nur ein offenes Ende sondern sie fühlt sich für mich einfach unvollendet an! Oftmals beschwere ich mich ja darüber dass es scheinbar nur noch Trilogien gibt aber in diesem Fall wünschte ich mir dass es der erste Teil einer Trilogie wäre denn es gäbe noch so unendlich viel zu erzählen. Selbst ich hätte noch 100 Ideen was noch allem kommen könnte (und ich bin eigentlich extrem unkreativ) und ich kann echt nicht verstehen wie die Autorin eine Geschichte mit noch so viel Potential einfach so auslaufen/einschlafen lassen kann…!

Als die Geschichte endete da habe ich deshalb auch erst einmal recherschiert ob es nicht doch eine Trilogie ist bzw werden soll aber das ist definitiv nicht der Fall, was ich wirklich sehr schade und auch unlogisch finde!

Die Geschichte hat mir wie gesagt gut gefallen aber es gibt meiner Meinung nach einfach kein Ende sondern sie ist für mich einfach unvollendet…!

Endzeitfans die auf dem Trockenen sitzen weil Sie die meisten großen Bücher zu dem Thema schon gelesen haben kann ich das Buch schon empfehlen aber der große Brüller ist es dank des abrupten Endes halt nicht…

Dienstag, 10. April 2018

3 Tage am Steinhuder Meer!

Hach Kinners, war dat großartig!!
 
Bereits vor ein paar Monaten beschlossen wir in unserem Urlaub für ein paar Tage weg zu fahren und die Wahl fiel auf das Steinhuder Meer! Der Urlaub rückte näher und das Wetter zeigte sich wochenlang von seiner schlechtesten Seite und wir befürchteten Schlimmes…!

Aber es sollte anders kommen denn pünktlich zum Urlaubsbeginn schlug das Wetter schnell und kräftig um und der Frühling kam mit Macht!

Das Steinhuder Meer empfing uns mit strahlendem Sonnenschein, wolkenlos und mit blauem Himmel bei tollen, wenn auch zuerst noch leicht frischen Temperaturen –wir konnten unser Glück kaum fassen!

Einquartiert hatten wir uns auf einem alten Bauernhof mit 5 Gästezimmern und 2 Ferienwohnungen, in dem kleinen Örtchen „Auhagen“, 6 Kilometer vom Steinhuder Meer entfernt und es war toll dort! Gemietet hatten wir eine Ferienwohnung mit Terrasse und das war eine super Entscheidung! Das Örtchen Auhagen ist sehr winzig, eigentlich gibt es dort nur ein paar Bauernhöfe und das war es dann auch schon! Totale Idylle, frühstücken im Sonnenschein auf der Terrasse und im Hintergrund ein paar blökende Schafe und gackernde Hühner denn wir waren die einzigen Gäste –herrlich!

Am Steinhuder Meer selbst hat es uns auch super gut gefallen und man bekommt an dem 30  Quadratkilometer großem See wirklich den Eindruck man wäre tatsächlich am Meer!

Wir schlenderten über die Promenade in Steinhude, aßen selbstverständlich reichlich frischen Fisch und Krabben, wobei es stündlich immer wärmer wurde und mieteten uns bei Sonnenuntergag ein kleines Boot mit dem wir der untergehenden Sonne entgegenfuhren  –einfach nur traumhaft!

Wir fuhren auch zum Nordufer um dort spazieren zu gehen und stellten dabei fest, dass sich das Nord- und das Südufer stark voneinander unterscheiden! Während man am Südufer (an der Promenade in Steinhude) reichlich Restaurants, Cafes, Fischbuden, Eisstände usw vorfindet und dort auch Boote mieten und Bootsausflüge buchen kann, gibt es das am Nordufer alles nicht! Dort ist der See und die Natur rauer und sehr naturbelassen, dafür gibt es tolle Strandabschnitte und der Wind wehte stärker (während es am Südufer ziemlich windstill war)! Am Nordufer tummeln sich deshalb auch die Windsufer, die ordentlich auf ihre Kosten kommen und es macht richtig Spaß sie dabei zu beobachten…!

