Samstag, 14. November 2015

Anna Palm – Schmetterling aus Staub



Die Stadt, in der die 16-jährige Mika lebt, gleicht dem Paradies: Blumen blühen überall, die Menschen lächeln einander freundlich an und die Sonne scheint 365 Tage im Jahr. Dennoch ist Mika nicht glücklich. Seit sie vor acht Jahren am staatlich angeordneten Persönlichkeitstest teilnehmen musste, ahnt sie, dass die Realität außerhalb von Seelenheide ganz anders aussieht, als sie das Fernsehen glauben machen will. Ihre Vermutung bestätigt sich, als eines Tages ein fremder Junge auf der Mauer in ihrem Garten sitzt. Aaron gehört zu den »Risi­kos«, die als Kinder von ihren Eltern getrennt werden, weil sie sich zu Freidenkern entwickeln könnten. Die Regierung hat Angst vor ihnen, nennt sie Verbrecher und sperrt sie ein. Aaron konnte fliehen und will nun das System stürzen, das ihn und Tausende andere aussortiert hat. Mika ist vom ersten Moment an fasziniert von Aaron und begibt sich mit ihm auf die gefährliche Mission. Doch schon bald muss sie sich nicht nur mit Kopfgeldjägern auseinandersetzen, sondern auch mit Janna, die bei dem Test zum »Machtmenschen« erkoren wurde.

Die Geschichte spielt im Jahr 2250 und wird aus der Ich-Erzählperspektive der 16 jährigen Mika erzählt. Vor ca. 70 Jahren wurde Deutschland von einer Infektion heimgesucht, die großen Teilen der Bevölkerung das Leben gekostet hat und die Bevölkerungszahl Deutschlands drastisch minimiert hat. Ein Diktator, der sich selbst „Caesar“ nennt, bekam die Herrschaft über Deutschland und schuf das neue „Alemania“. Seitdem ist Alemania vom Rest der Welt abgeschottet und hat nichts mehr mit dem eigentlichen Deutschland gemeinsam.
Alemania besteht nun aus 4 Sektoren, nämlich aus „Seelenheide“, aus „Geistfurt“, „Machthall“ und „Sturmbruch“. Der Rest des Landes ist unbewohntes Ödland und die 4 Sektoren sind durch Mauern abgeschottet und liegen weit voneinander entfernt, so dass es keine Berührungspunkte zwischen den Sektoren gibt. Den Menschen ist es strengstens untersagt Ihre jeweiligen Sektoren zu verlassen. In Seelenheide leben die „Harmoniemenschen“, die Arbeiterschicht in der die Menschen Bauern sind oder auf Obstplantagen arbeiten. Sie sollen immer glücklich sein und sind einzig und allein dazu da um glückliche und zufriedene Nachkommen zu zeugen, die wiederum glückliche aber kleingehaltene Bauern werden. Wissen wird Ihnen verwehrt, sie sollen nicht denken, nichts hinterfragen denn dazu gibt es schließlich die Gelehrten aus Geistfurt. Diese Menschen fristen Ihr einsames Leben in Laboratorien oder Bibliotheken um Alemania mit neuem Wissen und Erfindungen zu versorgen, glücklich sind sie jedoch nicht.
Die Menschen in „Machthall“ sind kalthartzig, zielstrebig und wie schon der Name sagt Machtbesessen. Diese Gruppe von Menschen sind Caesars bevorzugte Bevölkerungsschicht und sie bekommen vom ihm Vieles dass den anderen Schichten verwehrt wird wie z.b Partys und Alkohol. Diese Machtmenschen sind Caesars Soldaten, Leibwächter und sein innerer Kreis, der ihm dabei hilft das System aufrecht zu erhalten.
Der Dorn im Auge der Nation sind die „Risikos“ aus Sturmbruch. Es sind abenteuerlustige Freidenker die es gilt auszurotten. Sturmbruch ist verfallen und dem Rest Alemanias werden seit Jahrzehnten die schlimmsten Geschichten über die Risikomenschen erzählt. Sturmbruch selbst ist noch einmal unterteilt und zwar in die „Frauenstadt“ und die „Männerstadt“ denn selbstverständlich möchte Caesar nicht dass sich die Risikos fortpflanzen und neue Risikokinder zur Welt bringen. Schwangere Risikofrauen werden sofort getötet.
Im Alter von 8 Jahren müssen alle Kinder Alemanias zur „Selektion“, einem psychologischen Test, bei dem festgestellt werden soll, was für eine Persönlichkeit sie entwickeln werden. Ein Kind, welches z.b aus einer Harmoniefamilie stammt, aber eher Tendenzen zum Machtmenschen hat, wird somit aus der Familie herausgenommen und einer Familie in Machthall zugeteilt.
Als die kleine Mika zur Selektion muss, da wissen sie und Ihre Harmonieeltern eigentlich, dass Mika kein Harmoniemädchen ist aber Mika hat verstanden was zu tun ist um bei Ihren geliebten Eltern bleiben zu dürfen und gibt bei der Selektion unehrliche Antworten…!
Nun ist Mika 16 Jahre alt und nicht glücklich in Seelenheide denn Sie möchte mehr als glücklich Pfannkuchen essen, sie möchte Abenteuer erleben, das Land bereisen oder einfach nur wissenschaftliche Artikel veröffentlichen. Eines Tages sitzt dann der Risikojunge Aron auf Ihrer Mauer und Aron hat Genug von diesem System und möchte Caesar stürzen…!

Ich muss sagen dass ich begeistert bin! Eine wirklich tolle, detailliert ausgedachte und spannende Dystopie! Ich persönlich mag es sehr gerne wenn eine Geschichte aus der Ich-Erzählperspektive erzählt wird, man so richtig intensiv mit dem Erzähler mitfiebern kann und das ist hier auf jeden Fall gegeben!
Meiner Meinung nach hat sich die Autorin von der großartigen „Delirium Trilogie“ von Lauren Oliver inspirieren lassen, denn vor allem zu Anfang, gibt es doch deutliche Parallelen, die sich im Laufe der Geschichte aber immer mehr verlieren! Ich möchte jetzt aber Nichts unterstellen und es ist auch nur mein persönliches Empfinden…!
Ein bisschen etwas hat mich aber schon gestört! In der Geschichte ist Alemania vom Rest der Welt völlig abgeschottet, die Bevölkerung weiß Nichts über die Geschehnisse der übrigen Welt oder über die Vergangenheit und altes Wissen, ja sogar Fremdsprachen sind im Laufe der Jahre völlig in Vergessenheit geraten. Das ist ja alles schön und gut aber die Figuren benutzen immer wieder mal Sprichwörter und Redewendungen die sie eigentlich gar nicht mehr kennen dürften und das hat mich ein klein wenig gestört, halt weil der Rest so gut durchdacht ist. Vielleicht bin ich mittlerweile aber auch zu empfindlich und hier geht einfach der „Endzeitpingel“ mit mir durch…!

Von Anna Palm habe ich bereits „die Selbstvergessenen“ gelesen, was mir auch gefallen hat, mit „Schmetterling aus Staub“ aber nicht zu vergleichen ist, denn dieses Buch ist noch ein paar Klassen besser.

Ein wirklich tolles Buch, das ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann!

Sonntag, 1. November 2015

Antje Wagner – Vakuum




Am 17. August um 15.07 Uhr bleibt die Zeit stehen. Kora. Tamara. Alissa. Leon. Hannes. Sie alle haben einen dunklen Fleck in ihrer Vergangenheit und erleben, was es heißt, allein zu sein. Denn am 17. August um 15.07 Uhr passiert das Undenkbare: Die Zeit bleibt stehen, und alle Menschen um sie herum sind plötzlich verschwunden. In diesem beängstigenden Vakuum finden die fünf Jugendlichen nach und nach heraus, dass sie auf geheimnisvolle Weise miteinander verbunden sind.

Erzählt werden abwechselnd und in verschiedenen, unabhängigen Kapiteln die Geschichten von Alissa, Leon, Hannes, Tamara und Kora! Jeder dieser Jugendlichen hat ein Geheimnis und ein bewegtes Leben hinter sich, was den Leser, obwohl das Buch recht unspektakulär und sogar etwas langwierig beginnt, sehr neugierig macht! Warum herrscht zwischen den Geschwistern Alissa (18) und Ihrem Bruder Leon (12) so eine frostige Stimmung und warum haben Sie und Ihre Eltern vor 2 Jahren so überstürzt ihr Heimatörtchen verlassen? Welche Schuldgefühle quälen den 16 jährigen Hannes so sehr, dass er sich von seiner besten Freundin abgewendet hat und jeden Abend um genau 20.30 Uhr zum Golfplatz fährt um dort Schilder zu kontrollieren? Aus welchem Grund sitzt die 16 jährige Kora bereits ein halbes Jahr im Jugendgefängnis und hat noch weitere 1 ½ Jahre vor sich?

Nach und nach erfährt man mehr über die Jugendlichen, die im Laufe der Geschichte aufeinandertreffen und zu einer spannenden Reise aufbrechen! Und da ist dann natürlich noch DIE Frage überhaupt: Wohin sind all die Menschen verschwunden und warum sind diese Jugendlichen als einzige Menschen nicht auch verschwunden…?