Trotz des tollen Wetters war es sowohl am Nord- als auch am Südufer nicht überlaufen aber das sollte sich am nächsten Tag ändern…! Der nächste Tag präsentierte sich nämlich noch schöner und wärmer als der Vorherige und man konnte eigentlich schon nicht mehr von Frühling sprechen denn es herrschten richtig sommerliche Temperaturen! Wir hatten tatsächlich 26 Grad und absolut wolkenlose Windstille, da kam sogar ordentlich Sonnencreme zum Einsatz! Wir fuhren zuerst mit einem „Auswandererboot“ eine halbe Stunde lang zur Insel „Wilhelmstein“ und besichtigten dort die alte Festung, die früher zeitweise sogar mal als Gefängnis diente!

Als wir nach dieser Tour zur Promenade zurückkehrten, war es doch ziemlich voll dort und das gefiel uns gar nicht! Wir beschlossen dann dem Rundwanderweg zur Badeinsel zu folgen und ihr einen Besuch abzustatten! Die Badeinsel ist durch eine Brücke mit dem Festland verbunden, so dass man sie auch zu Fuß erreichen kann! Auf der Insel war es zwar auch nicht unbedingt leer aber es war auch nicht überlaufen und wir ergatterten am Aussichtturm sogar noch einen Platz direkt am Wasser und erfrischten uns erst einmal ein Weilchen mit kühlen Getränken aus dem dortigen Imbiss!

Zurück an der Promenade traf und dann aber fast der Schlag denn es war inzwischen so brechend voll dort dass man kein Bein mehr an die Erde bekam und das wollten wir uns echt nicht antun! Kurzerhand setzten wir uns also ins Auto und fuhren ein paar Orte weiter, wo wir uns einen kleinen, einsamen Bootssteg suchten und die totale Ruhe genossen! An diesem Steg verbrachten wir dann ein paar Stunden in der Sonne und genossen das fantastische Wetter und den Sonnenuntergang! Erst abends kehrten wir zur Promenade  zurück, in der Hoffnung dass sich die Massen inzwischen gelichtet haben und dieser Wunsch wurde uns auch tatsächlich erfüllt! Die Massen waren abgezogen, es war wieder schön ruhig und wir bekamen sogar einen Platz auf der Strandterrasse direkt am Wasser, wo wir dann mal wieder leckere Fischgerichte aßen und auf den See blickten!

Am letzten Tag checkten wir erst einmal gemütlich aus unserem Bauernhof aus und erkundeten noch ein bisschen die Gegend und eine Stelle des Sees an der wir noch nicht gewesen waren! Danach folgte ein letzter Besuch an der Promenade, wo wir zu Mittag aßen, uns mit Fisch für zu Hause eindeckten und uns dann irgendwann gemütlich auf den Weg machten…!

Diese 3 Tage waren sowas von großartig, es war rundum einfach alles super toll und es war eine richtig gute Entscheidung ans Steinhuder Meer zu fahren!

Die 3 Tage waren auch genau der richtige Zeitrahmen für einen Kurzurlaub dort denn auch wenn der See riesig ist, so kann man ihn nicht uneingeschränkt besuchen! Es gibt eigentlich nur 4 Stellen/Orte an denen man direkt zum Ufer kann, der Rest ist Naturschutzgebiet und nicht zugänglich, was für die Natur und die Tiere eine echt gute Sache ist! Wir haben in den 3 Tagen eigentlich alles gesehen und gemacht was man am Steinhuder Meer so unternehmen kann und an weiteren Tagen hätte es wohl Wiederholungen gegeben (was aber auch nicht schlimm gewesen wäre denn erneutes Bootfahren hätte uns auch gut gefallen)!

Wer begeisterter Fahrradfahrer oder Windsurfer ist, dem würde ich auch einen längeren Aufenthalt empfehlen denn es gibt viele Rundwege und Strecken für Fahrradfahrer und die Windsurfer können vom Nordufer bestimmt eh nicht genug bekommen…! Für uns war es aber die perfekte Aufenthaltsdauer! 

Ein verlängertes Wochenende oder einen Kurzurlaub ans Steinhuder Meer können wir nur wärmstens empfehlen, es ist wie ein Urlaub am Meer das man (vom Ruhrpott aus) in nur 2 Stunden erreicht hat!

Natürlich sind auch wieder viele Fotos entstanden die man sich hier anschauen kann:



Montag, 2. April 2018

Ostern!