Vor einiger Zeit hab ich bereits „Unland“ von Frau Wagner gelesen und es hat mir sehr gut gefallen! Als ich mir „Unland“ besorgte, da wusste ich nicht dass die Geschichte nach und nach ins „Übersinnliche“ abdriften würde, was mir eigentlich gar nicht gefällt und mich definitiv davon abgehalten hätte dieses Buch zu lesen! „Unland“ hat mir dann aber trotz dieser Fantasyaspekte wirklich gut gefallen und deshalb beschloss ich auch „Vakuum“ zu lesen! Bei diesem Buch war mir von vorne herein klar, dass auch diese Geschichte „übersinnlich“ sein würde aber ich war mir ziemlich sicher dass mir das Buch gefallen wird und so war es dann auch!

Wie bereits „Unland“ ist auch „Vakuum“ eine sehr schöne, spannende und rührende Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt, Verantwortung, Schuld, Trauer und das Erwachsenwerden! Ein wirklich tolles Jugendbuch das ich genau wie „Unland“ unbedingt empfehlen kann und es war bestimmt nicht das letzte Buch das ich von Frau Wagner gelesen habe!

Halloween 2015!




Nicole und Sebastian veranstalteten gestern eine Halloweenparty! Was vor einigen Wochen als kleines, gemütliches zusammensitzen geplant wurde, verselbstständigte sich im Laufe der Wochen irgendwie und wurde letztendlich zu einer Party mit 15 Personen! Aus diesem Grund entschlossen wir uns dann in den Schminktopf zu greifen denn ich wollte mich schon immer mal richtig cool als Zombie herrichten! Der Drachentöter zog mit und wurde zum Zombielokführer! Nette Kollegen behaupten zwar, dass er nach der Nachtschicht doch öfter mal so aussieht, aber finde dass schon ein kleiner Unterschied zu sehen war…! ;-)









Die Party war auf jeden Fall lang, schön und äußerst lecker! Es gab Kürbissuppe, Kürbiskuchen, herzhafte Muffins mit Zucchini/Paprika Füllung, süße Karamellmuffins, Brot mit Hackfleischfüllung, Schlammbowle und noch Vieles mehr…! Große Pläne wurden geschmiedet und freuen uns jetzt schon darauf die chinesische Mauer aus Fischstäbchen nachzubauen und ins „Rätselbootcamp“ zu dürfen…! ;-)
Leider habe ich vor lauter quatschen und lachen völlig vergessen Fotos zu machen aber ein paar Schnappschüsse gibt es:








Freitag, 30. Oktober 2015

Kastanienbewegung 2015!

Es ist wieder soweit! Etwas spät in diesem Jahr aber hauptsache sie findet statt -die Kastanienbewegung! Wir brauchen blog.de nicht um liebgewonnene Traditionen aufrecht zu halten und das freut mich sehr! Und auch in diesem Jahr bin ich wieder dabei und habe meine kleine Knolle schon etwas länger in der Tasche (ich habe sie beim Hunderennen adoptiert)!
Ursprünglich war sie schön rund aber mittlerweile ist sie irgendwie geplättet...! Aber ich finde, dass ihr das "das gewisse Etwas" verleiht, und deshalb darf sie ruhig platt sein...!

Hier isse:


                        Möge sie uns einen milden Winter und einen frühen Frühling bescheren...!!

Sonntag, 18. Oktober 2015

Cheryl Kaye Tardif – Wilder Fluss



Der South Nahanni River in den kanadischen Northwest Territories ist bekannt für seine Geschichten um mysteriöse Todesfälle, kopflose Leichen und Entführungen, aber er kann auch der Schlüssel zum Überleben der Menschheit sein oder ihrer Zerstörung. Del dachte, dass ihr Vater schon lange tot war. Doch jemand aus ihrer Vergangenheit behauptet etwas anderes. Jetzt ist sie mit einer Gruppe ihr nahezu fremder Menschen auf einer lebensgefährlichen Mission ... Vor sieben Jahren verschwanden Del Hawthornes Vater und drei seiner Freunde in der Nähe des Nahanni River und wurden für tot erklärt. Del ist schockiert, als ihr einer der vermissten Männer an der Universität begegnet; gealtert zwar und kaum wiederzuerkennen, aber äußerst lebendig. Was der Mann ihr sagt, scheint undenkbar: Auch ihr Vater ist noch am Leben! Mit einer Gruppe von Freiwilligen fährt Del zum Nahanni River, um ihren Vater zu retten. Was sie vorfindet, ist ein geheimnisvoller Fluss, der sie in eine technologisch fortgeschrittene Welt voller Nanobots und schmerzhafter Seren führt. Del deckt eine Verschwörung unvorstellbaren Grauens auf, die uns alle zu vernichten droht. Wird die Menschheit für die Suche nach dem ewigen Leben geopfert werden? Ab welchem Punkt werden wir zu... Gott?

Delila ist Mitte 30 und hat den (angeblichen) Tod Ihres geliebten Vaters, eines angesehenen Genetikers, nie überwunden! Jetzt taucht einer seiner Kollegen plötzlich auf und behauptet dass Ihr Vater noch am Leben sei! Er liegt im Sterben, kämpft gegen eine unbekannte Variante von Progeria, die den Körper quasi im Zeitraffer altern lässt, kann Del aber noch sein Notizbuch mit Rätselhaften Codes übergeben, bevor er das Bewusstsein verliert! Für Del steht nun fest dass Sie Ihren Vater finden und nach Hause bringen muss! Gemeinsam mit Ihrem Exfreund stellt sie ein Expeditionsteam zusammen um am Nahanni River, mitten in der kanadischen Einöde nach Ihrem Vater zu suchen denn dorthin brach er vor 7 Jahren zu Forschungszwecken auf…!

Das Buch beginnt als spannender Abenteuerroman, mit dem überleben in der Wildnis, Spurensuche in den Wäldern, Kanufahrten auf dem reißenden Fluss und hat mir bis dahin äußerst gut gefallen, was auch an den verschiedenen Persönlichkeiten liegt die mit auf die Suche gehen und die aufeinanderprallen!
Nach der Hälfte kippt die Geschichte aber (leider) und driftet mir zu sehr in Science-Fiction ab und das hat mir gar nicht gefallen! Damit hätte ich ja noch leben können denn jetzt wollte ich auch wissen wie die Geschichte endet und hatte mich mit Science-Fiction abgefunden aber auch die Handlungen und die Gespräche der Figuren ändern sich stark! Die Geschichte wird sehr unglaubwürdig, ich habe an manchen Stellen mit dem Kopf geschüttelt weil sich kein normaler Mensch so verhalten würde, vieles ist meiner Meinung nach einfach unlogisch und unglaubwürdig (und ich rede nur vom Verhalten der Figuren, nicht von Science-Fiction Aspekten)!
Die Geschichte wird nach und nach leider immer blöder, obwohl sie mir zu Anfang so gut gefallen hat und das Ende fand ich auch sehr enttäuschend…! Na ja, zumindest war es kein „Friede-Freude-Bratkartoffel-Ende“ das ich schon befürchtet hatte…!

Eine Geschichte aus deren Grundidee (illegale Stammzellenforschung, der Besessenheit von ewiger Jugend und Macht) man wirklich viel hätte machen können aber irgendwie hat das nicht so ganz geklappt! Die Science-Fiction Elemente waren auch einfach zu viel des Guten und hätten nicht sein müssen! Oft ist weniger halt einfach mehr…!

Aber natürlich ist das nur meine persönliche Meinung…!

Freitag, 16. Oktober 2015

Erster Schnee und sonstige Dinge…!



Ja der goldene Oktober scheint jetzt leider endgültig vorbei zu sein! :-(
Das Laub fällt in Massen von den Bäumen und hin und wieder musste man schauen, dass Familienmitglieder nicht verlorengehen oder gar von den Laubsaugeautos der Stadt erwischt werden (manchmal wär ein Schäferhund schon praktischer)! ;-)



Die letzte Ernte ist schon vor ein paar Wochen eingefahren worden und dieses hübsche Körbchen ging als Mitbringsel an die besten Nachbarn der Welt!



(Falls sich Jemand wundert: Ich hab seit einiger Zeit ein anderes Handy und das macht leider sehr grottige Bilder! Ich muss mir unbedingt angewöhnen auch für Schnappschüsse die Kamera zu benutzen, da kriegt man ja Augenkrebs)!

Ein paar Möhren stecken zwar noch in der Erde aber die werde ich morgen ernten denn es wird höchste Zeit! Man mag es nämlich kaum glauben aber vorgestern gab es bereits den ersten Schnee und das Mitte Oktober!!! *schluchz*



Zum Glück ist Nichts liegengeblieben aber dieser Vorgeschmack hat mir echt gereicht denn ICH WILL KEINEN SCHNEE!! Eigentlich will ich sogar nicht nur keinen Schnee, sondern ich will Sommer, oder zumindest noch einen schönen Herbst, aber da hab ich wohl leider kein Mitspracherecht...!