So nun ist Ostern auch schon wieder rum! War nicht grad erst Silvester?
Zumindest das Wetter schreitet nicht so schnell voran wie sich das Jahr anfühlt! Der Frühling lässt ganz schön auf sich warten und dabei haben wir sogar noch Glück im Unglück denn uns erreichten ziemlich dick verschneite Ostergrüße aus Berlin und von der Ostsee -unfassbar!

Karfreitag stand abends ein schönes und sehr leckeres Abendessen im Waltroper "Yachthafen" an denn es gab noch einen Geburtstag nachzufeiern! Sehr gefreut hab ich mich als ich entdeckte dass es schon Spargel auf der Karte gab!




Samstag gab es dann tatsächlich mal wieder ein bisschen Frühling und ich habe tatsächlich einige Stunden mit nem Buch auf der Terrasse verbracht und musste mir sogar das Gesicht eincremen denn wenn die Sonne da ist dann hat sie auch schon gut Kraft -leider ist sie zur Zeit nicht so oft da...!







Ostersonntag war es dann mit dem Frühling auch schon wieder vorbei denn es war grau in grau und schüttete ganz schön kräftig! Gut dass wir einige Stunden drinnen beschäftigt waren denn wir hatten uns ganz schön viel vorgenommen...!






Nachmittags kriegte sich das Wetter dann zum Glück aber noch ein und es blieb zumindest trocken! Das passte uns sehr gut in den Kram denn schließlich wollten wir noch DAS Event des Dorflebens besuchen! Dieses Jahr steht ja "Hühnerstall reloaded" auf dem Plan und das war eine gute Gelegenheit um sich ein paar Inspirationen zu holen! Und der Besuch hat sich auch gelohnt denn ich war ganz begeistert dass sogar "Holländische Haubenhühner" vertreten waren denn mit denen liebäugle ich schon seit Monaten! Ich hab auch direkt Kontakte geknüpft und meinen persönlichen Haubenhuhn-Dealer gefunden...!










Heute hielt sich das Wetter zum Glück auch denn es stand ein kleines, privates Osterfeuerken auf dem Programm! Eigentlich brauchen wir ja absolut keinen Grund für Feuer aber an Ostern passt so ein Feuer dann natürlich besonders gut...! Heute war dann auch der Drachentöter dabei denn an den restlichen Ostertagen musste er leider komplett arbeiten -Ja ja, Lokführer ist schn ein "toller" Beruf...!! 


Ab Morgen soll dann (angeblich) der Frühling endlich längerfristig Einzug eralten und kann es nur hoffen und wünschen denn nur noch die restliche Woche überstehen und dann ist erst einmal Urlaub angesagt...!



Freitag, 30. März 2018

Jens Bühler - Reset


Hauptkommissar Markus Steller leitet einen Polizeieinsatz von Spezialkräften in der Frankfurter Innenstadt. Zeitgleich, nur wenige hundert Meter entfernt, überfällt Demir Kara zusammen mit seinem Komplizen einen Diamantenkurier. Beide Unternehmungen versinken im Chaos, als sich die Stadt innerhalb von Minuten in ein Tollhaus verwandelt. Von rasender Wut besessen beginnen die Menschen übereinander herzufallen. Wer sich nicht in Sicherheit bringt, wird in Stücke gerissen. Verzweifelt versuchen beide Männer, gemeinsam mit anderen Überlebenden, der Hölle zu entkommen. Während die Welt dem Wahnsinn zu erliegen droht, erfährt die Kommandantin des Forschungsbunkers Fenris, Generalmajor Aila Torbeck, dass der Feuersturm der Wut, der die Welt verbrennt, erst der Anfang ist. Der Druck, der auf Torbeck lastet, ist gewaltig. Sie und ihre Mitarbeiter sind die letzte Hoffnung auf Rettung vor dem drohenden Untergang. Aber die Kommandantin hat noch ganz andere Sorgen. Wie soll sie ihre Tochter Katta retten, die alleine in Frankfurt um ihr Leben kämpft?


Generalmajor Aila Torbeck ist 50 Jahre alt, alleinerziehende Mutter einer 20 jährigen Tochter und die Leiterin der neuen und hoch geheimen biologischen Forschungseinrichtung „Fenris“. Fenris befindet sich in einem riesigen Bunkerkomplex, tief eingelassen in einem Berg des Schwarzwaldes.

Eines Tages wird aus heiterem Himmel die höchste Alarmstufe ausgelöst und Aila wird in Windeseile von Soldaten abgeholt und in den Bunker gebracht der hinter ihr direkt versiegelt wird. Eigentlich steht Ihrer Tochter im Ernstfall auch der Schutz des Bunkers zu aber diese befindet sich an diesem Wochenende ausgerechnet in Frankfurt…

Über Drohnen und Monitore muss Aila mit ansehen wie die Welt um Sie herum im Chaos versinkt und ein Großteil der Bevölkerung innerhalb von ein paar Minuten von enormer Wut und Raserei gepackt wird und auf andere Menschen losgeht. Und dieses Phänomen beschränkt sich nicht nur auf Deutschland sondern tritt weltweit auf…

Als alles außer Kontrolle gerät befindet sich der 20 jährige Demir gerade vor einem Bankgebäude um mit seinem Freund einen Diamantenkurier zu überfallen. Als die rasende Meute auf ihn losgeht, bleibt ihm nichts anderes übrig als sich auf das Dach des riesigen Bankgebäudes zu flüchten…

Währenddessen hat der 40 jährige Polizist Markus Steller gerade einen sehr emotionalen Einsatz hinter sich, der ihn an die Grenzen seiner Belastbarkeit gebracht hat, als auch er bemerkt wie das Chaos ausbricht…

Es fällt mir etwas schwer über dieses Buch zu schreiben denn auf der einen Seite hat es mir gut gefallen, auf der anderen Seite hat mich aber so einiges doch ziemlich gestört.

Ich lasse jetzt mal außen vor dass es mich zu Anfang doch sehr aufgeregt hat dass Aila Torbeck zwar die Leiterin von Fenris ist, im Grunde aber eigentlich gar nicht weiß was dort überhaupt gemacht wird.

Die Geschichte ist in einem rasantem Tempo geschrieben und umfasst insgesamt einen Zeitraum von lediglich 4 Tagen.

Die einzelnen Kapitel werden abwechselnd aus Ailas, Demirs und Markus Sicht erzählt und sind zu Anfang noch ziemlich lang. Nach und nach wird die Geschichte immer schneller und rasanter und die Kapitel werden deutlich kürzer, bis sie letztendlich nur noch maximal eine Seite umfassen.

Die einzelnen Figuren sind sehr detailliert beschrieben, so dass man schnell an ihnen hängt und mit ihnen mitfiebert. Recht schnell begegnen sich die Figuren auch, so dass ihre Geschichten zu einer gemeinsamen Reise verschmelzen…

Ich liebe Geschichten in denen unterschiedliche Charaktere in Ausnahmesituationen um ihr Leben kämpfen und flüchten müssen und Endzeitgeschichten sind ja eh voll mein Ding.

Was ich allerdings überhaupt nicht mag das sind Science Fiction Elemente und leider driftet die Geschichte gegen Ende in diese Richtung ab. Hätte ich das von Anfang an gewusst dann hätte ich dieses Buch gar nicht erst angefangen. Zum Glück ist es nur der letzte Teil der in diese Richtung geht denn wäre das bereits früher der Fall gewesen so hätte ich die 500 Seiten bestimmt nicht zu Ende gelesen…!

Ich hing aber bereits zu sehr an den Figuren und fieberte zu sehr mit Ihnen mit als dass ich das Buch noch hätte abbrechen können. Außerdem wollte ich schon sehr gerne wissen wie die Geschichte ausgeht. Ich bin auch froh dass ich das Buch nicht abgebrochen habe denn die Geschichte war bis zum Schluss sehr spannend, voller Action und hat mir trotz dieser Science Fiction Wandlung gut gefallen (auch wenn ich mir ein anderes Ende gewünscht hätte).

Wenn man Science Fiction mag dann kann man gegen das Ende aber auch wirklich nichts sagen denn ich muss gestehen dass die Idee schon sehr kreativ und echt nicht schlecht war, ich hätte es mir aber halt trotzdem anders gewünscht…

Bis auf das Ende hat mir das Buch wirklich gut gefallen und ich würde es durchaus empfehlen, es ist aber mit Sicherheit nicht jedermanns Geschmack…